14. Juli 2006 Hans Pfeifer, seit 1999 für die Betreuung der Volks- und Raiffeisenbanken im Vorstand der WGZ-Bank in Düsseldorf zuständig, wird neuer Vorstandsvorsitzender des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbandes (RWGV). Der 54 Jahre alte Pfeifer tritt am 1. Oktober die Nachfolge von Friedel Fleck an, der Anfang Juni überraschend verstorben war. Die Berufung von Pfeifer kommt nicht unerwartet (F.A.Z. vom 30. Juni). Für die WGZ-Bank bringt der Wechsel Vorteile. Die RWGV-Mitglieder sind mit den Volks- und Raiffeisenbanken identisch, die Aktionäre der Zentralbank sind. Insofern gewinnt WGZ-Chef Werner Böhnke auf seiten des Verbandes mit Pfeifer einen Vertrauten. Dies ist nicht zu unterschätzen, denn der Verband spielt eine große Rolle bei der Willensbildung in dem regionalen Finanzverbund. Bei den im Herbst aller Erwartung nach anstehenden Fusionsgesprächen mit der DZ Bank wird die deutlich kleinere WGZ sicherlich den einen oder anderen Kompromiß machen müssen, den es zu vermitteln gilt. Noch hält Böhnke indes an seinem umstrittenen Vorschlag einer Strategieholding fest. "Sie bleibt unsere Guideline", schrieb er vor kurzem an die Führungskräfte seines Hauses.
Rheinisch-Westfälischer Genossenschaftsverband
Finanzen
Text: F.A.Z., 15.07.2006, Nr. 162 / Seite 17