Fußball

AS Rom bietet Völler Einjahresvertrag

29. August 2004 ROM (sid). Das Interesse des italienischen Meisterschaftszweiten AS Rom an einer Verpflichtung von Rudi Völler wird konkreter. Doch der ehemalige Teamchef hat noch keine Entscheidung über seine Zukunft getroffen. "Die Entwicklung hat mich überrascht. Bisher habe ich mich noch nicht entschieden, ob ich in Zukunft lieber als Trainer oder Manager arbeiten will", sagte Völler der "Bild"-Zeitung.

Sein ehemaliger Verein AS Rom lockt mit einem lukrativen Angebot. Ein Einjahresvertrag sowie eine mögliche Zukunft als Manager im Klub sollen dem 44 Jahre alten ehemaligen Nationalspieler laut Medienberichten das zweite Engagement in Rom schmackhaft machen. Zwischen 1987 und 1992 erzielte Völler in 142 Spielen der Serie A 45 Treffer und wurde zum Publikumsliebling.

Auch privat hat der frühere Weltklassestürmer noch eine enge Bindung zur italienischen Hauptstadt. Seine Frau Sabrina ist gebürtige Römerin, beide besitzen dort noch ein Haus. Zudem spricht Völler fließend Italienisch. Darauf setzt auch Präsident Franco Sensi, für den der ehemalige DFB-Teamchef Wunschkandidat Nummer eins ist. Auch die Fanklubs haben Völler nicht vergessen und sprechen sich für dessen Verpflichtung aus. "Völler ist der ideale Trainer für den AS Rom. Die Mannschaft braucht nun einen guten alten Freund wie Völler", schrieb die römische Tageszeitung "Il Messaggero" am Samstag.

Nötig geworden ist die hektische Trainersuche beim AS Rom nach dem plötzlichen Rücktritt von Cesare Prandelli aufgrund einer Krebserkrankung seiner Frau. "Es tut mir wegen Prandelli wirklich leid. Ich war über seine Probleme nicht informiert", sagte Völler der "Gazzetta dello Sport" und betonte, daß er auch ein Angebot von Bayer Leverkusen als Sportdirektor habe. Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser hofft weiter auf eine Zusage: "Ich hoffe, Völler wird nicht Trainer, denn wir haben schon einen." Bayer Leverkusen ist für Völler die andere mögliche Option, wie er gegenüber "Premiere" betonte: "Die Gespräche mit Bayer sind bislang sehr gut verlaufen. Es gibt aber noch ein paar Dinge zu klären. Aber wenn plötzlich so ein zweites Angebot kommt, sitzt man natürlich zwischen zwei Stühlen. Aber ich habe noch keine Entscheidung getroffen, warten wir mal noch ein paar Tage ab. Es gibt aber noch keine Tendenz."

Text: sid, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.08.2004, Nr. 201 / Seite 42

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