Was die Lebewesen zusammenhält: Charles Darwin erforschte die fundamentalen Zusammenhänge zwischen den Lebewesen

Darwins Revolutionierung der Biologie

Um einen Darwin von innen bittend

Nächstes Jahr feiert die Welt den zweihundertsten Geburtstag Charles Darwins. Kaum ein Werk hat so weit in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft ausgestrahlt wie „Über die Entstehung der Arten“ von 1859. Zu Darwins Revolutionierung der Biologie. Von Frank Schirrmacher

Lesermeinungen zum Beitrag

26. Dezember 2008 18:13

Herr Yildiz

Daniel Löckemann (danielNRW)

Die Erde dreht sich mit abnehmender Geschwindigkeit immer in dieselbe Richtung, weil die Erde einen Drehimpuls hat. Den hat sie, weil er durch den Gravitationskollaps des ursprünglichen Staubnebels erzeugt wurde. Die ERde verliert dabei konstant Drehimpuls an den Mond. Vor 100 Millionen Jahren dauerte der Erdtag weniger als 22 Stunden. Und wir merken es nicht, weil wir im Schwerefeld der Erde den gleichen Drehimpuls wie die ERde haben.

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24. Dezember 2008 00:54

Herr Löckemann.

hami yildiz (hamiyildiz)

warum soll ich etwas beantwortet haben was für mich selbst plausibel ist, z.B. daß durch die Sonnenerwärmung auf der einen Seite und Kälte auf der anderen Seite Winde entstehen. Habe ich nicht geschrieben daß wir, die Menschen, uns einiges anhand von Physik und mathematischen Rechnungen und auch Beobachtungen selbst erklären können? Wir können sagen der Tag hat nach unserer Rechnung 24 Std., wir haben Nacht wenn die Sonne die andere Hälfte der Erde erhellt, wir können sagen die Erde dreht sich seit dem wir es bemerkt haben, immer in die selbe Richtung (nach Osten) und mit einer konstanten Geschwindigkeit von ca. 1660 Kilometer in der Stunde. Jetzt beantworten Sie mir warum immer in die selbe Richtung und warum mit dieser konstanten Geschwindigkeit, wieso die Geschwindigkeit nicht abnimmt und warum wir das auch körperlich nicht merken. Wie ist nach Ihrem Wissen das" Leben" entstanden? Dann möchte ich noch wissen, warum Sie eigentlich von vornherein ausschliessen daß Gläubige Menschen keine wissenschatlichen Kenntnisse haben, bzw, sich mit Naturwissenschaften auseinander setzen? Ist nach Ihrer Meinung Wissenschaft und Glaube etwas gegensätzliches?

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23. Dezember 2008 19:16

@Robin Stern

Mathias Baske (baske)

"Desweiteren gibt es, soweit ich weiß, keine "Komplexitätsentropie" die auf natürliche Weise komplexe Strukturen schafft." --- Ich weiss nicht, ob man sie als das Gegenteil von Entropie verstehen darf (wohl nicht im Sinne der Thermodynamik), aber Selbstorganisation und Emergenz können dafür sorgen, dass in nichtlinearen Systemen neue Eigenschaften entstehen. In einem vorherigen Kommentar habe ich in diesem Zusammenhang Computersimulationen erwähnt, was natürlich gleich als realitätsfern und beliebig abgetan wurde. Aber Beispiele für Selbstorganisation finden sich auch reichlich in der Natur. So weist etwa ein Ameisenstaat eine höhere Komplexität als die einzelne Ameise auf. Oder ein neuronales Netz eine höhere Komplexität als eine Nervenzelle. Deshalb habe ich Probleme mit dem Lieblingsargument der Kreationisten, manche Dinge seien einfach "zu komplex", als dass sie auf natürlichem Weg entstanden sein könnten. Wenn dem so wäre, müsste es eine genau zu bestimmende Obergrenze für Selbstorganisation geben. Und die soll man mir erst einmal nachweisen...

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23. Dezember 2008 15:40

Zufall II

Daniel Löckemann (danielNRW)

Die Evolution ist richtungslos, aber nicht nur zufällig. Das Ökosystem schafft Bedingungen die zur Auslese führen. Die Zufälligkeit zeigt sich dann noch im Detail. So sind komplexe Linsenaugen eben auch mehrfach unabhängig voneinander entstanden.

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23. Dezember 2008 13:02

@Löckemann: Zufall

Robin Stern (kalahari)

Die Evolution ist richtungslos und hängt somit entscheidend vom Zufall ab. Desweiteren gibt es, soweit ich weiß, keine "Komplexitätsentropie" die auf natürliche Weise komplexe Strukturen schafft. Man muss sich auch darüber im Klaren sein, ob man über Mikro- oder Makroevolution spricht. Ich habe die Makroevolution angesprochen, da sich ein völlig neues Organ, das Auge, in einer Art entwickelt. Ich wollte nicht sagen, dass ein einziger Nachkomme in dieser Art auf einmal ein funktionierendes Auge besitzt. Man könnte den Würfelvergleich auf 40 Generationen beziehen, sodass ein Nachkomme genau das richtige Merkmal plus den nächsten passenden Entwicklungsschritt erfahren hat. In diesem Fall würde das einer Serie von 40 Sechsen beim ersten Versuch entsprechen. Diese Wahrscheinlichkeit ist sehr gering(1/(6^40)=7,4*10^(-32)). Lässt man mehrere Nachkommen mit dem richtigen Merkmal zu, die sich wiederum fortpflanzen und ihre Merkmale vererben, wächst die Wahrscheinlichkeit des Auftretens des nächsten, passenden Schrittes. Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wieviele Nachkommen, bei 40 Schritten mit 16% Wahrsch., in etwa nötig wären, muss man sich die Wahrscheinlichkeit des zufälligen auftretens vor Augen halten(siehe vorhergehender Beitrag).

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23. Dezember 2008 11:37

Die offizielle christliche Religion

Rolf-Peter Lacher (Ganbat)

Die Amtskirchen haben anerkannt, dass sie die Ergebnisse der Wissenschaft in ihr Dogmengebäude einbauen müssen; sie haben ohnehin nicht mehr die Macht, der Wissenschaft den Rahmen vorzugeben. Sogar die christlichen hl. Bücher sind Gegenstand der Forschung und diese Forschung hat eigentlich dem Glauben, soweit er Fakten voraussetzte, schon längst den Boden entzogen. Fest steht: das Alte und das Neue Testament sind Menschenwerk und als solches sind sie bestimmt von der Situation der Entstehungszeit und von den Absichten der Verfasser. Und ich will in Deutschland, ohne Angst zu haben und ohne auf Empfindlichkeiten Rücksicht nehmen zu müssen, sagen können: Der Koran ist Menschenwerk. Wer behauptet, ein Engel habe ihn dem und jenem gebracht, ist willentlich kindlich und unwissent. Und wer in selbstverschuldeter Unmündigkeit lebt, hat kein Recht, das Bewußtsein dieser Gesellschaft zu gestalten.

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22. Dezember 2008 14:17

Zufall, Herr Stern?

Daniel Löckemann (danielNRW)

Herr Stern, sie sprechen von der zufälligen Entstehung eines Organs. Aber ein Organ entsteht nicht spontan aus purem Zufall. Es gab keine Menschen ohne Augen,die durch puren Zufall in der Mutation plötzlich Komplexaugen hatten.

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22. Dezember 2008 13:28

Kirche & Evolution

Mathias Baske (baske)

Zuvor wurde behauptet, die "offizielle christl. Religion" entferne sich vom Prinzip der Wissenschaftlichkeit, weil sie die Evolutionstheorie nicht entschieden genug ablehnen würde. Wie bitte? Erst einmal sollte das hier zugrunde liegende Wissenschaftsverständnis überdacht werden. Ausserdem ist das Gegenteil der Fall: Die Kirche entfernt sich nicht von der Wissenschaft, sondern kämpft seit Jahrhunderten ein Rückzugsgefecht nach dem anderen gegen sie. Dabei musste die Kirche Stück für Stück ihrer Deutungsmacht an die Wissenschaft abgeben und im Gegenzug deren Erkenntnisse integrieren. Nur geht es bei der Evolution eben an die christl. Substanz. Wenn jetzt ein Vertreter der Kirche meint, Evolution ließe sich schon irgendwie mit der Schöpfung vereinbaren ("Der Glaube kann die Wissenschaft beflügeln"), lügt er sich selbst in die Tasche - oder er macht einen verzweifelten Versuch, seine Mannschaft im Spiel zu halten. Nein, Evolution und göttliches Mikromanagement beim Artendesign schliessen sich vollständig aus. Letzteres hat sich erledigt. Und wenn eines Tages Neurologen und Informatiker die Entstehung von Bewusstsein im Detail erklären können, wird auch das lächerliche Konzept von der unsterblichen Seele endlich auf dem Müll landen.

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22. Dezember 2008 13:20

Evolution

Robin Stern (kalahari)

Bei der zufälligen Entstehung eines Organs sind mehrere aufeinanderfolgende passende Entwicklungsschritte notwendig. Schätzt man zum Beispiel, bei der Entstehung des Auges, die Anzahl auf 40 passende Entwicklungsschritte, kann man einen untertriebenen Vergleich mit einer Würfelserie ansetzen, in der 40 mal hintereinander eine 6 gewürfelt werden soll. Würde man auf einer Millionen Erden mit jeweils 2 Milliarden Menschen seit 1 Millarden Jahren jeden Menschen jeden Tag 1000 mal 40 Serien würfeln lassen, steht die Wahrscheinlichkeit, dass unter den 10^6 * (2 * 10^9) * 10^9 * (365 * 10^3) = 7,3 * 10^29 Serien eine einzige mit 40 Sechsen ist, bei 1:19. Das träfe zu, wenn es bei der Entstehung des Auges einen passenden und fünf unpassende Entwicklungsschritte gäbe.

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22. Dezember 2008 11:47

Herr Yildiz, wollen sie eine Erklärung?

Daniel Löckemann (danielNRW)

Sie stellen Fragen, lehnen aber die Antworten schon gleich ab. Das ist lächerlich. Eine Fortpflanzung ist nur da möglich, wo die genetische Ausstattung noch sehr sehr ähnlich ist. Alle Menschen auf der Welt sind genetisch sehr sehr eng verwandt, weil es vor wenigen zehntausend Jahren nur sehr wenige Homo sapiens gab, die Nachkommen hatten, die bis heute weiterreichen. Esel und Hauspferd sind genetisch noch relativ eng verwandt, aber eben doch schon zu weit auseinanders. Würde es zwischen Menschen und Affen keine Reproduktionsbarrieren geben, wären es keine getrennten Arten. Also kurz zusammengefasst. Unterschiedliche Umweltbedingungen führen über kurz oder lang zu unterschiedlicher genetischer Ausstattung. Unterschiedliche genetische Ausstattung führt zu Reproduktionsbarrieren und damit zur Entstehung neuer Arten. Der Wind weht, weil die Erde von der Sonne unterschiedlich erwärmt wird.

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22. Dezember 2008 01:42

@Herr Frank Kaiser seit wann haben wir eine Zeitrechnung?

hami yildiz (hamiyildiz)

Was ein Maulesel ist werden Sie wissen, können Sie erklären warum Maulesel sich nicht Fortpflanzen können? Jetzt erzählen Sie mir aber nicht, sie könnten sich nicht fortpflanzen weil sie Hybriden sind, nein das will ich nicht wissen, Sie sollen mir das auf Grund der Evolutionstheorie erklären. Weil nach der Evolutionstheorie der Mensch ja angeblich vom Affen abstammen soll, sollte doch eine Fortpflanzung zwischen diesen beiden Kreaturen auch möglich sein? oder was meinen Sie dazu? Daß es Millionen sogar Milliarden Menschen gibt das weiß ich auch, seit wann haben die Menschen eine Zeitrechnung? Woher wollen Sie dann wissen wie alt diese Erde ist? Erzählen Sie aber bitte nichts von Halbwertzeiten. Überlegen Sie nur, ob der jeweilige Samen oder das komplette Geschöpf (Mensch,Tier Pflanze) zuerst auf die Erde kam? Was ist ausserdem mit den Gezeiten, und den Winden? Was ist mit dem Tag und der Nacht?Mit Physik und Mathematik können wir uns selbst vielleicht versuchen etwas zu erklären, wir werden aber nie dahinter kommen wie alles entstanden ist, wir können nur daran glauben Sie an die Evolutionstheorie und ich an Gott.

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21. Dezember 2008 20:04

Wirklich traurige Einwände

Daniel Löckemann (danielNRW)

Der "Urknall" war keine Explosion im herkömmlichen Sinn, also sind entsprechende Einwände obsolet. Der Vorgang an sich kann mit klassischer Physik nicht erklärt werden, weil es sich um nichtklassische Zustände handelte. Eine umfassende Theorie der Quantengravitation gibt es noch nicht. Also kann es bisher nur Hypothesen geben. Was die Fossilien betrifft, die angeblich fehlen. Fossilien müssen selten sein, weil Leichen fast immer vollständig verwesen. Und von den sehr wenigen Exemplaren, die durch Verkettung von Zufällen nicht verwesen, werden auch nur wenige durch ERosion wieder frei gesetzt, so das man sie finden kann. Aber gut, wer lieber an das unsichtbare Spaghettimonster als Schöpfer glauben will, ist mit Vernunft sowieso nicht mehr beizukommen. Warum solche Leute dann aber mit Scheinargumenten kommen, verstehe ich beim besten Willen nicht

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21. Dezember 2008 18:25

Nur Lücken oder Abgrund?

Erwin Schwartz (e.schw)

Ich halte sowohl die angebliche Evolution der Pflanzen und Tiere wie auch die des Menschen für rein gedankliche Konstrukte, ohne konkrete Beweise. Die Ähnlichkeit des Genoms beweist keineswegs eine gemeinsame Abstammung. Ich gebe zu, wenn es der Wissenschaft gelingen würde, einen mit “Leben” vergleichbaren biochemischen Prozess in Gang zu setzen, hätte ich ein gravierendes Problem mit meiner Weltanschauung. Aber nach meiner festen Überzeugung ist der beobachtbare biochemische Prozess in einer Zelle nicht das Leben selbst, sondern lediglich der Motor, der durch den Treibstoff “Leben” bewegt wird. Und ohne diesen geheimnisvollen Treibstoff wird anorganisches Material niemals zum Leben erweckt werden können. Bei der heutigen Ausstattung der Laboratorien sollte man übrigens annehmen dürfen, dass die Erzeugung synthetischen Lebens machbar ist - und das wäre es auch, wenn der biochemische Prozess selbst das Leben wäre. Sie suchen nach einer Ursachenkette in einer vermuteten Evolution des Lebens? Die braucht es nicht. Das vielbemühte Argument “Gott als Lückenbüßer” geht an der Realität vorbei, denn Lücken gibt’s in der Evolutionslehre nicht zu schließen, denn diese These ist m.E. ein einziges Loch.

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21. Dezember 2008 11:42

Schöpfungsmythen

Mathias Baske (baske)

Wer sich w i r k l i c h ernsthaft mit religiösen Schöpfungsmythen auseinandersetzt, kommt an Ron Hubbards Xenu-Mythos nicht vorbei ;) --- "Aber unsere Vorstellungskraft reicht bei Weitem nicht, uns eine immerwährende Existenz vorzustellen... Zur Frage übrigens, was der Ewige die ganze Zeit über “getrieben” hat, können Sie zumindest indirekte Angaben aus dem AT bzw NT entnehmen" - Offenbar hatten dessen Autoren eine überaus große Vorstellungskraft entwickelt. --- "Wenn AT bzw. NT tatsächlich all die Widersprüche oder gar Lügen enthalten sollten, die den Büchern gemeinhin, selbst von Theologen unterstellt werden, würde das uns zu Abkömmlingen von verrückten Vorfahren machen, die diesen Schriften vertrauten." - Exakt. Glücklicherweise sind die Menschen lernfähig.

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20. Dezember 2008 20:54

Zu "Unglaublich" von Rolf-Peter Lacher

Erwin Schwartz (e.schw)

Wer sich ernsthaft mit der Frage “Schöpfung oder Evolution” auseinandersetzt, wird seine Überzeugung “pro Schöpfung” kaum ausschließlich auf die ersten beiden Kapitel des Buches Genesis abstützen. Nicht ohne Grund haben einige Verfasser der Bücher des AT bzw. NT die Leser denn auch zur Anstellung eigener Beobachtungen aufgefordert - also zur Beschaffung von Fakten, wie wir heute sagen würden. Wenn Sie übrigens die von Ihnen angeführten Schöpfungsmythen, insbesondere den Gilgameschepos mit seinen Schöpfungsaussagen, dem 1. und 2. Kapitel des Buches Genesis gegenüberstellen, wird ihnen die vergleichsweise schnörkellose Darstellung im Buch Genesis auffallen. Dies ist natürlich kein Beleg für einen bevorzugten Platz in der Literatur zur Schöpfung. Sie werden jedoch kein anderes Werk finden, das sich in ähnlicher Weise über Ursprung, Geschichte und Zukunft des Menschen auslässt wie AT und NT. Die Einzigartigkeit dieser Schriftsammlung erschließt sich allerdings erst in einer Gesamtbetrachtung der Aussagen. Natürlich steht neben dem Schöpfungsbericht der in den biblischen Schriften mehr oder weniger direkt indizierte kurze geschichtliche Zeitrahmen immer wieder im Mittelpunkt der Kritik.

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20. Dezember 2008 19:14

@Erwin Schwartz

Mathias Baske (baske)

Herr Schwartz, verstehe ich Sie insofern richtig, als dass Sie nur den Menschen aus der Evolutionstheorie ausgeklammert sehen möchten? Ansonsten müsste ich fragen, wie viele Reisebusse es Ihrer Meinung nach sein sollten? Wenn Sie schon die Anzahl der Belege für die Evolutionstheorie kritisieren, könnten Sie bei der Gelegenheit bitte auch die Belege für den Kreationismus gegenrechnen? (s. "Zeitverschwendung" unten.) Ist eine Annahme etwa "nicht wissenschaftlich", weil sie nicht intuitiv ist (was mancher wohl mit "wider alle Vernunft" übersetzen würde)? --- Die "nicht zu beantwortende Frage nach der Unendlichkeit" stellt sich übrigens nicht unbedingt. Ich habe auf den Widerspruch (ja, es ist einer) hingewiesen, der sich aus dem angeblichen Schöpfungsbeweis der Kreationisten ergibt: Man kann nicht erst auf Kausalität verweisen und dann an einer beliebigen Stelle das Kausalprinzip aufgeben und durch Gott ersetzen. Entweder folgt man seiner Logik konsequent und verzichtet auf eine Erste Ursache. Oder aber, was mir persönlich eher einleuchtet, man hält Kausalität für eine Konstruktion der Wahrnehmung. Womit wir wieder bei der Evolution wären. Für Lebewesen ist es nunmal überlebenswichtig, Wahrgenommenes in kausale Beziehungen zu setzen.

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20. Dezember 2008 14:25

Rolf-Peter Lacher: Die Rolle der Religionen

Erwin Schwartz (e.schw)

Zur Wissenschaftlichkeit der Evolutionsthese mal ein Blick auf die angebliche Abstammungsgeschichte des Menschen: Einige haben die bisher gefundenen Hominiden bzw. einzelne Knochen zusammengerechnet. Danach würden sämtliche gefundenen Individuen in vollständigem und ausgewachsenem Zustand gerade mal zwei Reisebusse füllen. Gestützt auf diese dürftigen Belege den "Werdegang" eines so hochkomplexen Lebewesens wie der Mensch als bewiesen anzusehen, ist nicht nur nicht wissenschaftlich, sondern ist wider alle Vernunft. Aus diesen und anderen Gründen wundere ich mich, dass z.B. der Wiener Kardinal Christoph Schönborn sich lediglich für Intelligent Design stark machte, ansonsten die Evolutionsthese unangetastet ließ. Auf diese Weise entfernt sich die “offizielle christliche Religion” vom Prinzip der Wissenschaftlichkeit. Übrigens ging Aristoteles von der Existenz einer Seele aus, René Descartes bestritt weder die Existenz Gottes noch eine Schöpfung. Wenn AT bzw. NT tatsächlich all die Widersprüche oder gar Lügen enthalten sollten, die den Büchern gemeinhin, selbst von Theologen unterstellt werden, würde das uns zu Abkömmlingen von verrückten Vorfahren machen, die diesen Schriften vertrauten.

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20. Dezember 2008 12:33

Zum Beitrag von Mathias Baske "Nachgefragt"

Erwin Schwartz (e.schw)

Natürlich stellen sich die von Ihnen aufgeworfenen Fragen auch schlichten Gemütern unter den Angehörigen der verschiedenen Religionen. Wahrscheinlich beantworten sich die “Gläubigen” diese oder ähnliche Fragen mit einer Art Zirkelschluss, wie von Ihnen dargestellt. Was ja nicht bedeutet, dass diese Gedanken zu sich im Widerspruch stehen müssen. Zur Unendlichkeit: Wir rechnen mit n-dimensionalen Räumen und transfiniten Zahlen, aber unsere Vorstellungskraft geht nicht weit genug, um sich das bildlich vorzustellen. Übrigens stellt sich die nicht zu beantwortende Frage nach der Unendlichkeit jedem. Man denke an die Unendlichkeit des Raumes; keiner der Versuche, diesem ein endliches Volumen zu geben, war überzeugend. Aber auch die Frage nach der Unendlichkeit der Zeit beschäftigt wohl fast jeden Menschen irgend wann mal. Aber unsere Vorstellungskraft reicht bei Weitem nicht, uns eine immerwährende Existenz vorzustellen. Ebensowenig können wir uns in die Zeitvorstellung einer ewig existierenden Person hineindenken. Zur Frage übrigens, was der Ewige die ganze Zeit über “getrieben” hat, können Sie zumindest indirekte Angaben aus dem AT bzw NT entnehmen - aber an den besonderen Charakter dieser Schriften mögen Sie ja nicht glauben.

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20. Dezember 2008 09:49

@Mathias Baske: Herkunft des Schöpfers

Franz Holzinger (franzholz)

Der Schöpfer ist ewig. Er hat deshalb als einziger, im Gegensatz zu allen anderen Lebewesen im gesamten Universum, keinerlei Herkunft. Aus einem Nichts hätte weder plötzlich noch durch langsame Evolution von selber eine Materie (Masse) oder Energie entstehen können. Das ist Grundlagenwissen aus der Physik (E=m*c2). Es muss also seit unendlicher Zeit Masse und Energie immer dagewesen sein oder auf eine andere unerklärliche Weise erzeugt worden sein. Das lässt sich auch auf das geistige Gebiet übertragen. Es muss immer (seit ewigen Zeiten) ein erster Schöpfer-Geist schon dagewesen sein, oder es hätte ihn jemand (ein Schöpfer) erzeugen müssen. Über das, was der Schöpfer in dieser ewigen vergangenen Zeit außerhalb der Erde getan hat, ist nichts bekannt. Darüber lässt sich nur spekulieren. Die Erklärung über den zufälligen Urknall zur Entstehung des Universums ist nicht nachvollziehbar. Denn eine Explosion zerstört und veursacht Schäden. Es ist keineswegs anzunehmen, dass aus einer zufälligen großen Explosion wunderbare geordnete Dinge wie die Planeten und das Leben hervorgehen. Alle wissenschaftlichen Experimente mit Explosionen bestätigen, dass hierbei immer nur etwas zerstört wird, und nichts Nützliches daraus entsteht.

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17. Dezember 2008 18:12

Die Rolle der Religionen

Rolf-Peter Lacher (Ganbat)

Die Äußerungen von Herrn Yildiz stimmen mich denn sehr nachdenklich. In der europäischen Kultur hat man es endlich geschafft, dass die offizielle christliche Religion das Prinzip der Wissenschaftlichkeit anerkannt hat. Das war ein fast zweitausendjähriger Kampf. Nun aber haben wir es mit Einwandererm zu tun, deren Bewußtsein wieder hinter Aristoteles bzw. Descartes steht und die kulturelle Gleichberechtigung verlangen. Nun soll man wieder solche Albernheiten wie die göttliche Inspiration eines "heiligen Buches" ernstnehmen und all das, was sich daraus ergibt. Ich habe nicht gedacht, dass man sich in Europa noch einmal damit herumschlagen muss.

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17. Dezember 2008 15:14

Nachgefragt

Mathias Baske (baske)

Nachdem ich hier die Kommentare von Seiten der Kreationisten gelesen habe, muss ich sagen, dass jedes Ihrer Argumente im Grunde auf die Aussage "von nichts kommt nichts" hinausläuft. Also brauchen die Arten einen Schöpfergott. Warum Sie dann nicht so konsequent sind, den Gedanken weiterzuführen und die Herkunft des Schöpfers zu hinterfragen, haben Sie bisher nicht verraten. Ich sehe zwei Möglichkeiten... 1. Sie schliessen den Schöpfer ganz bewusst aus Ihrer Argumentation aus. Jede andere Wirkung bedingt einer Ursache, Gott aber ist ewig. Da stellt sich dann natürlich die Frage: Was hat er denn die ganze Zeit über getrieben? Ob die Welt nun 6000 oder 14 Milliarden Jahre alt ist - er hatte vor ihrer Schöpfung schliesslich unendlich viel Zeit. Hat er sich gelangweilt und ein Hobby gebraucht? Hat er das Leben eventuell schon zig mal vorher erschaffen? Übt er vielleicht sogar noch?? 2. Möglichkeit: Eine religiöse Sozialisation schränkt die Fähigkeit zum klaren Denken so stark ein, dass der Schöpfungsgläubige nicht in der Lage ist, einen so offensichtlichen Widerspruch überhaupt wahrzunehmen. -- Also was denn nun? Bitte erleuchten Sie mich.

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17. Dezember 2008 11:19

Herr Yildiz: Wieder mal jemand, der Evolution nicht im geringsten verstanden hat

Frank Kaiser (TheKaiser)

"Sie meinen ganz im ernst daß der Mensch durch die Evolution das geworden ist was er heute ist? Wie soll das gewesen sein?" Durch Evolution: natürliche und sexuelle Auswahl. " Tausende Exemplare von Lebewesen ( ausser dem Menschen) tausende Pflanzen, Steine, Sand, Erde, Wasser , die Luft die wir noch atmen dürfen, all das ist durch die Evolution entstanden?" Nicht tausende, sondern eher millionende. Und nein, Wasser und Luft hat nichts damit zu tun. "Haben sie sich schon mal die Frage gestellt, warum dreht sich die Welt nur in eine Richtung und seit tausenden von Jahren in gleicher Geschwindigkeit?" Was hat das mit Evolution zu tun? Und wieder einmal, völlig falsche Zeitskale: Es sind nicht nur mehrere tausend Jahre.

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17. Dezember 2008 10:55

Atemberaubende Fortschritte?

Erwin Schwartz (e.schw)

Aber mein lieber Herr Löckemann, der synthetisierte DNA-Streifen ist und bleibt totes Material, selbst wenn man das Ding noch um viele tausend Basenpaare verlängert. Leben, das ist es doch, worüber wir uns unterhalten, ist offensichtlich nicht die Folge eines biochemischen Prozesses, sondern dessen Katalysator. Wie oft hat man über ähnliche Erfolgsmeldungen gehört oder gelesen. Am Ende des jeweiligen Beitrags wird dann in einem Nachsatz eingeräumt - natürlich leicht abgedunkelt -, dass man DNA-Stücke, dem Genom einer Zelle entnommen, in den DNA-Strang einer lebenden Zelle eingebracht hat. Einen “atemberaubenden Fortschritt” vermag ich hierin nicht zu erkennen. Übrigens habe ich nicht den Begriff “verschleiernde Fachsprache” ins Spiel gebracht. Doch meine ich, dass es dem Bürger geschuldet ist - als Steuerzahler hat er ein Recht darauf - Forschungsergebnisse, die z.B. seine Gesundheit betreffen, in einer verständlichen Sprache zu vermitteln. Notwendig hierzu ist lediglich ein wenig mehr Raum für Erklärungen. Hat übrigens auch Max Born in seinem Buch “Die Relativitätstheorie Einsteins” eingeräumt.

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17. Dezember 2008 03:06

Wenn man all dem glauben sollte,Herr Kaiser!

hami yildiz (hamiyildiz)

Das mit dem Auto ist ganz schön lustig, Sie meinen ganz im ernst daß der Mensch durch die Evolution das geworden ist was er heute ist? Wie soll das gewesen sein? Erst der Kopf, dann der Rumpf, dann die Arme, dann die Beine oder umgekehrt? Was ist mit den Gelenken? Stellen Sie sich mal die Hinterbeine von Pferden vor z.B., könnten Sie sich das beim Menschen vorstellen? Tausende Exemplare von Lebewesen ( ausser dem Menschen) tausende Pflanzen, Steine, Sand, Erde, Wasser , die Luft die wir noch atmen dürfen, all das ist durch die Evolution entstanden? Haben sie sich schon mal die Frage gestellt, warum dreht sich die Welt nur in eine Richtung und seit tausenden von Jahren in gleicher Geschwindigkeit? Sie wollen Beweise von Gläubigen, wo sind Ihre Beweise? Vergelts Gott.

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16. Dezember 2008 22:38

Unglaublich

Rolf-Peter Lacher (Ganbat)

Wie kann man nur ernsthaft erwägen, der sogen. Kreationismus könnte mit der Biologie konkurrieren?! Worauf bezieht sich denn die Auffassung, das Leben könnte von "jenem höheren Wesen, das wir verehren" geschaffen worden sein? Doch auf nichts anderes als den von einem unbekannten Autor geschriebenen "Schöpfungsbericht", der also diesem Autor durch göttliche Inspiration zugeflogen sein soll. Warum soll aber dieser jüdische Autor den Vorzug vor all den Autoren verdienen, die seit grauer Vorzeit die Entstehung von Leben erklärt haben? Auch aztekische Autoren, oder auch hinduistische oder germanische Autoren haben sich etwas überlegt.Es ist doch mehr als einfältig, wenn man einem semitischen Schriftsteller, der sich wiederum von mesopotamischen Mythen hat anregen lassen, einen Vorrang vor allen anderen Kulturen einräumt. - Was ist auch das für ein Argument, die Wissenschaft könne nicht erklären, woher das Leben komme. Richtig muss es heißen, die Wissenschaft könne es noch nicht erklären. Nur Geduld. Unwissenschaftliche Ungeduld möchte jetzt sofort eine abschließende Erkenntnis besitzen. Das ist doch aber reichlich kindisch.

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16. Dezember 2008 22:29

Synthetisches Leben II

Daniel Löckemann (danielNRW)

In "Spektrum der Wissenschaft" November 2008 war da ein informativer Artikel zur synthetischen Biologie. Wie sehen die Fortschritte dort aus? ZUm Beispiel brauchte eine Arbeitsgruppe in den USA 2002 ein Jahr, um ein 7500 Basenpaar langes DNA-Stück zu synthetisieren. 2003 brauchte eine andere Arbeitsgruppe für ein 5400 Basenpaar langes Stück nur noch 14 Tage. Heute sind solche Aufgaben bereits kommerzialisiert und Firmen verdienen Geld damit. Was nun die "verschleiernde Fachsprache" anbelangt, so unterliegen sie einen Irrtum. Fachsprache soll Sachverhalte und Dinge präzise beschreiben. Das ist mit "Alltagssprache" meist nicht möglich, weil Alltagssprache vieldeutig ist.

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16. Dezember 2008 20:43

Hab ich da was verpasst, Herr Löckemann?

Erwin Schwartz (e.schw)

Glauben Sie im Ernst, dass in Richtung “synthetische Erzeugung von Leben” “atemberaubende” Fortschritte gemacht wurden und die Welt hat davon nichts mitgekriegt? Oder können Sie dem Forum zumindest einen dieser Riesenschritte näher erläutern? Eine weitere Frage: In welchen Werken der so genannten Kreationisten haben Sie “sehr viele lustige Lügen gelesen” , und können Sie so ein lustiges Beispiel wiedergeben? “Behauptungen, die der Laie nicht nachvollziehen kann”: Soll das heißen, dass zur Frage Evolution oder Schöpfung nur der ausgebildete Biologe Kompetenz besitzt? Die bei allen Fachbereichen übliche Verwendung eines Fachjargons erschwert allerdings die Nachprüfbarkeit von Forschungsergebnissen. Dies ist für den Durchschnittsbürger besonders frustrierend, wenn weltanschauliche Fragen berührt werden. Tatsächlich lässt sich aber selbst die Spezielle Relativitätstheorie so plausibel darstellen, dass zu ihrem Begreifen einige wenige Mindestvoraussetzungen genügen.

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16. Dezember 2008 17:26

Synthetisches Leben

Daniel Löckemann (danielNRW)

hat bisher noch niemand erzeugt. Aber man ist ja auch noch ganz am Anfang. Die Fortschritte hier sind aber atemberaubend. Kreationistische Theorien sind nicht wissenschaftlich. Deswegen macht es auch keinen Sinn, daran zu forschen. Und dies ist keine Verschwörung bösere Biologen, sondern ergibt sich schlicht aus den Kriterien der Wissenschaftlichkeit. Meist sind kreationistische Pseudoforscher damit beschäftigt, Laien zu verunsichern, Propaganda zu verbreiten und Fakten zu verdrehen. Ich habe da schon sehr viele lustige Lügen gelesen und gehört. Da werden dann einfach irgendwelche Behauptungen produziert, die ein Laie vielleicht nicht nachvollziehen kann.

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16. Dezember 2008 14:33

Computersimulationen

Paul Franklin (PaulSilas)

Herr Baske, sie führen (wie andere auch) Simulationen an in denen etwas gezeigt werden kann. Dazu sollte jeder wissen, dass eine Simulation ALLES simulieren kann, was man nur möchte, je nachdem welche Parameter vorgegeben sind. Die meisten Simulationen beinhalten unbewiesene Annahmen. Funktioniert die Simulation ist das schön - doch die Annahme muss noch bewiesen werden. Was Komplexität angeht, so gibt es in der Natur Millarden von irreduzierbar Komplexen Eigenschaften. Anschaulich: Eine Mausefalle besteht z.B. aus 7 Einzelteilen. Nehme ich nur ein einziges weg, funktioniert sie nicht mehr. Ich muss also alle Teile auf einmal und korrekt zusammengesetzt haben. In der Natur gibt es nun unzählige Eigenschaften, die nicht weiter vereinfachbar sind. Man muss also annehmen, dass diese Eigenschaften (welche sich aus zig Bauteilen zusammensetzen) in einem entstanden sind, also nicht evolviert. Hinzu kommt noch, dass diese erstmalig auftretenden Prozesse (von denen die Evolution quasi unendlich viele voraussetzt, von denen aber nur wenige erfolgreich sind) sofort abgespeichert werden müssen. Neue DNS muss geschrieben werden. Wer glaubt, dass das alles von alleine aus dem nichts entstanden ist, darf das gerne tun.

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16. Dezember 2008 12:37

Bitte keine Glaubensinhalte, Herr Löckemann...

Erwin Schwartz (e.schw)

Zu Recht schreibt Michael May “Glauben heißt nicht Wissen”. Man braucht kein gerissener Exeget zu sein, um in Ihrem Beitrag Elemente auszumachen, die man in der Tat als Glaubensinhalte werten muss. Sie verwenden Formulierungen wie “...hat die Natur die Zelle erfunden”, “gehabt haben können” oder “vielleicht”. Sie müssen zugeben - was die Wissenschaft übrigens auch tut -, dass zum einen der Ursprung des Lebens anhand der bekannten Gesetze der Physik und der Chemie nicht erklärt werden kann und dass “Leben” nicht - jedenfalls bis heute nicht - synthetisch geschaffen werden konnte, trotz weltweiter Bemühungen. Der Erfolgswahrscheinlichkeit messe ich übrigens den Wert “Null” bei. Nur eine Wissenschaft, die in Wirklichkeit nicht frei ist, verschließt sich Optionen. Natürlich arbeiten besonders Kreationisten, im Grunde auch die Vertreter des Intelligent Design oder andere Kritiker der Evolutionsthese - um mehr als eine These handelt es sich ja nicht - nicht ohne gewisse Grundannahmen. Aber im Gegensatz zur etablierten Wissenschaft gehen sie ausführlich und sachlich auf die Argumente der Gegenseite ein.

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16. Dezember 2008 11:44

Hallo Herr Kaiser!

Erwin Schwartz (e.schw)

Sie scheinen tatsächlich zu glauben, dass Autos “entstanden” sind. Im Übrigen haben Sie ein Statement zugunsten des Intelligent Design abgegeben, auch wenn Sie’s vielleicht nicht bemerkt haben.

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16. Dezember 2008 11:31

Hallo Daniel Löckemann!

Erwin Schwartz (e.schw)

Darf ich Ihnen die Frage stellen, ob Sie jemals ein Werk der Kreationisten, der Vertreter des Intelligent Design oder das anderer Kritiker des Evolutionsgedankens gelesen haben? Übrigens gehen die Standardlehrbücher der Biologie durchaus, wenn auch nur am Rande, auf den Schöpfungsgedanken ein, verfolgen ihn aber regelmäßig nicht weiter. Aus welchen Gründen die Auseinandersetzungen damit bereits im Frühstadium der Ausführungen abgebrochen werden, darüber schweigen sich die Autoren grundsätzlich aus. Kann es sein, dass es die nicht genannten Gründe sind, warum “im wissenschaftlichen Diskurs” (der)...Kreationismus keine Rolle” spielt, wie Sie meinen? Schon die geringste Andeutung, die als “Pro” zum Kreationismus gedeutet werden könnte, schadet der Karriere eines Wissenschaftlers. “Pro” wird mit Ablehnung der Wissenschaft, ja gar mit der Verneinung der Vernunft gleichgesetzt. Man gewinnt den Eindruck, dass das Grundrecht der Freiheit der Wissenschaft und Forschung (Artikel 5 Absatz 3 Grundgesetz) nur für eine Seite gilt. Es mag banal klingen, aber allein der Gebrauch der fünf Sinne reicht aus, um genügend Fragezeichen hinter den Postulaten der Evolutionslehre zu erkennen. Der Beitrag des Herrn Franklin weist diesen Weg.

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16. Dezember 2008 11:24

@Paul Franklin

Mathias Baske (baske)

Danke für das Beispiel Herr Franklin. Gerade in Computersimulationen lässt sich die Entstehung emergenter Eigenschaften gut demonstrieren. Ihr Argument ist, es gäbe in der Natur Dinge, die zu komplex sind, als dass sie "von selbst" aus weniger komplexen hervorgegangen sein könnten. Dann sollten Sie aber bitte auch den Grad an Komplexität nennen, ab dem keine Emergenz mehr möglich ist.

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16. Dezember 2008 08:46

Evolution ist das Gegenteil von Zufall

Frank Kaiser (TheKaiser)

Anscheinend haben hier wieder einmal einige keine Ahnung, was die Evolutionstheorie besagt. Sie haben sich nicht im geringsten damit befasst und nicht einmal in der Schule aufgepasst. Evolution ist kein zufälliger Prozess. Zwar sind die Mutationen zufällig, aber die wichtigen Prozesse: 1. Natürliche Selektion und 2. Sexuelle Auswahl sind eben nicht zufällig. Erhält man einen komplizierten Computercode zufällig, selbst wenn man mehrere 1000 mio Jahre immer wieder diesen zufällig zusammenwürfelt? Wahrscheinlich nicht, aber so funktioniert auch Evolution nicht. Evolution würde Teile des Codes, die sich als nützlich erweisen beibehalten und dann wieder den Rest zufällig gewinnen. So würde man über einen weitaus kürzeren Zeitraum den Code bekommen. Und alles was wir heutzutage haben, entstand aus etwas extrem einfachem. Beispielsweise Autos. Der Anfang waren Steinräder, dann Holzräder,... Genauso verhält es sich mit den anderen Autoteilen. Der Anfang ist also immer etwas extrem einfaches. Kreationismus ist eine lächerliche Behauptung (keine Theorie), welche keine testbaren Prämissen besitzt und einfach nur von ungebildeteten, religionsverblendeten Menschen unterstützt wird.

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16. Dezember 2008 00:08

Evolution und Komplexität

Daniel Löckemann (danielNRW)

Herr Silas, sie stellen da Barrieren auf, die keineswegs so unüberwindlich sind. Sie haben recht, das Komplexität aufzubauen schwieriger ist, als sie abzubauen. Deswegen hat die Natur die Zelle erfunden. Nur was war vor der Zelle? Da kann man nur spekulieren, aber Hypothesen gibt es einige. ZUm Beispiel gibt es anorganische Strukturen, die Vorläuferfunktion gehabt haben können. Vielleicht Gesteinsporen in heißen, mineralreichen Tiefseequellen. Kleine Moleküle gelangen in solche Poren hinein, können sich dort miteinander verbinden und kommen dann erstmal nicht wieder hinaus. Stattdessen bilden sich größere und komplexere Strukturen. Was die Evolution von Computerprogrammen betrifft. tatsächlich hat man schon entsprechende Versuche gemacht. Die Ergebnisse waren verblüffend. Es kam etwas heraus, was viel besser funktionierte, als man erwartete. Und es hatte eine Struktur die kein Ingenieur erfunden hätte.

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15. Dezember 2008 21:10

Glaube ist nicht Wissen!

Michael May (M.May)

Kreationismus ist reiner Glaube, keine Wissenschaft. Die knappe Hälfte der Menschheit glaubt gar nicht an den einen Gott. Dieser wiederum soll bei den Christen Einfluss auf einzelne Individuen nehmen, während beim Islam angeblich Gott (Allah) alles steuert. Wer glaubt, sein Leben allein in die Hand nehmen zu können ist laut Hadith ein Ungläubiger. Kreationisten können gern glauben was immer sie wollen: Sie sollten nur nicht so tun, als sei ihr Glaube Wissenschaft. Das ist und war er nie. Seltsamerweise sollen immer andere beweisen, dass es Gott nicht gibt, während Gläubige behaupten (aber eben nicht beweisen können), dass Gott existiert. Im Alten und Neuen Testament, im Koran, in der Thora, dem Buch Mormon, das Bibelbuch Offenbarung der Zeugen Jehova etc etc seien die Beweise. Es reicht nicht mal für Indizienbeweise, geschweige denn Sachbeweise. Die Inhalte der Bücher widersprechen sich auch noch? Dumme Sache!

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15. Dezember 2008 19:58

Ach Herr Schwartz

Daniel Löckemann (danielNRW)

Da tun sie den Kreationisten aber zuviel Ehre. Im wissenschaftlichen Diskurs spielt Kreationismus keine Rolle, weil es eben keine wissenschaftliche Theorie ist. Klar, wenn wir in unserem DNA-Code den kompletten Bibeltext wortgetreu codiert finden, dann wäre das schon ein echtes Indiz. Die Evolutionstheorie macht aus der Biologie eine Wissenschaft, die über das reine Katalogisieren skuriler Fundstücke hinausgeht. Kreationismus ist Antiwissenschaft. Es verschleiert. Allenfalls ist es ein Vehikel für billige "Gottesbeweise".

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15. Dezember 2008 18:31

RE: Evolution beginnt immer mit etwas extrem einfachem

Paul Franklin (PaulSilas)

Herr Kaiser. Zur der Komplexität einer Zelle (von der sie/ ihreZellstruktur extrem einfach wäre: die Wahrheit ist, dass jede Zelle einen höheren Komplexitätsgrad hat als alles was Menschen je geschaffen haben (Uhren, Computer, u.a.). Doch damit nicht genug. Sie glauben allen ernstes, dass der Weg von der Einfachheit zur Komplexität realistischer wäre als umgekehrt. Genau das Gegenteil ist der Fall. Es ist IMMER wesentlich realistischer etwas Einfacheres aus etwas Komplexen zu erhalten. Genau das bereitet den Evolutionsgläubigen ja so große Probleme: sie müssen Mechanismen aufzeigen, die einen effektiven InformationsGEWINN auf DNS/GEN-Ebene erklären. Anschaulich: Es muss erklärt werden, dass wenn man z.B. einen Computercode (der wesentlich simpler als eine DNS ist) zufällig und ohne Ziel verändert, dass der neue Code neue/bessere Informationen enthält. Dass aber Strukturen, die Milliarden von nützlichen Informationen enthalten, viel wahrscheinlicher durch eine denkende Instanz entstanden sind, leuchtet im Prinzip jedem ein. Oder glauben sie auch, ihre Computerprogramme sind durch zufälliges Zusammenwürfeln von Buchstaben und Zahlen entstanden? Oder ihr Auto durch zufälliges Zusammenfügen von Metallteilen?

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15. Dezember 2008 13:24

Kreationismus - wer zählt alles dazu?

Erwin Schwartz (e.schw)

Die Art und Weise, mit der die etablierte Wissenschaft den so genannten Kreationismus ins wissenschaftliche Abseits stellt, lässt auf eine tiefe Unsicherheit schließen. Dabei steht die wissenschaftliche Qualifikation der öffentlich aktiven Kreationisten meiner Meinung nach der der Evolutionsbiologen in nichts nach. Im Gegenteil. Würden übrigens die Vertreter des Evolutions- oder Entwicklungsgedankens den Kreis jener näher definieren, die der nach ihrer Auffassung unwissenschaftlichen Sicht einer spontanen Schöpfung anhängen, würde sich der Widerstand aus Teilen der Bevölkerung gegen die Wissenschaftsvertreter merklich verstärken. Denn offensichtlich zählen diese zum Kreis der Kreationisten z.B. Christen oder Muslime, die nicht nur aus traditionellen Gründen ihre Weltanschauung - das schließt den Ursprung des Lebens mit ein - aus den Schriften ihrer Religion beziehen. Neben den Kreationisten gibt es auch noch weitere Kritiker der Evolutionsthese bzw. der Abstammungslehre; aus Gründen der Ausgewogenheit hätte Frank Schirrmacher mit ein paar Worten auf deren bedenkenswerte Einwände eingehen können.

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15. Dezember 2008 12:01

Darwins Original

Peter Remmert (premmert)

Es ist der FAZ ein Anliegen Ch. Darwin einen großen Raum im Jahr 2009 einzurichten. Dafür ist den Herausgebern zu danken. Auch wenn die einführende Kommentierung von der gewöhnlichen Unkenntnis zeugt, so bleiben doch der wichtige Hinweis auf die Primärliteratur und eine Würdigung der Person. Ja, es ist das Bekenntnis dieser Zeitung zur Evolutionstheorie, die seit diesem Jahr endlich in einer sehr guten deutschen Ausgabe vorliegt. In Darwins Heimatland wurde mit viel Aufwand sein wissenschaftlicher Nachlass in hervorrangender Weise digitalisiert und online gestellt. Warum das alles? Weil ein rundes Datum vorliegt? Nein, die Evolutionstheorie und Darwin stehen nach 150 Jahren kontroverser, scharfer Auseinandersetzungen besser da denn je. Es ist das Licht in der Biologie.

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15. Dezember 2008 11:14

@Hr. Holzinger

Thomas Berger (tberger)

Zwei knappe Anmerkungen, ohne meinem Namensvetter zuvorkommen zu wollen. Sie schreiben: "Alle Welt-Religionen verbieten es, grundlos Menschen zu foltern und zu töten." Nun ja, "grundlos". Als Grund sehen die Weltreligionen aber oft genug schon an, wenn man einem anderen Glauben anhängt. Und selbst, wenn man Ihrer Aussage ohne diese Einschränkung zustimmte - an das Tötungsverbot gehalten haben sich die Weltreligionen nicht. Zweitens, ich paraphrasiere, schreiben Sie: Wem keine moralischen Vorschriften gemacht werden, der wird sich irgendwann auch nicht mehr moralisch verhalten. Darin stimmen Sie mit einem Freund von mir (aus dem Bereich genetic engineering) überein, der zu sagen pflegte: "man had neither claws, nor teeth, nor poison - he survived solely due to being the meanest motherfucker in the jungle". Ich finde das ein relativ trauriges Menschenbild. Der Mensch soll ohne Befehl von oben keine Freundschaft, keine Liebe, keinen Altruismus kennen? Ich sehe mich persönlich anders, überlasse diese Einschätzung aber jedem selbst...

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15. Dezember 2008 10:37

Nur Moral aus Angst vor einem Gott?

Thomas Frieling (TFrieling)

Herr Holzinger gibt meine Aussage falsch wieder. Natürlich liefern nicht - wie er meint mich interpretiern zu können - "alle Religionen (...) nach Bedarf Gründe für Greueltaten". Es ist auch unbestritten, daß die Kernaussage des Christentums die Nächstenliebe ist. Ebenso unstrittig ist aber, daß Kriege zu jeder Zeit gleichermaßen von religösen wie von nicht religiösen Menschen geführt wurden - und werden. Und Menschen, die keinem Gottesglauben anhängen, jede Moral abzusprechen - das ist eine glatte Unverschämtheit. Der Wunsch nach oder die Vision von einem gemeinsamen gedeihlichen Auskommen ist nicht Ausdruck von Religiosität sondern von Menschlichkeit. - TF

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15. Dezember 2008 09:23

Widerlegung von Thomas Frieling

Franz Holzinger (franzholz)

Thomas Frieling schreibt: "Rechtfertigung für übles Tun finden die Menschen zu allen Zeiten, die Religion hat sie nie davor geschützt sondern immer einen weiteren Grund für Greuel geliefert." Haben Sie denn auch irgendeinen Beweis in der Schublade, für diese ungeheuerliche Behauptung, alle Religionen würden nach Bedarf Gründe für Greueltaten liefern? Das genaue Gegenteil ist der Fall. Alle Welt-Religionen verbieten es, grundlos Menschen zu foltern und zu töten. Und die 10 Gebote schützen davor. Welche Greuel heisst denn das Christentum gut? Thomas Frieling schreibt: "Moral, so schreibt er, könne es nur dort geben, wo man sich an übergeordneter Stelle verantworten muß. Dies ist gleichermaßen unzutreffend wie ungerecht gegenüber den Menschen, die keinem Gottesglauben anhängen." Warum sollte dies unzutreffend oder ungerecht sein? Wer keinen Herrscher oder einen Gott oder eine Gesellschaftsgruppe (philosophische Strömung) oder strenge Eltern, über sich hat, die ihm moralische Vorschriften machen, der muss sich auch nicht moralisch korrekt verhalten und wird es in der Folge irgendwann auch nicht mehr tun. Wer aber diese Unabhängigkeit nicht genießt, muss das tun, was die anderen erwarten.

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15. Dezember 2008 09:03

Darwins Theorie Gegenteil von Hitler

Frank Kaiser (TheKaiser)

Das was Darwins Theorie besagt, ist genau das Gegenteil was Hitler gemacht hat. Aber da hier einige die Evolutionstheorie nicht verstehen, eine kurze Erklärung. Was hat Darwin gemacht? Er erkannt, dass der Prozess der künstlichen Selektion (sprich züchten) auch ganz normal in der Natur vorkommt (natürliche Selektion). Also das was Menschen schon seit Jahrtausenden machen, nämlich bestimmt Tiere und Pflanzen auszuwählen, so dass diese mehr Nachkommen haben, geschieht genauso in der Natur. Hitler hat nichts anderes gemacht, als die uralte Technik "künstliche Selektion" zu benützen. Er hat Menschen genauso wie Tiere gezüchtet. Die, die er haben wollte durften leben, die anderen nicht.

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15. Dezember 2008 08:57

Re: "Aus dem nichts kommt nichts!"

Frank Kaiser (TheKaiser)

Oh je, da hat mal jemand wieder null Ahnung von Bio. Nein, Darwins Theorie erklärt nicht die Herkunft des Lebens und die Entstehung des Weltalls (ebensowenig den Elektormagnetismus, die Gravitation,...). Und weshalb? Weil sie es nicht muss. Die Theorie erklärt einzig und allein die Artenvielfalt. Die Entstehung des Lebens wird von Abigenesis erforscht. A propos "von nichts kommt nichts"- Evolution beginnt immer mit etwas extrem einfachem. Einer Zelle, ein paar Molekülen,...- nie mit etwas Komplexen. Die ganzen Kleinhirne, welche aber einen gott als Auslöser setzen wollen, machen genau das Gegenteil: Sie fangen mit etwas extrem komplexem und extrem unwahrscheinlichem an (dem gedankenlesenden, ausserirdischen, unsichtbaren Diktator mit magischen Kräften).

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14. Dezember 2008 21:34

Kein Glaube (Herr Franklin)

Thomas Frieling (TFrieling)

Herr Franklin, das Mißverständnis besteht darin, daß Sie Glauben und Verstehenwollen in einen Topf werfen. Wer sich mit einer Angelegenheit nüchtern beschäftigt, geht gerade eben KEINEM Glauben nach. Und wenn es zum Wissen nicht reicht, dann nimmt man es eben hin, etwas nicht zu wissen. - TF

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14. Dezember 2008 20:40

Kriterium für eine wahre Evolutionsprozess-Theorie

Rüdiger Kalupner (Ruediger_Kalupner)

Eine wahr Evolutionsprozess-Theorie setzt sich im Evolutionsprozess gegen alle anderen durch - das ist das Kriterium für eine wahre Evolutionsprozesstheolrie. Da die nachhaltige Gestaltungsmacht-Nr.1 im Evolutionsprozess das ist, was man bei uns Kreativität nennt, weil diese Macht-Nr.1 alle konkurrierenden, d.h. konfliktkämpferisch gewachsenen Machtstrukturen immer wieder aufzulösen in der Lage ist, würde eine politische Bewegung, die es zu einer logischen, programmatischen Koalition mit dieser evolutionären Kreativität schafft, eine Innovation darstellen, die alle widersprechenden, politischen Machtstrukturen beseitigt. Wenn man annimmt, dass eine solche Evolutionsprozess-Theorie schon formuliert ist, und eine politische Bewegung sich dieser Erkenntnisgrundlage schon bedient hat, und damit eine Koalition mit der übermächtigen Evolutionskreativität schon zu stande gekommen ist, dann müßten wir vor einem Akzelerationssprung im Evolutionsprozess stehen. Dann kann es nur noch Wochen oder Jahre dauern, bis eine öffentliche Diskussion über diese Tatsachen den Übergang in die evolutionsprozess-logisch folgende Weltordnung (Vorherrschaft des KREATIVEN) auslöst. Tatsache ist, dieser Erkenntnis- und Durchsetzungsstand ist erreicht.

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13. Dezember 2008 23:12

Geschlossene Augen? (Herr TF)

Paul Franklin (PaulSilas)

Sie lesen meine Kommentare, das ist schön. Lesen Sie sie auch richtig? Nirgendswo verschließe ich mich Erkenntnisgewinn. Im Gegenteil. Auch jemand der an Schöpfung glaubt, ist sehr daran interessiert zu wissen, was der Schöpfer so alles in die Schöpfung eingebaut hat. Sie missverstehen scheinbar das Ablehnen von EINER Theorie, welche Daten und Beobachtungen deutet (interpretiert), mit dem Ablehnen der Daten und Beobachtungen als solchen. Wer IHRE Interpretation ablehnt erscheint Ihnen "erkenntnisresistent". Nett, das sie das Beispiel des Apfelbaums nennen. Mich interessiert auch brennend, wer oder was dem "Urapfelbaum" gesagt hat, dass er im Winter seinen Lebenssaft in die Wurzeln ziehen muss, um nicht zu sterben. Sie lehnen a priori ab, dass ein Schöpfer die Welt "in Gang" gesetzt hat. Warum diese Annahme besser sein soll als die gegenteilige, bleibt ihr Geheimnis. Doch genauso wie ich eine Uhr auseinandernehmen kann um zu sehen, was der Uhrmacher so alles angestellt hat, genauso kann ich mich auch neugierig mit der Schöpfung befassen. Mich interessieren daher "die Zusammenhänge" genauso wie einen Evolutionsgläubigen.

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13. Dezember 2008 20:42

Beweise für die Schöpfung (Herr Franklin)

Thomas Frieling (TFrieling)

Natürlich ist es möglich, das alles so gemacht wurde, wie wir es vorfinden, und daß diese Wahrheit sich vor jedem Entdeckungsversuch verbirgt. Das ist aber vergleichbar mit der Frage, warum jedes Jahr im Sommer neue Äpfel an den Bäumen wachsen (oder morgens im Supermarkt die Regale gefüllt sind). Ich kann annehmen, daß ein Schöpfer dies so regelt, oder ich kann mich auf die Suche nach Erklärungen begeben. Wen die Zusammenhänge nicht interessieren, dem steht es frei, die Augen geschlossen zu halten. Er soll aber nicht die eigene Erkenntnisresistenz zum Maßstab für seine Mitmenschen erheben. - TF

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13. Dezember 2008 20:28

Moral der Nichtgläubigen (Herr Pohl)

Thomas Frieling (TFrieling)

Herr Pohl bezeichnet es als offensichtlich, daß Menschen, die "niemandem als sich selbst Rechenschaft schuldig seien, vielen der übelsten Zeitgenossen die hochwillkommene Rechtfertigung für ihr asoziales Tun" lieferten. Moral, so schreibt er, könne es nur dort geben, wo man sich an übergeordneter Stelle Verantworten muß. Dies ist gleichermaßen unzutreffend wie ungerecht gegenüber den Menschen, die keinem Gottesglauben anhängen. Rechtfertigung für übles Tun finden die Menschen zu allen Zeiten, die Religion hat sie nie davor geschützt sondern immer einen weiteren Grund für Greuel geliefert. Und Gemeinschaftssinn, Familiengefühl, Nothilfe und Soidarität sind einem anständiger Nichtgläubigen genauso vertraut wie einem anständigen Gläubigen. Dazu braucht es keine höhere Instanz, der man Rechenschaft zu schulden glaubt. - TF

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13. Dezember 2008 19:29

Zeitverschwendung

Mathias Baske (baske)

Ich unterstelle den Kommentatoren, die an der Evolutionstheorie bemängeln, dass diese nicht bewiesen sei, dass sie eigentlich meinen: "Es ist nicht bewiesen, dass sie wahr ist". Und genau hier liegt m.E. das Missverständnis. Eine wissenschaftliche Theorie ist nicht wahr oder unwahr - sie ist gültig oder sie ist überholt. Man muss nicht an sie glauben, ihre Aufgabe ist es lediglich, bisher beobachtetes zu erklären, überprüfbare Voraussagen zu liefern und damit prinzipiell widerlegbar zu sein. Wird sie widerlegt, muss eine bessere Theorie gefunden werden. Der Glaube an einen Schöpfergott liefert keine überprüfbaren Voraussagen, ist nicht widerlegbar und hat daher nichts mit einer Theorie zutun (auch wenn Kreationisten das Gegenteil behaupten). Deshalb ist es reine Zeitverschwendung, über Schöpfung und Evolution als angeblich konkurrierende Erklärungen zu diskutieren.

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13. Dezember 2008 15:52

Beweise für die Evolution?

Paul Franklin (PaulSilas)

In der ganzen Diskussion über Beweise für oder gegen Evolution sollte man nicht vergessen, dass fast alle Beobachtungen und Daten in höchstem Grade der Deutung unterliegen. Wie interpretiere ich, was ich gesehen habe? Wie deute ich die Daten? So können dieselben Beobachtungen und Daten völlig anders gedeutet werden, je nachdem welche Theorie ich damit belegen will. Wer Schöpfung glaubt, baut dieselben Daten und Beobachtungen in seine "Theorie" mit ein, deutet sie nur anders. Ist für den einen "A" ein Beleg für Evolution, ist es für den anderen ein Beleg für Schöpfung. Daher muss man sehr aufpassen, was man als Beweis ansieht und was nicht. Und bzgl. "dass der Mensch vom Himmel fiel" (Kommentar weiter unten). Erst kürzlich war in der Presse zu lesen, dass ein Kometeneinschlag für das Leben auf der Erde verantwortlich sein. Soviel dazu. Es bleibt dabei: Bisher gibt es nur Daten und Beobachtungen, die pro Evolution gedeutet werden können (oder eben auch durchaus anders). Hinweise. Aber keinerlei Beweise. Wohingegen sich die Hinweise (und Beweise) für einen Schöpfer nicht bloß auf ein Teilgebiet der Biologie beschränken, sondern auf buchstäblich jeden Bereich des Lebens.

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13. Dezember 2008 13:35

Entstehung der Materie

Daniel Löckemann (danielNRW)

Die Evolutionstheorie muss nicht die Entstehung der Materie erklären. Dafür gibt es andere Theorien. Die Evolutionstheorie erklärt, warum sich Arten verändern. Das diese Veränderung zielgerichtet wäre, ist eines der populärsten Irrtürmer.

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13. Dezember 2008 13:26

Sehr geehrter Herr Sohst, schon durch den Kommentar …

Stefan Pohl (friedrich_leipzig)

… von Herrn Ogdan Ücgür (12. Dez. 2008, 19.20 Uhr, »Darwin lesen und erschrecken«) ist Ihre These, daß der Socialdarwinismus ein Mißverständnis sei, ein »Trojaner«, der Darwins Hypothese sozusagen untergeschoben wurde, empirisch widerlegt. Aber selbst wenn sich keine explicit »socialdarwinistischen« Aussagen bei Darwin fänden (und sie finden sich ja), wäre diese Ihre These nicht richtig. Denn das einzige, was »socialdarwinistische« Verhaltensmuster des Menschen (die, wie Sie so schön schreiben, »Maximierung seines eigenen Vorteils zu Lasten seiner Mitmenschen«) bremsen kann, ist eine Moral. Moral kann es aber nur dort geben, wo diese an übergeordneter Stelle verantwortet werden muß. Wo aber niemand ist, der Rechenschaft fordert über moralisches oder amoralisches Verhalten — und genau dies ist ja Kernbereich Darwinscher Doctrin — bleibt als einzige logische Folge tatsächlich nur der »evolutionäre« Kampf von jedem gegen jeden. Es wäre gewagt, zu behaupten, daß Gesellschaften vor Darwin solidarischer gewesen seien; offensichtlich aber ist, daß das Darwinsche Implikat, daß der Mensch niemandem als sich selbst Rechenschaft schuldig sei, vielen der übelsten Zeitgenossen die hochwillkommene Rechtfertigung für ihr asoziales Tun liefert.

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13. Dezember 2008 12:27

Belege für die Evolutionstheorie?

Stefan Milde (StefanMilde)

Die Ignoranz mancher Leserkommentare lässt doch sehr stark wundern. Keine Beweise für die Evolution? Jeder, der in den letzten 10 Jahren eine biologische Fachzeitschrift gelesen hat weiß, dass es unzählige Belege für die Evolutionstheorie aus allen Bereichen der Biologie gibt (Ich bitte nur um einen Klick auf www.nature.com: der momentan erste Eintrag unter "latest news" lautet "the genes that drive speciation"). Wie Herr Löckmann richtig anmerkt ist der Status der "Theorie" die höchste Auszeichnung die einer wissenschaftlichen Idee zukommen kann. Anzumerken, dass es keinen "Fakt" und kein "Gesetz" der Evolution gibt zeigt ledigilich Ignoranz gegenüber des wissenschaftlichen Ideengebäudes. Zu allen Argumenten bezüglich der Unwahrscheinlichkeit des evolutionären Entstehens der heutigen Lebensformen im Angesicht ihrer Komplexität und allen das-Übersteigt-meine-primitive-menschliche-Vorstellungskraft Argumenten bleibt nichts weiter zu sagen als genau das: Der Fakt, dass Ihr Verstand dieser Vorstellungskraft entbehrt hat absolut keine Relevanz bezüglich dessen was wahr ist: Nur weil ich mir die Zigmillionen Schaltkreise auf der winzigen Fläche eines Prozessors nicht vorstellen kann löst sich mein Computer noch lange nicht in Luft auf.

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13. Dezember 2008 10:59

Sozialdarwinismus als 'gdM' (größtes denkbares Missverständnis) Darwins

Wolfgang Sohst (sohst)

Die Aufarbeitung Darwins ist deshalb so wichtig, weil der sog. Sozialdarwinismus sich des Namens dieses großen Mannes bedient, obwohl die dahinter stehende Ideologie nichts mit Darwins Theorie zu tun hat. Der Sozialdarwinismus ist ein echter 'Trojaner': er bedient sich einer fremden Hypothese und missbraucht sie für eigene Zwecke. Er besagt, dass der in Gesellschaft lebende Mensch a) immer und unvermeidlich gegen seinesgleichen um die Maximierung seines eigenen Vorteils zu Lasten seiner Mitmenschen kämpft, und b) dass der Sieger dieses Kampfes über die anderen allein kraft seiner faktischen Überlegenheit auch die moralische Rechtfertigung erwirbt, sie zu beherrschen. All dies hat Darwin nie behauptet. Dass dergleichen krude Ideologien das Gegenteil von Recht sind, ist offenkundig, denn Recht abstrahiert notwendig von der faktischen Macht einzelner Menschen. In Wirklichkeit ist nicht Darwin stark geworden, sondern der Darwin-Trojaner 'Sozialdarwinismus'. Dank an Herrn Schirrmacher und alle, die hier an einer neuen Aufklärung arbeiten.

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13. Dezember 2008 09:40

Aus dem nichts kommt nichts!

Sener Sen (senersen)

Mag sein dass er mit seiner Theorie Recht hat. Leider erklärt seine Theorie nicht die Entstehung der Materie und das ist die eigentliche Frage. Alles basiert auf Annahmen daher bleibt es auch nur eine Theorie und sonst nichts.

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13. Dezember 2008 09:37

Nur eine Theorie

Daniel Löckemann (danielNRW)

Gern wird von besonders gewitzten Menschen darauf hingewiesen, das es nur eine Theorie wäre. Nur gibt es in der Naturwissenschaft keinen höheren Erkenntnisgrad als die "Theorie". Auch Schwerkraft und Elektromagnetismus können in der Physik nur auf Theorien verweisen. Aus diesen Theorien können Gesetze abgeleitet werden. Naturgesetze sind aber nicht höher zu bewerten als Theorien, sondern nur Bestandteile einer Theorie. Nun zur Evolutionstheorie. Es wird behauptet, man könne sie wissenschaftlich nicht beweisen. Oder es gäbe keine Beobachtung der Evolution. Tatsächlich findet man aber immer mehr Belege. Biologen konnten sogar schon Artentstehungen beobachten. Und je länger die Biologen beobahten, desto häufiger werden entsprechende Beobachtungen gemacht. Was macht die Sache so schwierig? Zwei Dinge. Zum einen handelt es sich um multifaktorielle Prozesse. Umweltbedingungen gibt es nunmal sehr sehr viele. Das macht es nahezu unmöglich, in der Natur die Faktoren zu gewichten. Und dann geht es eben immer um Zufall und Wahrscheinlichkeit. Und mit dem Konzept des Zufalls hat unser Intellekt (schon aus evolutiven Gründen) so seine Probleme. Also bitte etwas mehr Demut vor dem Begriff der "Theorie". Das ist mehr als eine Hypothese

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13. Dezember 2008 08:58

kaum zu glauben

Fritz Vandermöhlen (FritzV)

Es gibt eine Ameisenart, die ihr Nest aus einem, oder mehreren, zusammengerollten Blättern fertigt. Diese Blätter sind jeweils um ein Vielfaches größter als eine einzelne Ameise. Um die Blätter zusammenzurollen, bilden die Ameisen im ersten Schritt mehrere "Ameisenketten", also z.B. 5-6 Ameisen, die sich hintereinander, gegenseitig "einhaken". Nur mit Hilfe einer solchen "Kraftkette" sind die "Tiere" in der Lage, die Entfernung zwischen den Blatträndern zu überwinden. Auf diese Art und Weise können die Ameisen nun, mittels mehrerer (!) solcher Gebilde ein Blatt zusammenziehen/rollen, sodaß eine Röhre entsteht. Nur würde das Blatt natürlich sofort wieder in seine Ausgangslage zurückschnellen, würden sich die Ameisenketten in diesem Zustand wieder auflösen. Also müßen die Blattenden noch dauerhaft verbunden werden. Dazu eilen nun weitere Ameisen heran, die in ihrem Maul Ameisenpuppen tragen, welche aus ihrem Hinterleib einen klebrigen Faden absondern. Mit diesen "UHU-Tuben" im Maul verkleben diese anderen Arbeiter die Blätter (Gott gebe, daß es klebe). Ende des Vortrags (s. Holldöbler / Ameisen). Selbst wenn man die Bilder sieht glaubt man es kaum. Evolution? Ich habe damit so meine Schwierigkeiten.

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13. Dezember 2008 03:01

Entstehung der Arten

Daniel Fader (Blaualge)

Ich bin sehr dafür, sich über die Beschaffenheit von Lebenwesen alle möglichen Erkenntnisse zu verschaffen. Aber bitte beobachtbare, reproduzierbare, nachvollziehbare Erkenntnisse (das, was wir Natur"wissenschaft" nennen). Darüber hinaus, also die Erklärung der Herkunft vom Leben, ist bis heute reine Spekulation, egal ob theistisch oder evolutionär begründet, und eigentlich gar nicht Aufgabe der Naturwissenschaften. Ansonsten fangen genau hier "Lehre oder Glauben" an. Dass seit Darwins Veröffentlichungen auch die Vertreter des Schöpfungsmodells ausgehend von tatsächlich wissenschaftlichen Befunden Nachforschungen betrieben haben, die vom Erklärungsniveau dem Evolutionsmodell mindestens gleichwertig sind, ist leider ziemlich untergegangen. Dabei entscheidet Quantität der Forschungen hier nicht zwangsweise über deren Qualität. Niemand muss das eine oder das andere glauben. Niemand kann behaupten, dass das eine "wissenschaftlicher", "wahrer" oder irgendwie "besser" sei als das andere. Für einen jeden, auch für Herrn Frieling, läuft es bisher auf die Frage hinaus "will ich dies oder jenes glauben?" Wer das nicht akzeptieren kann, biegt sich Argumente zurecht, egal für welchen Standpunkt.

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12. Dezember 2008 23:51

Bedeutung noch nicht angekommen...

Harald Obloch (germanlibre)

Die Lehren von Charles Darwin ( und seiner Mitstreiter und vergleichbarer Forscher wie Wallace) haben die Entwicklung der Lebewesen zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit prinzipiell richtig erkannt und dargestellt. Und damit sind jegliche Religionen ad absurdum geführt. Aber von dieser Erkenntnis und ihren Folgen sind wir -auch im "Westen"- noch meileneit entfernt.

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12. Dezember 2008 22:18

Darwins Kerntheorie „Über die Entstehung der Arten" ....

Rainer Maria Schmitz-Winnenthal (rmsw)

...ist aus heutiger Sicht eher als etwas naiv zu werten. Spätestens mit der Einführung einer flächendeckenden "industriellen Produktion/Nutzung" von Lebewesen auf eine Bewusstseinsstufe unterhalb des Menschen, ist Darwin Geschichte :-).

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12. Dezember 2008 21:43

Erkennntnis gewinnen oder was? (Herr Fader)

Thomas Frieling (TFrieling)

Bei der Untersuchung der Entstehung der Arten geht um nicht mehr als den Stand des Wissens und gerade eben nicht um Lehre oder Glauben, Herr Fader. Wollen wir Erkenntnis gewinnen, Theorien prüfen, verfeinern, widerlegen oder wollen wir uns an einen Gedanken, an eine Geschichte klammern und diese ausmalen? Eine Schöpfungsidee hat im Biologie-Unterricht soviel zu suchen wie Raumschiff Enterprise im Physikunterricht: es bleibt eine Randnotiz. Natürlich ist es möglich, daß der Mensch vom Himmel fiel. Für je 10 Euro schreibe ich gerne weitere Schöpfungsgeschichten, die ebenfalls unwiderlegt und ebenso beliebig sind. - TF

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12. Dezember 2008 21:31

Theorie oder Wahrheit

Reiner Gutsche (rgutsche)

Es ist schon erstaunlich wie sehr diese Theorie unsere Gesellschaft beeinflusst. Selbst nach 150 Jahren und Unmengen an Geld und Zeit konnte der wesentliche Kern nicht bestaetigt werden. Trotzdem haelt sich die Theorie. Normalerweise nennt man so etwas Glaube (eine Theorie, die sich nicht beweisen laesst). Es waere doch ehrlich, wenn man dies endlich eingestehen wuerde und es nicht immer nur denen vorwerfen wuerde, die daran glauben, dass die Welt von Gott geschaffen wurde. Nachdem was man inzwischen an genialem in der Schoepfung schon entdeckt hat, bedarf es eindeutig mehr Glaube an den Zufall zu glauben als an Gott. Aber die Konsequenzen sind halt sehr unterschiedlich. Wichtig ist noch zu erwaehnen, dass man die Entstehung der Schoepfung nie im Sinne der heutigen Wissenschaft 'beweisen' kann. Niemand war dabei und der Prozess ist abgeschlossen. Es wird also immer Theorie bleiben, und eben in gewisser Weise Glaube. Sich darueber zu einigen waere schon ein wichtiger Schritt. Dann wuerden vielleicht auch all die vielen pseudowissenschaftlichen Berichte etwas anders lauten, die sich anmassen zu WISSEN wie alles war. Etwas mehr Demut angesichts der Faktenlage und Interpretation waere sicher angebracht.

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12. Dezember 2008 21:04

Auch die "Selektion" ist in der Natur nicht zielgerichtet

Paul Schächterle (paulimausi)

Zitat: "Seit Darwin lernt jedes Kind, dass die Triebwerke der Evolution zufällige Mutation und zielgerichtete Selektion sind." Diese Formulierung ist so nicht richtig. Auch die "Selektion" läuft chaotisch bzw. zufällig ab. Es gibt in der Natur, d.h. ohne den Menschen kaum willentliche Selektion, sondern es stellt sich durch eine zufällige bzw. chaotische Entwicklung ein Ergebnis ein. Erst der Mensch und seine – nachträgliche – Analyse der Entwicklung enthält das Urteil, daß eine bestimmte Art offenbar weniger als andere Arten geeignet war, sich in einer Umgebung fortzupflanzen. Diese "Eignung" läßt sich aber nicht generalisieren. Es handelt sich um ein nachträgliches Urteil und damit streng genommen um eine Tautologie. Das "Ziel" des Überlebens in einer feindlichen Natur hat der Mensch vor allem durch seine Fähigkeit zur Kooperation, d.h. zum kollektiven Handeln erreicht. Der Sozialdarwinismus ist eine unsinnige und kulturlose Ideologie, die die besiegte feindliche Natur durch den feindlichen Menschen ersetzt.

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12. Dezember 2008 19:20

Darwin lesen und erschrecken

Ogdan Ücgür (Ogdan)

Auch wenn es bislang unter wissenschaftlichen Bedingungen noch nie gelungen ist, die Evolutionstheorie zu beweisen, z. b. indem man durch Mutation einen Artensprung hätte beobachten können (z. B. aus einem Amöbe etwas anderes als eine Amöbe zu mutieren), gilt die Theorie immer noch als aktueller Stand der Wissenschaft. Das ist auch gut so, denn sie erlaubt auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft einige Phänomene recht gut zu erklären. Schaurig läuft es mir aber den Rücken herunter, wenn ich in Darwins Publikationen (z. B. aus dem Jahre 1871) lese: "Beide Geschlechter sollten sich der Heirat enthalten, wenn sie in irgendeinem besonderen Grade an Körper oder Geist minderwertig („inferior“) wären. [...] Alles was uns diesem Ziele näher bringt, ist von Nutzen. [...] Wenn die Klugen das Heiraten vermeiden, während die Sorglosen heiraten, werden die minderwertigen (im englischen Original: „inferior“) Glieder der menschlichen Gesellschaft die besseren zu verdrängen streben“. "Es muss für alle Menschen offenecKonkurrenz bestehen, und es dürfen die Fähigsten nicht durch Gesetze oder Gebräuche daran gehindert werden, den größten Erfolg zu haben." Was hätte Darwin wohl zu Hartz IV gesagt?

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12. Dezember 2008 18:58

Schöpfung?

Daniel Fader (Blaualge)

Herr Schirrmacher, Ihr Artikel empfiehlt, Darwins Buch einmal zu lesen. Das habe ich bisher nicht getan. Trotzdem bezweifle ich, dass er die "Schöpfung" als mehr als "sich selbst geschaffen" versteht. Immerhin klingt in Ihrem Artikel durch, dass der "Denker Darwin" wissenschaftliche Beobachtungen anstellte. Dass die daraus entstandene Evolutionstheorie trotzdem nur eine "Theorie" und eben kein wissenschaftliches Gesetz ist, wird m. E. an Schulen nicht deutlich genug gelehrt (mein Pseudonym stammt aus jenem Biounterricht) und auch darüber hinaus vielfach missverstanden. Ich bin gespannt, ob im "Darwin-Jahr 2009" dazu beigetragen werden kann, dass nach jahrhundertlangem Streit der Welterklärer die gemeinsame Faszination an der uns umgebenden Natur mit ihren beeindruckenden Mechanismen zusammen mit der Akzeptanz gleichwertiger Herkunftstheorien vorbei an den Versuchen, eine Theorie als Tatsache hinzustellen, endlich mal in den Vordergrund rücken.

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12. Dezember 2008 18:26

Ungeahnte Ausmaße

Paul Franklin (PaulSilas)

In der Tat haben Darwins Thesen die Welt verändert. Sicher hätte sich zu dem damaligen Zeitpunkt - als man die romantisch-naive Vorstellung hatte, dass sich die Organe und Extremitäten der Lebewesen relativ leicht verändern lassen - niemand träumen lassen, dass es so schwierig werden würde die Theorie zu belegen. Bisher ist es ja noch nicht gelungen zu zeigen, wie genetische Information gewonnen werden kann und somit ein höheres Komplexitätslevel erreicht werden kann. Darwins Theorie hört sich halt gut an, auch in ihren x-fach abgeänderten Varianten. Einzig das Beweismaterial hinkt dem Ausmaß der Gesellschaftsevolution, die die Theorie bewirkt hat, weit hinterher. Je mehr man über die Bausteine des Lebens herausfindet, desto schwieriger scheint es zu werden, sich den gigantischen Zuwachs an Komplexität in den Genen der weiter entwickelten Spezies zu erklären. Vielleicht braucht es mal einen Biologen vom Range Einsteins, der ein wirklich wirkungsvolles Werkzeug für Evolution findet. Bis dahin bleibt es Fermats-Satz der Biologie: Als wahr voraussetzen, ohne die Spur eines Beweises. Fermat ließ sich beweisen - die Evolutionstheorie auch?

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