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Thomas Ganswindt verläßt Siemens

Thomas Ganswindt

Thomas Ganswindt

11. September 2006 Das Gerücht kursierte schon im Juli, jetzt steht es fest: Thomas Ganswindt, Mitglied des Zentralvorstands, verläßt den Siemens-Konzern. Ganswindt gehe auf eigenen Wunsch Ende September, kündigte der Münchner Elektrokonzern an. Der 46 Jahre alte Manager werde Vorstandsvorsitzender der Elster Group in Luxemburg. Elster, ehemals Ruhrgas Industries, stellt Anlagen und Geräte für die Gas-, Strom- und Wassermessung her. Ganswindts Vertrag mit Siemens wäre im September 2007 ausgelaufen. Sein Einfluß ist in den vergangenen Monaten geschwunden, da er im Zentralvorstand für die Kommunikationstechnik Com und die Informationstechnikdienstleistungen SBS verantwortlich ist. Com wird aufgelöst, SBS ist nach Verkäufen kleiner geworden.

„Heinrich, schick die Challenger“

Außerdem ist in München zu hören, die Chemie zwischen Ganswindt und Klaus Kleinfeld, dem Vorstandsvorsitzenden, stimme nicht. Ob es einen Nachfolger gibt und wie die Aufgaben im Vorstand neu verteilt werden, entscheide der Aufsichtsrat in diesem Monat, sagte eine Sprecherin von Siemens. Ganswindt galt als Rivale des Siemens-Chefs Klaus Kleinfeld, konnte aber gut mit dessen Vorgänger Heinrich von Pierer - womit er sich gerne auch mal brüstete. Als er mit einer Gruppe Journalisten auf einem Flughafen festsaß, weil keine Linienmaschinen mehr starten durften, schnappte er sich sein Handy und orderte kurzerhand den Siemens-Firmenjet herbei: „Heinrich, schick´ die Challenger“.


Elster
Sonstige Industrie

Text: F.A.Z., 09.09.2006, Nr. 210 / Seite 15
Bildmaterial: Siemens

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