wie kann man eine sprache lernen, ohne sich am öffentlichen leben zu beteiligen? Dem Namen des von ihnen kritisierten vorredners, würde ich schätzen, dass er einen migrationshintergrund hat. Wenn das zutrifft macht er doch genau das richtige: sich integrieren und am leben und der öffentlichen diskussion beteiligen. Von daher wäre es nett, wenn sie von sprachlichen mängeln absehen und sich auf den inhalt konzentrieren. Falls sie den auf grund der sprachlichen fehler nicht verstehen können, müssen sie den beitrag eben einfach nicht kommentieren.
Diese Sprachschlamperei tut weh! Wer die deutsche Sprache nicht beherrscht oder verschludern will, sollte schweigen! Aber echt!
Der Beitrag ist wirklich echt gut. Aber leider hat ein solcher Beitrag keine grosse Aussicht einen Beitrag zur zur frage was Krieg und Friede sind zu leisten. Denn es sind zuviele, die ihre Meinung gebildet haben - besser die sich ihre meinung haben bilden lassen. Man schweigt über den Grund warum unsere Soldaten dort sind. Demokratie ist ja nicht gewollt! Über was man redet, sind die "bösen" Amerikaner und Guantanamo. Die Wahrheit wird dabei auch nicht beachtet. Die wichtigste Aufgabe unserer Soldaten und die der anderen Ländern, ist Freiheit und Demokratie zu verdeidigen und den Menschen dort zu der Freiheit zu verhelfen. Ja, Demokratie und freiheit. Die Menschen in Afghanistan und auch im Irak haben Gewählt, unter Einsatz ihres Lebens. Und 70% sind in beiden Ländern zur Wahl gegangen. Wer nach dem Sinn frägt, soll mal nach dem Sinn der vielen gefallener amerikanischer und birtischer Soldaten um uns von Hitler freizukämpfen, sowie nacher vom Komunismus freizuschaufeln fragen. Zuviele unserer Landsleute lassen sich ihre Meinung vorkauen.
Die ganze Situation erinnert mich immer mehr an den Kolonialkrieg, den Frankreich in den fünfziger Jahren in Algerien führte. Auch dort wurde von beiden Seiten mit allen Mitteln des Terrors gekämpft. Bombenanschläge, Massaker, Bombardierungen von Dörfern, Folterungen, Guerillakrieg usw. Genützt hat es letztenendes nichts. Algerien ging seinen eigenen Weg. Alle militärische Übermacht de r Großmacht Frankreich konnte den Prozeß nicht stoppen. Die Soldaten waren auch damals auf verlorenem Posten.
Lieber Herr Meyer, Sie haben natürlich recht. Ich wollte das "Ob" hier nicht diskutieren, das soll die Politik entscheiden. Wenn man aber die "Ob"-Frage mit "ja" beantwortet, dann wird das "Wie" interessant. Und da schien mir die bisherige Taktik (Aufklärung vom Tornado / Hubschrauber / Fahrzeug aus) nicht angemessen. Letztlich wird man nicht umhin kommen, sich "symmetrisch" zum Gegner verhalten, der mit leichten Fahrzeugen, Motorrädern und vor allem zu Fuß in den Bergen unterwegs ist. Da braucht man dann den tüchtigen Marschierer. Auf diese Analogie bzw. Erfolgsrezept der napoleonischen Zeit wollte ich nur hinweisen. General, später Marschall Suchet war damit jedenfalls seinerzeit in Spanien vergleichsweise erfolgreich... Übrigens hat Minister Rumsfeld vor einigen Jahren im Pentagon die alte Militärliteratur, beginnend mit der napoleon. Zeit, durchforsten lassen, um solche Rezepte wiederzufinden. In mancher Hinsicht scheint es ja geholfen zu haben, zumindest haben die Amerikaner im Irak heute deutlich weniger Verluste als noch vor etwa 3-4 Jahren.
.....sollten sich darueber im Klaren sein..... ...dass es nicht die Aufgabe Deutschlands ist, den "Wirtschaftskrieg" der ''Amerikaner'' in Afghanistan finanziell zu unterstuetzen. Denn um nichts anderes geht es dort. Deutsche Truppen, welche dort eingesetzt werden, entlasten das hoch verschuldete Amerika (es sind wohl bereits fast 10.000.000.000.000 $ an Staatsschulden) finanziell. Wer eine Pipeline quer durch Afghanistan bauen will (ca. 850 km) gegen den offensichtlichen Mehrheitswillen der dortigen Bevoelkerung und deswegen diese unterdruecken muß, der soll den Preis auch selbst bezahlen. Wenn diie deutschen Politiker dies nicht einsehen, sollte man sie abwaehlen.
Woher bekommen die Taliban ihre Waffen? Wer verdient dran? Sie selbst sind nur in der Lage Steinaexte herzustellen. Die Taliban werden offensichtlich nach wie vor logistisch unterstuetzt. Mit den reichlich vorhandenen Dollar aus dem Oel- und Drogengeschaeften verdienen Waffenproduzenten gut mit. Stand auf der Miene, die den Dingo zerfetzt hat, made in USA, Russia oder China ? So lange der Nachschub fuer die Taliban aus den Industrielaendern nicht abreist, kaemen mir als Soladat Zweifel am Sinn meines Einsatzes. Vielleicht geht es ja nur ums Geld verdienen.
Vielleicht ist das ganze ein gigantisches Ablenkungs-manöver !!
"Ich schwöre der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen". ( so wahr mir Gott helfe ). Diesen Eid leisten alle Berufssoldaten und Soldaten auf Zeit der Bundeswehr gemäß § 9 des Soldatengesetzes. In den Zeiten der bipolaren Welt hat man über die Konsequenzen und die Dimension dieses Eides weder in der Politik, noch in der Gesellschaft und auch innerhalb der Bundeswehr nicht genügend nachgedacht Heute weiß die NATO nicht mehr, wofür sie wirklich da ist, die Bundeswehr sucht ihren Auftrag und alle zusammen eine Bedrohung, einen potenziellen Gegner oder zumindest eine konkrete Gefahr, vor der es sich zu schützen gilt. Die westliche Allianz und natürlich auch die Bundesregierung haben es bis heute versäumt, ein politisches Gesamtkonzept zu entwickeln , in dem auch Rolle und Auftrag der Streitkräfte neu zu definieren sind. In Afghanistan ist Krieg. Soldaten, die dort ihr Leben verlieren, sterben nicht, sondern fallen und werden nicht verletzt, sondern verwundet. Mit der Ehrlichkeit der Begriffe muss eine umfassende Diskussion im Parlament und auch in der Bevölkerung beginnen, die ein gesamtpolitisches Konzeptes zum Ziel haben muss, damit unsere Soldaten verstehen, wofür sie am Hindukusch ihr Leben einsetzen. Jürgen Hübschen, Oberst a.D.
Bei allem Respekt vor der Leistung der Soldaten stellt sich aber doch die Frage, ob es das wert ist. Laut seiner Verfassung ist Afghanistan ein islamisches Land und maßgeblich ist in allem letztendlich der Koran. Deshalb verteidigen die Soldaten hier die Durchsetzung der Sharia als Rechtsordnung, die mit dem, was in Deutschland als Menschenrechte angesehen wird, nicht vereinbar ist. Ist das das Blut unserer Kinder wert? Da die Soldaten in der Regel keine Moslems sind, wird man sie im Zweifelsfall auch immer als Eindringlinge ansehen, die es zu bekämpfen gilt. Eine Führung, die mit ihnen paktiert, wird auch nie die ungeteilte Anerkennung der Bevölkerung erlangen. Ich sehe so jedenfalls keine Perspektive, diese Aktion in irgendeiner weise jemals erfolgreich (was wäre das dann?) zu beenden. Das alles ist keine tolle Perspektive.
das aus diesem Artikel hervorgeht. Es ist lobenswert alles sicher ganz zutreffend beschrieben. Die Soldaten dort mögen bemüht und engagiert sein, aber wofür? Die Sinnfrage ließe sich auch nicht klären, wenn die Deutschen Soldaten 50 Jahre dort blieben. Wie man hört, hat ja jeder seine Erklärungsnot damit. Die leeren Worthülsen, die der Botschafter von sich gibt wirken eher peinlich. Können nicht ein paar THW- und Rotkreuz-Helfer und vielleicht ein paar abenteuerlustige Sozialarbeiter das gleiche leisten, was die Soldaten dort machen? Und für ein Hundertstel der Kosten für den Deutschen Steuerzahler? Zivile Personen hätten noch den großen Vorteil, daß die Verbrecherbanden, die gelegentlich dort die Gegend unsicher machen, für diese kein "lohnendes" und provokantes Ziel darstellen. Die Privatpersonen würden ihren Helferdrang ausleben können und einigen Menschen in Afghanistan würde es ein bißchen helfen. So hört doch auf mit so einer Alibi Armee dort herumzuhängen und bombende Banden auf sich ziehen zu lassen. Man kann doch wirklich niemanden ernst nehmen, der meint, daß dieses lächerliche aber erstaunlich teure Aufgebot unserer Bundeswehr jemals und vor allem nachhaltig die Verhältnisse dort beeinflussen kann!
nichts wert!. Ja,das ist der Einsatz der Soldaten sämtlicher in Afghanistan eingesetzten Nationen. Dabei begreifen diese "Gutmenschen" es eben nicht : Die militärischen Aufgaben sind unabdingbarer Teil der Entwicklungs- und humanitären Aufgaben. Oder glaubt wirklich jemand ernsthaft,die islamistisch geprägten Taliban würden Schulen für Kinder -in denen die Kinder statt übersteigerter,das Gehirn waschender Religionslehre etwas Sinnvolles lernen- bauen lassen oder Krankenhäuser für Frauen und hätten generell Interesse an der Fortentwicklung des Landes hin zur Moderne ? Aber genau das ist doch das Problem aller Länder,in denen Islamisten das Sagen oder großen gesellschaftlichen EInfluß haben.Nicht in die Moderne kommen zu wollen.Denn dort haben religiöse Überphantasien und religöser Herrschaftswille keinen Platz mehr ! Ohne die Soldaten geht es in Afghanistan nicht! Das sollte allmählich jedem klar sein. Aber in Deutschland will man dieses Thema stillschweigend nach und nach liquidieren ! Schließlich will hier niemand als "Militarist" gelten,sondern lieber "Gutmensch" sein. Weil man dem Irrglauben erlegen ist,Letzterer sei der "Bessere". Nein - Lesteres ist nur Weg des generell passiv zuschehenden "Nichtstuers"!
Die Soldaten im Einsatz verdienen in der Tat viel mehr Respekt und Anerkennung als ihnen zuteil wird. Neben ihren militärischen Aufgaben leisten sie humanitäre Hilfe, vor allem in den Regionen, in die Hilfsorganistaion gar nicht vordringen. Außerhalb der Städte gibt es fast keine Straßen. 5 Stunden für 30 Kilometer Weg mit einem extrem geländegänigen, robusten Fahrzeug, wie es nur die Bundeswehr hat, sind an der Tagesordnung, um ein Dorf in den Bergen zu erreichen. Letztens hat der TV-Star Wigald Boning in so einem Dorf eine von ihm und dem Soldatenverein "Lachen Helfen e.V." bezahlte Schule eingeweiht. Haben Sie darüber etwas gehört oder gelesen? - Egal, für die Soldaten in Feyzabad bedeutete die Anwesenheit des TV-Komikers genau die Wertschätzung, die gut tut. Gaby Allendorf, Mitglied des Vorstands von Lachen Helfen e.V.
Lieber Fragender, und mit welchem Erfolg hat die Weichsellegion in Spanien in Napoleons Diensten die Aufständischen bekämpft? War die brutale und am Ende erfolglose Unterdrückung der Mutter aller Guerrillas nicht einer der Sargnägel in die Aura Napoleons als Modernisierer und Befreier Europas von der Willkür der Duodezfürsten? Und fast noch wichtiger: wessen Ruhm singt die Nachwelt bis heute - den der polnischen Söldner oder den der zu Freiheitskämpfern verklärten Guerrilleros? Besser nicht daran denken, was das in Analogie für Afghanistan bedeutet...
Großes Lob an den Autor, der die Wirklichkeit exakt und leider "schonungslos" wiedergibt. Ich war nur für eine Woche beruflich in AFG und kann genau diesen Eindruck bestätigen, was den geschilderten Alltag und die getroffene Bewertung betrifft. Im Übrigen gilt das Desinteresse der "breiten" Öffentlichkeit (und der "breiten" Politik"!!!) auch für andere im Auslands-"Einsatz" tätigen Deutschen, seien es Diplomaten oder Polizisten, die ja z.B. in AFG auch vor Ort tätig sind. Danke für den Beitrag!