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| Wird Streiffs Nachfolger: Louis Gallois |
09. Oktober 2006
Airbus-Chef Christian Streiff ist am Montag zurückgetreten. Wie schon am Montag vormittag aus Unternehmenskreisen verlautet war, übernimmt übernimmt der Franzose Louis Gallois die Leitung des Flugzeugbauers. Gallois steht bereits gemeinsam mit dem Deutschen Thomas Enders dem Airbus-Mutterkonzern EADS vor. Mit der Ernennung von Gallois zum Airbus-Chef wird Airbus stärker in den Gesamtkonzern eingebunden. Das teilte der EADS-Verwaltungsrat am Montagabend mit.
Der 62 Jahre alte Gallois, der nun Streiff beerbt, war erst Anfang Juli an die EADS-Spitze gewechselt. Zuvor war er zehn Jahre lang Chef der französischen Staatsbahn SNCF. In der Luftfahrt hatte er davor schon Spitzenposten inne. So übernahm er 1989 den Chefposten beim Flugzeugmotorenbauer Snecma; 1992 wurde er Chef des Aérospatiale-Konzerns, der inzwischen Teil von EADS ist.
Streiff forderte freie Hand bei seinem Sanierungsplan
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| Christian Streiff gibt endgültig auf |
Die Gerüchte um Streiffs Rücktritt hatten sich bereits am Montag vormittag verdichtet. Streiff soll in der vergangenen Woche Rücktrittsschreiben an die EADS-Co-Chefs Louis Gallois und Thomas Enders geschickt haben. Der französische Premierminister Dominique de Villepin hatte noch am Sonntag abend erklärt, er sehe keinerlei Grund für einen Rücktritt Streiffs.
Streiff hatte freie Hand bei der Umsetzung seines milliardenschweren Sparkonzepts für den Flugzeugbauer
verlangt, das wegen der Lieferverzögerungen beim Super-Airbus A380 nötig ist. Daß er diese nicht bekam, wurde zum Auslöser für sein Rücktrittsgesuch. Die Entscheidung über mögliche Einschnitte in den Airbus-Werken wurde verschoben (siehe auch: Airbus-Chef Streiff gibt auf ).
Gerüchte über Wechsel zu Peugeot
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| Louis Gallois mit EADS-Co-Chef Thomas Enders |
Streiff hatte erst im Juli den Deutschen Gustav Humbert abgelöst, der nach nur einem Jahr im Amt in Folge der Produktionsprobleme beim A380 gehen mußte. Streiff wurde 1954 im französischen Saarburg geboren und ist Absolvent der Eliteuniversität Ecole des Mines. Der viersprachige Manager hat jahrelang in Deutschland als Firmenchef gearbeitet und auch in den USA und Italien internationale Erfahrung gesammelt.
Hartnäckig halten sich Spekulationen, daß Streiff beim französischen Autokonzern Peugeot-Citroen anheuern könnte. Angeblich soll er sich am vorvergangenen Wochenende mit der Familie Peugeot getroffen haben.