
Es geht bei der schreienden Armut in Afrika nicht um „zum Teil“-Implikationen (s. Beitrag von Gallisto)– ein übliche Linke Redeweise ist auch „ja aber der Westen tut auch“ – dieses entlarvt, dass die eigentlichen Treiber für die Fehlentwicklung eben NICHT im Handeln des Westens liegen, sondern wie man offensichtlich zugibt, woanders. Die Treiber der Globalisierung sind ja auch eher die Multis und nicht die Administrationen (Bush, Merkel & Co) und wenn man von der 100 grössten Multis ausgeht und die Sünden in Afrika und die Konsequenzen aufzählen wollte, käme man nicht weit. Daher ist der ganze Globalisierungsdiskurs auch ein großes Missverständnis. Und das ein Interesse bei den Administrationen besteht, den Status Quo in bez. Auf Afrika möglichst wenig zu ändern, da stimme ich zu, aber wegen der EU-Argar-Subventionen. Die erwähnen die Linken Hellköpfe nicht, weil sie zum Instrumentatrium des üblichen linken Protektionismus gehören. Afrika ist nicht arm wegen Microsoft, McDonalds, Mitsubishi, Nokia, Siemens .. sondern „auch“ wegen der abgeschotteten europäischen Agrar-Märkte. Wobei primär: Wegen Korruption, Misswirtschaft, mangelnde politische Stabilität, patriarchalische Strukturen usf.

"Und denkt daran die Bilder aufzuheben, evtl ist auch unser zukünftiger Außenminister im schwarzen Block zu finden."
Joschka Fischer hat sich gerade noch rechtzeitig vom Weg der Gewalt getrennt und wurde zu einem der fähigsten Politiker in der Geschichte der BRD - weltweit hoch angesehen und geachtet.
Hier auf Joschka Fischer im Zusammenhang mit diesem autonomen Dreckspack von Rostock abzuzielen, ist nichts weiter als billigste Polemik, mein lieber Herr Dohms. Schämen Sie sich.

Ich kann die Aufregung ja verstehen. In einer Demokratie hat das Volk das Gewaltmonopol an den Staat übertragen. Was macht das Volk aber wenn die gewählten Vertreter nicht mehr die Interessen des Volkes vertreten? In unserem Staat müssen wir erleben, das unsere Politiker in ihrer Überheblichkeit zum einmütigen Entschluss gekommen sind, das dieses Volk die Dinge nicht mehr durchschaut und versteht. Deshalb müssen sie das Volk, natürlich zu seinem Besten, bevormundung. Bespiele lassen sich von Afghanistan über Harz IV bis zur Zuwanderungspolitik quer durch das Alphabet anführen.
Wenn der Staat das Gewaltmonopol gegen sein Volk einsetzt, was soll das Volk dann machen?
Mich verwundert nur, das es bei der offensichtlichen Diskrepanz zwischen Volkswillen und Regierungshandeln so lange ruhig bleiben konnte.
Und denkt daran die Bilder aufzuheben, evtl ist auch unser zukünftiger Außenminister im schwarzen Block zu finden.
Jede Generation muß ihren Weg finden und ich kann nachvollziehen, das sich die junge Generation nicht mehr durch Berufspolitiker und deren Klüngel vertreten sieht.
Das muß doch recht vielen unserer Politiker, die sich jetzt so gegen Gewalt erregen, aus ihrer Jugendzeit bekannt vorkommen.

Frau C. Roth und Herr Thierse & Co. , die jahrein, jahraus so gerne bürgerschaftliches Engagement predigen, um Gewalttätern entgegenzutreten, haben eine Gelegenheit ausgelassen.
In Rostock hätten sie mutig dem schwarzvermummten Mob entgegentreten und, wie sie es so gerne nennen, "Gesicht zeigen" können, aber das haben sie wohlweislich bleibenlassen.
Soviel zu den Themen Glaubwürdigkeit der Politiker und antitotalitärer Konsens...

Ich wüsste keinen besseren Ort zum Protest als den G8-Zaun, da sich die Gruppe der acht reichsten Länder der Erde schließlich auch nicht in Darfur trifft. Köhler konnte auf seiner Reise durch die VR China die Menschenrechtssituation lediglich ‚zur Sprache’ bringen; er besitzt trotz seines hohen Amtes aber keinen Einfluss auf die chinesische Politik. ATTAC müsste konsequenterweise nicht mit der KP Chinas sprechen, sondern mit den internationalen Konzernen, die in chinesische Fabriken investieren und von den Arbeitsbedingungen profitieren. - Wie profitiert der Westen von "Warlords" (Steffan)? Indem sie eine Krisengebiet mit Gewalt stabilisieren, so dass (zum Teil unsaubere) wirtschaftliche Beziehungen möglich sind (Beispiel Bunia). - Es gibt, denke ich, kein wirkliches Interesse der G8 daran, die Welt in eine konfliktarme und wirtschaftlich gerechte Ordnung zu überführen, da dies hieße, ein großes Stück des Zuckerkuchens abzugeben.

Wer brennende Benzinflaschen auf Polizisten wirft, der will, dass die Polizisten sterben. Solche Menschen sind keine Demonstranten, sondern hochkriminell und asozial.
s Pack.
Zweierlei ist jetzt wichtig: Erstens, null Toleranz gegen dieses Pack! Die verstehen nur eine Sprache: Knüppel und Knast. Zweitens: Die überwältigende Mehrheit innerhalb der Linken, die Gewalt ablehnen, müssen die Gewaltbereiten und -tolerierer in ihren Reihen endlich konsequent und kompromisslos zum Teufel jagen, anstatt sie zu tolerieren und zu dulden. Wer Militanz und Gewalt anwendet oder auch nur für vertretbar hält, muss isoliert werden. Schmeisst sie raus aus Euren Zentren, oder geht selber raus und gründet neue Zentren, in denen Gewalt keinen Platz hat - aber kappt endlich in Wort und Tat die Leinen zu den Gewaltmenschen unter Euch. Sonst wird man Euch in Eurer Gesamtheit, auch die Gewaltlosen, nie ernst nehmen.

Die letzten Abschnitte des Kommentars muten seltsam an: Erst wird den friedlichen Demonstranten völlige Ignoranz vorgeworfen, dann folgt eine extrem vereinfachende Begründung für Armut, Hunger, Chaos und Krieg in Afrika. Weil "der Westen" berechtigterweise nicht eingreife, müssten Terroristen, Rebellen, Warlords und Verbrecherbanden geradezu die Oberhand gewinnen. Unterton: 1. Die Afrikaner sind selbst schuld, 2. ihnen ist nicht zu helfen, 3. hoffentlich bringen sie sich irgendwann alle gegenseitig um, dann brauchen wir uns nicht mehr darüber zu sorgen.
Niemand fordert ein steuerndes Eingreifen der G8 oder ihrer Mitglieder in Afrika; zentrale Anliegen sind vielmehr Entwicklungsgelder, Marktentwicklung und -regulierung, private Investitionen etc. Insofern die G8 und andere Staaten am ehesten wirtschaftlichen Einfluss haben, sollten sie diesen verantwortlich nutzen, um Afrika zu stärken und, soweit auf diesem Wege möglich, die skizzierten Probleme zu bekämpfen.
Demonstranten vertreten meist keine klare Agenda, allein, weil der "gemeinsame Feind" am stärksten einigt. Immerhin weisen sie auf Probleme hin, ungeachtet ihrer politischen Schwächen. Sie darum pauschal zu diskreditieren, grenzt an unreflektierten Schwachsinn.

ein beben, ein zittern, geht durch den staat.
der hat provoziert, in den medien, hat indirekt aufgefordert hinzugehen, dagegen-zu-sein wurde richtig, weil hausdurchsuchungen falsch waren uws usf.
ein beben weil, er, der staat, bei solchen gelegenheiten wieder einmal zu spüren bekommt, was viele ausrichten könnnen, und es waren ja nur 40.000?, die sich da trafen.
da muss doch einer wehrhaften demokratie angst und bange werden, eine demokratie, deren höchstes ziel der schutz des privateigentums ist. von diesen, 35000? waren, prozentual wenige gewaltbereit, 2000?, 5000?, und schon zittern in den interviews die stimmen, beben die meinungen über gewaltfreiheit, werden diese polizisten dessen und jene demonstranten dieses beschuldigt.
nein! es ist die reine inzensierung, bei der kühl kalkuliert krawalle dazu gehören. das bringt bürger auf linie - wie konnte die diesen FORD FOKUS anzünden, es hätte meiner sein können- und g8 gegner in rage - die BULLEN haben auf 15jährige mädchen eingetreten-.
jede seite bekommt ihr feindbild bestätigt, und beide zusammen bestätigen das system demokratie, mit schutzfunktion gegenüber dem kapitalismus.
man vergleiche: guy debord; die gesellschaft des spektakels, paris, 1967

Seien wir ehrlich, liebe Weltenverstehergemeinde: Wer hat nicht schon mal eine Heimzahllust verspürt ob der Gebühren, Steuern, Reglementierungen, Merkwürdigkeiten einer Macht, die uns Grenzen setzt, in Schranken weist, uns fordert und nicht selten Frust und Ohnmacht hinterlässt? Der sozialisierte Mensch braucht anderseits Spielregeln, die ihm Freiheit und Sicherheit garantieren. Dass er sich daran gelegentlich reiben will, hat ja nicht nur pubertär bedingte Zügellosigkeit als Ursache. Dass Veranstalter einer Groß-Demo, die den Anspruch erheben, ernstgenommen zu werden, mit einer beispiellosen Naivität ob des schwarzen oder braunen Mobs sich erregt die Augen reiben ob der angerichteten Gewalt, sollte eher nachdenklich stimmen, bevor der nächste Stein sein Ziel erreicht.

Wie krank ist eine Gesellschaft, die schwere Rechtsbrecher "autonome" nennt.

"Der hat aber angefangen!" - "Nein der!" so geht es bei Kindern im Vor- Kindesgartenalter zu - so lassen sich auch jetzt nach den Ereignissen am Wochenende manche bisher gefallene Meinungsäusserungen deuten. Ungeachtet dessen sei ins Bewusstsein gerufen, dass es sich bei den selbsternannten Chaoten um Straftäter handelt, welche das Grundrecht der freien Meinungsäusserung ausschliesslich durch gewaltsame, kriminelle Handlungen ausüben wollen. Dass diese "Öffentlichkeitsarbeit" denjenigen in die Hände spielt, die daran interessiert sind, dass negative Folgeerscheinungen der Globalisierung nicht thematisiert werden, kommt ihnen dabei nicht ins Kalkül.

Ich lese heute in verschiedenen Zeitungen zur Demo in Rostock, dass unter den gewalttätigen Demonstranten auch russische Staatsbürger waren. Daneben sollen bei den Aufräumarbeiten Reizgas-Spraydosen mit kyrillischer Aufschrift gefunden worden sein. Zugleich hebt Präsident Putin in Interviews mit westlichen Journalisten immer gern hervor, dass auch in Deutschland Demonstranten von Polizisten verprügelt werden. Putin ist zwar Teilnehmer des G8-Treffens, ich kann mir aber gut vorstellen, dass die Führung im Kreml durchaus ein Interesse daran hat, wenn der Westen auch seine eigenen innenpolitischen Konflikte mit gewalttätigen Auseinandersetzungen hat.

Weil wir uns Gottseidank in einem Rechtsstaat befinden, wo nur der bestraft wird, der ein Verbrechen begangen hat oder bei dem der begründete Verdacht auf eine Straftat besteht. Alles andere ist nicht mit dem Grundgesetz vereinbar.

Ob der Stein von links oder rechts geworfen wird, weh tut er immer. Also sollte man folgerichtig nach beiden Seiten schauen, wenn man Gewalt erwartet und nicht ein Auge schließen!
Die aktuellen Aktionen geben der Polizei doch Recht. Die Diskussion, ob die Gewaltbereitschaft schon da war oder durch die Polizei hervorgerufen wurde, ist eine scheinheilige DiskussionMann/Frau kann seine Meinung auch gewaltfrei vertreten! Das wäre nach den Polizeiaktionen mal ein Zeichen gewesen.

Ja, genau so hab ich das vor ein paar Tagen kommentiert: Schuld ist der Innenminister und warum nicht sofort die Forderung, er solle gefälligst zurücktreten. Aber dumm gemosert wird, wenn im Vorfeld Maßnahmen ergriffen werden, die der Gewalt vorbeugen sollen.
Mir gefällt ganz bestimmt nicht alles, was dieser Staat (und das sind wir alle) so hervorbringt. Aber mir soll jemand mal eine Alternative aufweisen. Ich kenne keine. Vorfälle wie in Rostok sind in einer Demokratie leider unvermeidbar, wenn nicht gleichzeitig die Rechte der Bürger insgesamt maßgeblich eingeschränkt werden - und genau dafür stimme ich nicht. Ich erinnere an gesetzgeberische Maßnahmen infolge des Terrors in Deutschland in den 70-iger und 80-iger Jahre, die teilweise über das Ziel hinaus schossen.
Mit diesen Chaoten müssen wir leider wohl leben, aber auch aufgreifen, wenn wir ihrer habhaft werden, und sie mit den zur Verfügung stehenden Mitteln verfolgen. Der G8-Gipfel ist für die Chaoten nur der Anlaß zu ranalieren, die Inhalte interessiert diese Typen gar nicht. Den Ehrlichen sollte man zuhören.

Die Gruppe der Gewalttäter ist eher klein. Dies muß eine Gesellschaft verkraften können.

Dieser autonome "Schlägertrupp" ist von Berlin aus mit dem Zug angereist, und hat dann sich in Rostock aufmunitioniert um loszuschlagen. Das dies nicht schon im Vorfeld verhindert wurde ist einfach lächerlich. Es scheint ja nicht einmal auf einem G8-Treffen (also Randale mit Ansage) möglich zu sein, das die Staatsmacht koordiniert vorgeht.
Scheinbar sind im Kompetenzwirrwarr und Deeskalationsstreben solch wichtige Informationen wie das Auftauchen dieser Autonomen untergegangen. Und die kleinen Polizisten vor Ort können die Prügel und die Steine empfangen.
Ich fordere eine gründliche Aufarbeitung und Konsequenzen von dieser lächerlichen Farce.

alles unsinnige "Philosophie" :
Es gibt auf Seiten der "Demonstranten" schlicht weg keine Legitimation für Gewalt .Wort und Plakat müssen eben ausreichen.
Diese Auswüchse des rotlackierten Faschismus gehören mit aller Härte des demokratischen Staates unterbunden!

So so, der Mob von der Straße beansprucht für sich o h n e jede demokratische Legitimation ein Mitspracherecht am Runden Tisch, aber sprechen den gewählten Vertretern aus den Industriestaaten das Recht ab, sich zu Tagungen versammeln zu können. Über so viel Gerissenheit staunt der Laie und der Fachmann wundert sich!
Die üblichen Seltsamkeiten aus dem linksradikalen Lager, zu dem auch so etwas gehört: Unsere Politiker verteidigen ja nur unseren Wohlstandsvorsprung. Ja, ja wir wissen: Die Linken, einmal an der Macht, verteidigen dann nur noch den eigenen Wohlstand als Apparatschiks, die Armut wird ans Volk verteilt...

Die Globalisierungskritiker kritisieren die Globalisierung und den angeblichen "Neoliberalismus", der durch die G-8 Staaten vertreten wird und seit Jahren als Propaganda für die Linksparteien verwendet wird. Die Globalisierungsgegner und die Linkspartei kritisieren die Lebensmittelsubentionen für Exporte nach Afrika und die Dritte Welt sowie die Einfuhrzölle für Produkte aus der Dritten Welt nach Europa. Wenn sich die Linkspartei mal näher mit dem Thema Liberalismus und Freihandel auseinandersetzen würde, dann würden sie wissen, das es beim Freihandel genau darum geht, Außenhandelsbarrieren abzubauen, Einfuhrzölle für Produkte aus der Dritten Welt sowie Lebensmittelsubventionen für Exporte abzuschaffen. Die Linken fordern liberale Thema!

Wenn man Fakten gechickt mit (tw. fragwürdigen) Folgerungen mischt, bekommt man einen gefährlichen, weil glaubwürdig erscheinenden Mix. Herr Lafontaine beherrscht diese Technik recht gut.
Mehr aber auch nicht.

Man sollte doch nicht so negativ mit den "armen" Steinewerfern umgehen, in Deutschland kann man mit so einem Lebenslauf sogar noch Karriere als Bundesaußerminister machen und einen gutdotierten Posten als Uniprofessor in den USA anstreben. Vielleicht sollten diese Ausschreitungen ja nur die Bewerbungen für höhere Posten sein. Vielleicht schafft es ja mal einer zum Innenminister.

Hallo Herr Dietrich,
ledier vergessen, Sie dass der afrikanische Kontinent seit Jahrzehnten von Despotten regiert wurden, die jedoch von den westlichen Ländern untrstützt worden sind. Die Waffenverkäufe, der Zugang zu billigen und wertvollen Rohstoffen war es vielen westlichen Regierungsvertreter viel Wichtiger als die Implementierung von Demokratieprozesse.
Wenn Sie der Meinung sind, dass dem afrikanischen Kontinent geholfen werden soll durch die Beseitigung der korrupten Lokalpolitiker, denken Sie bitte daran, dass demokratische Prozesse niemals mit Waffengewalt durchgesetzt worden sind (z. B. Vietnam, fragliche stabilität in ehemaligen Jugoslavien, Iraq etc können hierzu dienen).
Vielmehr ist Hilfe zur Selbsthilfe gefragt. Das bedeutet fairer Zugang der afrikanischen Länder zu den Märkten der sog. "ersten Welt". Erlaubniss der Entwicklung einer eigenen Industrie und nicht nur die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen. Und aufgrund der gemachten Erfahrung in China mit Entwicklung und Umweltschutz, sollte die herausforderung Afrika auf dem richtigen Weg gebracht werden.
Sollte all das nicht gewollt sein, dann sollte man auch nicht über Krieg und Entfernung von Warlords sprechen.

Ob Protestschilder jemals die Gesinnung und politische Richtung von Machthabern änderten kann die Geschichte belegen.
Nicht die Gesetze oder das Wahlvolk muß sich ändern sondern die Politiker (Machthaber). Sie müssen gehen oder Politik fürs Volk machen.
Vielleicht wird unter diesem Gesichtspunkt der nächste G8-Gipfel zum Volksfest der Nationen - ohne Stacheldrahtzaun - friedlich und fröhlich - mit gefeierten und bejubelten Volksvertretern.

Naja, wen man schon so anreist, daß man vermummt auf die Strasse gehen kann und auch so vorbereitet, ist, daß er die Pflastersteine hat/rasholen kann (ist ja auch nicht sooo einfach mit bloßen Händen)., von den Molotows schweige ich hier mal, der hat eine klare Zielsetzung. Und kann kann man sich noch so tausend mal friedlich verhalten oder versuchen die zu beruhigen helfen wird es nicht. Was mich wundert, daß solche Chaoten dann nicht mit maximal möglichen Strafe hinter Gitter landen. Denn erstmal machen sie es mit Absicht und es sind keine Bagatelldelikte. Würde man so hart daß einmal durchziehen, würde im nächstem Jahr alles ziemlich friedlich verlaufen und allen wäre dann geholfen.

Sicherlich konnte man nicht im Vorfeld absehen, daß es zu einer solchen Massenschlacht zwischen der Polizei und
den gewaltbereiten Chaoten kommen konnte.
Um so mehr muß einem klar sein, das polizeiliche Prävention im Vorfeld des G8 Gipfels notwendig ist.
Friedliche Demonstrationen hingegen sind i.O. und auch erwünscht, kommen auf jeden Fall besser bei den Adressaten an. Auf diesem Weg verschafft man sich Gehör
man kann seinen Unmut artikulieren, und ich glaube auch
die Verantwortlichen zum Nachdenken bringen.
Vor ehrlichen und faktisch korrekten Argumenten kann man seine Augen nicht verschließen, wenn man um das Bemühen eine gerechtere Welt zu schaffen, sein Gesicht nicht verlieren will.
Nun aber zu den Fakten von Rostock.
Lt. meiner Informationen hat sich die Polizei zunächst zurück gehalten, bis schließlich eine nicht unerhebliche gewaltbereite Chaotengruppe die Demonstration an sich gerissen hat und eine zunächst friedliche Demonstration gekippt hat. Für viele friedliche Demonstranten muß daß wie ein Schock gewesen sein. Deshalb muß es den vernünft. Demonstranten in Zukunft mehr denn je wichtig sein, sich von solchen hirnlosen ...löchern zu distanzieren, Strategie ist also gefragt, Chaoten erst gar nicht z. Z. k.

Der Autor muß sich allerdings fragen lassen, weshalb trotz einer Großrazzia, Geruchsprobenspeicherung und ungeheuerlicher Sammelwut der Sicherheitsbehörden 2000(!) gewaltbereite Personen durch die halbe Republik reisen können ohne auch nur im Ansatz gehindert zu werden in Rostock wiederum durch die halbe Stadt marschieren zu können mit Steinen in der Tasche, die auch auf dem Bahnhof in Rostock aufgesammelt wurden.
Der Fisch stinkt jedoch immer vom Kopf her, sagt man an der Küste. Und der Kopf ist nun einmal der Bundesinneminister. Anscheinend läßt sich mit friedlichen Demonstranten besser Stimmung machen.

Wenn Herr Dietrich (sinngemäß) sagt, man könne von den Beamten nicht nochmal verlangen, sich mit Pflastersteinen und Molotowcocktails die Köfpe einschlagen zu lassen, dann hat er doch vollkommen Recht!
Mich verblüfft immer wieder, dass es auch nach Bildern wie in den letzten Tagen Leute gibt, die offensichtlich nicht wahrhaben wollen, dass es asoziale Chaoten gibt, die nichts anderes als die Gewalt suchen. Die keine politische Agenda als die Straßenschlacht haben.
Wenn jemand einen Pflasterstein aus der Straße reißt, um ihn auf Menschen zu werfen oder eine mit Benzin gefüllte brennende Flasche, dann will er den Gegenüber schwer verletzen oder umbringen. Was genau gibt es daran denn zu diskutieren und zu deeskalieren?
Zu fordern, die Polizei solle sich angesichts solcher Typen doch bitte im Hintergrund halten, nicht so zahlreich und bitte, bitte nicht so martialisch auftreten ist doch grotesk.

Afrika ist wie ein Fass ohne Boden, korrupt dazu und die meisten Länder unfähig, etwas verändern zu wollen.
Zur Zeit ist China im Geschäft, profitable Quellen zu erschließen. Afrika erscheint mir wie ein beliebig zu manipulierendes Experimentierfeld, wo Abenteurer und Glücksritter immer noch fündig werden. Wer hierbei auf der Strecke bleibt ist wohl klar.
Länder, die von klugen Präsidenten regiert werden, sind die seltene Ausnahme.
Hier kann man helfen, aber nicht mit Geld.
Aber zurück zum Gipfel. Mir scheint, dass ein Gipfel mit rd. 2.000 Teilnehmernbei 8 Regierungsvertretern mittlerweile schier zu groß und damit unverhältnismässig geraten ist.
Dabei wäre Augenmaß, d.h. Bescheidenheit eher angezeigt
und in der Wirkung nach außen hilfreich. Darüber sollte nachgedacht werden.

Ich verstehe nicht, wie man so naiv sein kann. Es ist doch bekannt, daß Chaoten sich im Umfeld friedlicher Demonstranten verstecken. Das macht diese friedlichen Demonstrate ebenfalls zu Mittäter. Dummheit schützt vor Strafe nicht. Auf diese friedlichen Weltverbesserer die soviel Dummheit besitzen kann man getrost verzichen denn wie will jemand der der so naiv ist und die Taktik der Chaoten nicht versteht die Welt zum Guten verändern ??
Den Dummen gehört die Welt !
Juppo

Natürlich,
sind die Regeln des Westens mit der "3. Welt"
zu überarbeiten, und die Bedingungen vorOrt (z.B. Afrika)auf dem Prüfstand zustellen, aber im Dialog mit allen Parteien und Gruppierungen.
Einige Diskussionspunkte sind mit Sicherheit,
# Agrarsubventionen der G8 Staaten,
# Schuldentilgung,
# Entwicklungshilfe nur zur Unterstützung
eigener Tätigkeiten (z.B. Saatgut anstelle von Brot,
oder Maschinen anstelle von Kleidung und Produkten)
# Kontensperrung aller Dispoten, und Rückführung der
Gelder an die Bevölkerung
# sinnvolles Bevölkerungswachstum und den Aufbau
eines Versicherungssystems (eher ein solidarisches
und faires und nicht unseres)
# Perspektiven, z.B. langfristige Festpreise für Rohstoffe
mit der Bereitstellung unser KnowHow zuteilen.
# Schutz vor aggressiven Investoren
Diese Punkte lassen sich nicht in 8 Tage klären, der 1. offene Schritt, wäre wichtig.
Rostock,
Leider, ist es doch passiert. Da hilft nur, das die friedlichen und sachlichen Demonstranten
sich von den Holligans auch schon während der Demo distanzieren. Damit jede Gruppierung das bekommt, was sie will. Die eine den sachlichen Protest und die andere die Randalle. Naivität und Diplomate hier nicht!
Ciao
realo_FAZ

Ich wüsste nicht, wie Merkel und Bush oder McDonalds oder Microsoft von den 10000-den Warlords profitieren sollten, und was den runden Tisch zur Willensbildung betrifft, warum redet attac nicht mit der chinesischen KP über Arbeitsverhältnisse in chinesischen Fabriken und den Warlords zu nachhaltiger Entwicklung in Afrika. Der Zaun vor Rostock ist leider der völlig falsche Platz für Proteste. Ungeachtet der idiotischen Gewalt.

Egal ob geschenkt oder langfristiger Kredit: woher?

Eine feine Sache Afrika selbst die Schuld in die Schuhe zu schieben, als hätte es Kolonialismus nie gegeben und als wenn der Westen nicht nachwievor davon profitierte. Vor allem die Existenz von Warlords und Despoten von den Resourceninteressen der G8-Länder abzukoppeln ist ein starkes Stück, sind diese Statthalter doch oftmals Garanten zur Erreichung dieser Interessen (allein das sind die genannten "guten Gründe" auf Interventionen zu verzichten).
Auch bezieht sich der Vorwurf der Bevormundung nicht darauf, der Westen leiste zu wenig "Hilfe", sondern fordert Afrika und anderen ausgebeuteten Regionen gleichberechtigten Zugang zu den internationalen Märkten zu gestatten und ermöglichen.
Auch ist es zynisch Kritikern gesellschaftlicher Verhältnisse vorzuschlagen, Mehrheiten zu erringen und einen Satz später zu formulieren, mit solch einer Einstellung ließen sich "zumindest heute" (was soll das heißen? In ferner Zukunft, wenn die Profiteure von heute ihr Auskommen gesichert haben) keine Mehrheiten erreichen. Das sich mit gesellschaftskritischen Bestrebungen keine Wahlen gewinnen lassen, liegt an unsäglichen Kommentaren wie diesem von Stefan Dietrich.

Es ist ironisch, dass ein Rechtsstaat Freiheiten gibt, die eine Minderheit (Autonome) ausnutzt, sich Schlachten mit der Polizei zu liefern. Wir wissen doch alle, dass diese Autonomen sich an Unis einschreiben um fast umsonst zu studieren, sich billig BAFOEG holen, und wenn das Studium zu Ende geht, die ersten sind, die gross Karriere machen - in dem System, dass ihnen alles hinter her geworfen hat. Dieses Pack gehoert zum Torfstechen ins Moor!

Der Autor besticht durch Unkenntnis der Praxis der G8. So sind u.a. deren Lebensmittelsubventionen für Exporte nach Afrika bei gleichzeitigen Einfuhrzöllen für afrikanische Produkte "der" Hauptgrund für eine fehlende solide strukturierte Landwirtschaftsproduktion in Afrika. Europäisches Milchpulver ist dort billiger als die Milch von der Kuh um die Ecke. Dazu übernehmen die Saatgutkonzerne gerade den Markt für Samen und soll mir keiner erzählen, die täten das aus sozialem Gewissen heraus. Mit Warlords hat das nur in sofern zu tun, dass die sich die instabilen Verhältnisse zunutze machen, die durch Kolonialisierung und Wirtschaftskontrolle entstanden sind.
Die Sache hat aber noch einen anderen Aspekt. Reichtum deffiniert sich durch die Armut der andern. Sollange wir an unserem Wohlstandsvorsprung festhaltem wollen, setzt die Politik nur unsere Interessen um.

Die „guten Gründe“ der westlichen Nichteinmischungspolitik liegen eben darin, dass Regierungen reicher Länder von den Despoten und Warlords profitieren. Die G8-Kritiker und Gegner sind gegen eine Politik des wirtschaftlichen und politischen Profits in Armutsregionen und Krisengebieten und gegen eine innerdeutsche Militarisierung, wie sie im Vorfeld des Gipfels stattgefunden hat. Eine gesprächsbereite Demokratie kommuniziert nicht erst über Konfliktmanager mit den Demonstranten, sondern an runden Tischen auch mit Gegnern der G8-Politik, so dass die Willensbildung nicht auf Bundestagswahlen beschränkt bleibt…

Mit fadenscheinigen Argumenten versucht Stefan Dietrich die Forderungen der G8 Kritiker herunterzuspielen.
Er behauptet doch ernsthaft, um die Armut in Afrika zu lindern müsse man die Despoten dort erst gewaltsam entfernen- das wolle doch keiner.
Schlussfolgerung: Weitermachen wie bisher.
Herr Dietrich , mich würde wirklich interessieren wie sie zu dieser Einschätzung kommen konnten!
Sie vergessen, dass es nicht ausschließlich diktatorische Staaten in Afrika gibt.
Sie vergessen , dass Entwicklungshilfeorganisationen erst recht in den meisten diktatorischen Staaten aktiv sind und dort wichtige Arbeit leisten, die unterstützungswert ist.
Für sie scheint Afrika keinen rcihtigen Platz in ihrer geistigen Karte zu besitzen, und wenn, nur einen , der geprägt ist vom Bild der wilden und brutalen Ureinwohner, die mit Geld sowieso nichts anzufangen wissen. Das ist meiner Meinung nach sehr traurig.

Ihr Kommentar entspricht in 100% dem Verlauf der Tage und beleuchtet ausgezeichnet die Zustände der Protestbewegung.
Leider wird immer so getan: ach ihr bösen Buben haltet Euch doch an die Spielregeln. Leider wirken Worte bei diesen Subjekten nicht, da muß Härte greifen.
Solange die Politik und die Medien immer wieder die Sachlage beschönigen wird der Moloch den Kopf immer höher recken.
Tschüss.

Herr Dietrich,
Ihre vorgeschlagene Strategie hatte in Genua zu dem bestimmt auch Ihnen bekannten Desaster geführt.
Die Staatsmacht sollte sich nicht einschüchtern lassen, aber auch bedenken, daß der schieren Zahl von Polizisten eine internationale Truppe erfahrener und skrupelloser Straßenkämpfer gegenüber steht, mit Tausenden von apolitischen, gewaltbereiten Mitläufern. Wollen Sie diese Mitläufer endgültig ausgrenzen?
Auch erschiene es mir wenig clever, diesen Leuten noch ursprünglich friedliche Demonstranten in die Arme zu treiben.

Regeln der Demokratie benötigt man in Rostock..
Sie dürfen nicht, andere beleidigen, den anderen Schaden zufügen und auch das Recht anderer Mit-Menschen berauben.
Diese Regeln nennt man die Grundregeln der Demokratie oder aber auch des Rechts.
Es darf natürlich alles getan werden, was man will; man muss aber die Grundregeln achten u. die gerichteten Fragen in Grenzen der Höflichkeit u. Vernunft beantworten.
Dies gilt auch für die Demonstranten von Rostock. Sie dürfen nicht die Nerven verlieren u. die Grenzen der Höflichkeit überschreiten.
Andernfalss bietet der Rechtsstaat, jedem die Möglichkeit, das Recht zu suchen.
Es kann aber sein, dass manchem Volke die Möglichkeit fehlt, sein Recht zu suchen: in einem solchen Falle, wird natürlich jemand kommen und " im Namen des Gottes" - wie es so im Rechtswesen heisst - helfen, das Recht dieses Volkes zu suchen, aber in Grenzen der Höflichkeit und Demokratie.
Dr. H. Ergun

was ist das bitte für ein Kommentar?
ihre sonst so gut recherchierende Zeitung hat da wohl einiges versäumt!
10.000 von Menschen wollten und haben friedlich demonstriert.
einige hundert wollten gewalt und haben diese bekommen.
die Polizei hat sicherlich mehr getan, als nur passiv Präsenz zu zeigen. wäre sie tatsächlich nur im Hintergund aufgetreten, gegen wen hätte die Gewalt vorgebracht werden können?
Polizei UND Radikale haben die Abschlusskundgebung zerstört
und wieso bitte lassen sich mit den Idealen FRIEDEN, UMWELTSCHUTZ, ERNÄHRUNG etc. keine Wahlen gewinnen?