100 Meter
Bolt macht den besten Eindruck
Beim Pokerspiel vor dem großen Finale haben sich die drei Gold-Favoriten über 100 Meter nur ansatzweise in die Karten schauen lassen. Weltrekordler Usain Bolt aus Jamaika hinterließ beim Warmlaufen am ersten Tag der olympischen Leichtathletik-Wettbewerbe mit 9,92 Sekunden allerdings den besten Eindruck. Für Halbfinale und Finale am Samstag (15.05 sowie 16.30 Uhr MESZ) scheint er gegenüber Landsmann Asafa Powell und Tyson Gay aus den USA das beste Blatt in der Hand zu halten. Nach lockeren 10,20 Sekunden im Vorlauf ließ Bolt in seinem Zwischenlauf einen kurzen Blick auf seine Form zu: Seine Zeit war die beste des Tages, der Weltrekordler (9,72) lief dabei entspannt und locker. „Ich bin nur die ersten 50 Meter gerannt, dann habe ich mich umgeschaut, um sicher zu gehen, dass ich in Sicherheit bin ... und dann habe ich das Tempo rausgenommen”, erklärte der 21-Jährige.
Tobias Unger ist im 100-Meter-Zwischenlauf ausgeschieden. Als Siebter seines Laufes in mäßigen 10,36 Sekunden hatte der 29 Jahre alte deutsche Meister aus Kornwestheim/Ludwigsburg keine Chance auf das Halbfinale.