
Deutschland hat Erfahrungen mit der so genannten linken Szene in der BRD der 70er und 80er Jahre, wo Gewalt gegen Menschen durchaus auch Solidarisierungseffekte im Lager der anfangs Unentschlossenen erzielte. Die endgültige Abkehr von einer Situation, in der sich jeder berechtigt fühlte, seinen Privatkrieg zu beginnen, war ein langer Weg. Er wird im Bereich der gewaltbereiten Muslime nicht mit denselben Stationen gegangen werden können, weil etwa der Faktor des Abstoßenden, der bei der RAF in einer Klimax verlief und durchaus seine distanzierende Wirkung hatte, beim islamischen Terrorismus nach 9/11, London und Madrid bereits nicht mehr steigerbar sein dürfte.
Um so mehr muß ein immenser gesellschaftlicher Druck auf alle muslimischen Gemeinden und jedem Einzelnen erzeugt werden, glasklare Positionen zum Verhältnis zur Gewalt zu beziehen. Ebenso deutlich muß die Nulltoleranzlinie vertreten werden. Allerdings wird das nur helfen, wenn den Haßpredigern auch die weltpolitischen Argumente entzogen und die muslimischen Staaten gerechter behandelt werden.

verstehen Sie mich nicht falsch: ich bin kein Freund von Terrorismus. Dennoch glaube ich, dass es selbstgefaellig und ignorant vom Westen ist, sich immer als gut/fortschrittlich/friedliebend und friedfertig hinzustellen. Wenn man mal die Toten zusammenzaehlt, die auf Kosten des Westens gehen und die Zahl mit den Opfern von 'terroristischen Anschlaegen' vergleicht, ist das Verhaeltnis vielleicht 1 zu 15 ... jedenfalls scheint es dieses im gerade andauernden krieg zwischen Israel und dem Libanon zu sein.
Zurueck zur Geschichte: Angefangen von den kolonialen Eroberungen, bis hin zu den Kriegen, die ostentativ eine neue Weltordnung herstellen oder verhindern wollten (1898 USA gegen Spanien, Korea, Vietnam, Laos, Kambodscha) und natuerlich den beiden grossen Weltkriegen des letzten Jahrhunderts waren es immer die 'am hoechstentwickelten' (was immer das auch heissen mag) Laender, die auch die meisten Toten auf ihre Kappe nehmen mu(e)ssten. Gibt es hier einen Zusammenhang? Sicherlich, aber das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass der Westen immer greint, dass die anderen boese sind (oder 'gewiefte Heulsusen', wie die FAZ am Samstag Siniora betitelte), und aber es selber nicht schafft, nach seinen eigenen Moralvorstellungen zu leben.

Der BKA-Chef sollte sich mal bei der Deutsche Bahn AG schlau machen, bevor er solche sicherlich gut gemeinten und sinnvollen Ratschläge erteilt. In Regionalzügen mit der Kennung "RE" (Regional Express) gibt es kein Zugbegleitpersonal mehr und der Lokführer sitzt abgeschirmt in seinem Führerstand an der Spitze des Zuges. Ich benutze seit ca. 6 Wochen einen Regionalexpress an der Rheinschiene und habe noch nie Zugbegleitpersonal gesehen, weder zum Kontrollieren der Fahrschein geschweige denn als Ansprechpartner in Notsituationen. Hier besteht sicherheitsrelevanter Handlungsbedarf!

Dem ist Nichts hinzuzufügen. Besonders dem letzten Satz.
Nur bei unseren Weicheiern in Politik und Medien bin ich eingeschränkt optimistisch hinsichtlich der Gegensteuerungspotentiale.

Vielleicht sollte man überlegen, was in Deutschland als Religion gelten darf. Sätze wie "Islam verbietet Tötung unschuldiger Menschen", deren sich jeder Ayatollah nach einem islamistischen Anschlag bedient, stehen in krassem Widerspruch zu dem dekalogischen "Du sollst nicht töten". Wer entscheidet im Islam, wer schuldig oder unschuldig ist? Ein Ayatollah. Damit läßt sich gleich ein diktatorisches Staatswesen begründen, was man beispielsweise im Iran beobachten kann. Und was ist das Ziel des Islams? Die islamisierung der Welt.
Wer sind die Terroristen? Muslime.
Wer gibt Hinweise zur deren Ergreifung? Nichtmuslime
Wer sind die Schuldigen für den Islam? Zunächst pauschal Amerikaner und Israelis. Danach kommen die Sonderfälle wie Salman Rushdi oder die Redakteure einer islamkritischen Zeitung.
Aber nicht vergessen: "Islam verbietet Tötung UNSCHULDIGER Menschen"
Wir dürfen nicht zulassen, daß sich solche Redensarten, die sich übrigens bereits sogar in Nachrichtensendungen der öffentlich-rechtlichen Sender etabliert haben, kritiklos und verständnisvoll verbreiten. Denn dann ist das Europa am Ende.

manchmal muss ich schon daran denken, denn m.e. fehlen den sicherheitsbehörden und dem gesetzgeber bis heute die argumente, um im kampf gegen den "internationalen terrorismus" weitergehende einschränkungen der bürgerrechte und den ausbau der bürgerüberwachung in deutschland durchzusetzen.