Im Prozess gegen drei Mitglieder der irakischen Terrorgruppe Ansar al Islam hat das Oberlandesgericht Stuttgart mehrjährige Haftstrafen gegen alle Angeklagten verhängt. Sie wurden beschuldigt, ein Attentat auf den früheren irakischen Ministerpräsidenten Allawi in Berlin geplant zu haben.
Im Januar haben die deutschen Sicherheitsbehörden dem Leiter des Jüdischen Museums Frankfurt mitgeteilt, sein Haus stünde höchstwahrscheinlich im Visier islamistischer Terroristen. Die deshalb nötigen Sicherheitsvorkehrungen kosten 100.000 Euro im Jahr. Von Hans Riebsamen
Die Obergrenze für die deutsche Beteiligung an der Schutztruppe für Afghanistan soll von 3.500 auf voraussichtlich 4.500 Soldaten erhöht werden. Mehr Flexibilität für die Bundeswehr, sei das Ziel der Aufstockung, sagte Verteidigungsminister Jung.
Weil er in Chatrooms für das Terrornetz Al Qaida geworben und Hassbotschaften verbreitet hat, ist ein 37 Jahre alter Iraker zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Der Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Celle spricht in seinem Urteil von 22 nachgewiesen Fällen.
Fußfessel und Predigtverbot: Abu Qatada gilt als islamistischer Hassprediger, Schüsselfigur des Terrornetzes Al Qaida und geistiger Botschafter Bin Ladins in Europa. Gegen strenge Auflagen wurde er nun aus britischer Abschiebehaft entlassen. Von Johannes Leithäuser, London
Es ist nicht nur der wichtigste Prozess seit den Anschlägen von New York und Washington, sondern wird mit den Nürnberger Tribunalen nach dem Zweiten Weltkrieg verglichen: Auf dem amerikanischen Stützpunkt Guantánamo stehen fünf Hauptverdächtige der Terroranschläge vom 11. September 2001 vor der Militärkommission. Von Matthias Rüb, Washington
Der mutmaßliche Chefplaner der Anschläge von New York und Washington steht von heute an vor einem amerikanischen Militärgericht im Gefangenenlager Guantánamo. Chalid Scheich Mohammed brüstet sich etlicher Anschläge und gibt Rätsel auf. Von Matthias Rüb, Washington
Der Chef der EU-Agentur für Informationssicherheit, Andrea Pirotti, hat vor einem digitalen 11. September durch Cyber-Angriffe gewarnt. Regierungen und Unternehmen in der EU müssten sich verstärkt gegen Hacker-Angriffe von Kriminellen im Netz wappnen und sich auch auf Terroraktionen gefasst machen, sagte Pirotti.
Das Internet schien wie geschaffen für die Terrorbotschaften von Usama Bin Ladin. Doch die rasante Entwicklung des Netzes macht al Qaida zu schaffen. Den kommunikativen Standards des Web 2.0 hinkt die Propaganda weit hinterher. Von Henning Hoff
Der Polizei ist einer der schwersten Schläge gegen Eta seit Jahren gelungen: Sie hat den mutmaßlichen obersten Anführer der baskischen Untergrundorganisation festgenommen. Thierry soll verantwortlich für das Scheitern von Friedensgesprächen gewesen sein und die Rückkehr zum Terror angeordnet haben.
Viele Soldaten der Bundeswehr ärgert es, dass ihr Einsatz in Afghanistan daheim nicht genug Anerkennung findet. In der Hauptstadt Kabul sind die Deutschen ein Gelegenheitsziel. Der Fortschritt kommt langsam und mühsam. Von Christoph Ehrhardt, Kundus
Bei Razzien in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden sind mindestens zehn Personen türkischer Herkunft festgenommen worden. Sie werden dem Umfeld des einst als Kalif von Köln bekannten Islamistenführers Metin Kaplan zugerechnet. Mutmaßlich bestehen Verbindungen zum Terrornetz Al Qaida.
Beim ersten schweren Terrorangriff in der nordwestindischen Touristenmetropole Jaipur sind mindestens 80 Menschen getötet worden. Insgesamt acht Bomben seien in zwölf Minuten auf belebten Märkten detoniert. Neu Delhi spricht von einem Terrorangriff.
Immer länger werden beim Bundesnachrichtendienst und Bundeskriminalamt die Listen radikaler Islamisten, die aus Deutschland in Ausbildungslager nach Pakistan reisen, wo der Umgang mit Sprengstoff geübt wird. Das Gesetz, das dies unter Strafe stellt, lässt auf sich warten. Von Peter Carstens
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