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Schmid wird Chefredakteur der „Welt“

21. Juli 2006 Die Tageszeitung „Die Welt“ bekommt einen neuen Chefredakteur. Es ist Thomas Schmid, der Ressortchef Politik der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Schmid werde so bald wie möglich die Chefredaktion von Roger Köppel übernehmen, spätestens zum 1. Januar 2007, teilt der Axel Springer Verlag mit. Köppel kehrt als Herausgeber und Chefredakteur zur Schweizer „Weltwoche“ zurück. Er wird Mehrheitsaktionär der sich in Gründung befindenden Weltwoche Verlags AG.Köppel hatte die „Weltwoche“ als Chefredakteur bis vor zwei Jahren geführt und war dann zu Springer gewechselt. Thomas Schmid ist seit Gründung der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ Ressortchef Politik. Im September 2000 war er in die Politikredaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung eingetreten, zuvor war er seit 1998 Leiter des Meinungsressorts „Forum“ bei der „Welt“. Davor war Schmid für die „Wochenpost“ und die „Hamburger Morgenpost“ tätig. Angefangen hatte er in den Jahren 1979 bis 1986 als Lektor im Verlag Klaus Wagenbach.

„Einmalige Herausforderung“

Schmid sei als Chefredakteur eine ideale Besetzung, sagte der Vorstandsvorsitzende von Springer, Mathias Döpfner. Roger Köppels Ausscheiden bedaure er sehr, Köppel habe den Modernisierungsprozeß der „Welt“ weiter vorangetrieben. Er habe aber Verständnis dafür, daß sich Köppel der „einmaligen Herausforderung, sich publizistisch und zugleich unternehmerisch zu engagieren, nicht widerstehen kann“.Der Modernisierungsprozeß der Zeitungsredaktionen bei Springer bringt es allerdings mit sich, daß die einzelnen Zeitungen stärker aneinander- und die Chefredakteure in eine Gesamtredaktion eingebunden werden. So sind vor einigen Wochen einige der zuvor eigenständigen Ressorts der „Welt“ und der „Welt am Sonntag“ zusammengelegt worden. Was nicht nur unter den Ressortchefs für Unruhe sorgte. Die Position des Chefredakteurs der „Welt am Sonntag“, Christoph Keese, erscheint durch diesen Prozeß eher gestärkt worden zu sein. Über einen Abgang Köppels wurde in der Branche immer wieder einmal spekuliert. Insgesamt verfolgt Springer ein Redaktionsmodell, das darauf hinausläuft, die Zeitungen „Welt“, „Welt am Sonntag“, „Welt kompakt“ und den Internetauftritt aus einer Hand zu gestalten.


Axel Springer Verlag
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Text: F.A.Z

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