Von Andreas Lesti
19. August 2005 Außer dem Matterhorn nichts geblieben. Dem Wahrzeichen, Stolz und Grund, warum der exklusive Ort Zermatt von heute nichts mehr mit dem Walliser Bergdorf von 1665 zu tun hat.
Im Schatten des Berges dagegen hat sich in den letzten 340 Jahren alles verändert. Damals mußte man allein für den Blick auf die Felspyramide tagelange Reisestrapazen erleiden. Das Matterhorn selbst hielt man für unbezwingbar - tatsächlich sollten bis zur Erstbesteigung noch genau 200 Jahre vergehen. Heute braucht der Glacier-Expreß vom Rhonetal anderthalb Stunden, aufs Matterhorn steigen jährlich zweitausend Menschen, und um auf einen der anderen Gipfel zu gelangen, genügt es, sich ins Bähnli zu setzen. Aber noch immer blicken Besucher fasziniert, gebannt und sehr lange nach Südwesten.
Bildmaterial: Taschen Verlag