Bush hat sich auf die Europäer zubewegt

FAZ.NET-Spezial

Der Erfolg von Heiligendamm

Spezial Obwohl es als chic gilt, G-8-Gipfel als überflüssige Spektakel zu bezeichnen, ist in Heiligendamm mehr erreicht worden als viele erwartet hatten. Sogar bei einem Thema, das gar nicht auf dem Programm stand. Ein Hauptverdienst kommt Präsident Bush zu, meint Günther Nonnenmacher.

Lesermeinungen zum Beitrag

13. Juni 2007 23:27

@Sehr geehrter Herr W. Richter, ich glaube Sie sehen nur "Rot". Als Demokrat

Sophia von Harsdorf (zickezacke)

sind Sie sehr aufgeregt, wie wir. Die Rede ist über ”Green”- Organisationen, die ständig bei ”Rot” über die Strasse gehen. Jetzt waren sie auch zu Wasser u. in der Luft aktiv. Nur die Vögel dürfen solcher Freiheit sich erfreuen. Diese Greens waren nur Narren, die kein Bewusstsein ihrer Taten u. der Konsequenzen davon haben. Kommen wir aber zum "Einzelgänger". Hier sehe ich es, wie Sie. Was wollen wir machen Hr. Richter? Bei jedem anderen Teamspiel hätte er schon längst die ”Rote Karte” gesehen. Hier gilt aber leider auch nur eins: Eine Gute Miene zum bösen Spiel. Wir sollen nur froh sein, dass diese Frau dieses Spiel spielen kann. Als Ex-DDR-Bürgerin versteht sie die Mentalität u. die Seele der ehemaligen Herrscher. Es heisst nicht von ungefähr, dass ein ”Wolf” zwei Seiten hat. Eine menschliche, bürgerlich-angepasste und eine steppenwölfisch-einsame. ”Die mongolischen Viehzüchter sehen im Wolf einen Adoptivsohn von Tengri, dem Himmel – der höchsten Macht im Kosmos. Die Tiere verkörpern für sie alle Fähigkeiten, die man für den harten Überlebenskampf in der Steppe brauche - auch der Mensch. In ihrer Gewitztheit, ihrem Mut und ihrer Geduld sind sie unschlagbar, ebenso aber auch in ihrer Aggressivität, Unbarmherzigkeit...". Erbarmen!

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13. Juni 2007 04:37

Der politisch motivierte Mord...

Werner Richter (Prof_Richter)

...folgt auf friedliche Sitzblockaden. Interpretiere ich die Zeilen zu "begrenzten Regelverletzungen" so richtig?
Falls ja, dann muss auch Ihnen als denkenden Menschen klar sein, dass eine solche These jeglicher - aber auch wirklich jeglicher - Grundlage entbehrt und das Gegenteil richtig ist.

Solche Aussagen können nur noch als plumpester Propagandaversuch unter Boulevadniveau gewertet werden. Sie erwarten nicht ernsthaft, dass sich gebildete Menschen auf solche Thesen einlassen, oder?

Geht es vielleicht darum, einen teuren und in weiten Teilen gesetzeswidrigen Polizeieinsatz zu rechtfertigen, nachdem klar wurde, dass er der Sicherheit der Staatschefs in keiner Weise gedient hat? Das war nämlich daran ersichtlich, dass sich ein russischer Oppositioneller problemlos in deren nächste Nähe schmuggeln konnte, ungeachtet der 16.000 Beamten die außerhalb des Zauns manövrierten.

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11. Juni 2007 23:56

Wir waren ein "Bisschen" GEMEIN, aber wir haben GEMEINSAM die Sau durch´s "Welt-

Sophia von Harsdorf (zickezacke)

dorf" getrieben! Die GEGENGIPFLER klopfen sich nun auf die Schulter. Sie haben es geschafft, im Hauptartikel mit einem Satz erwähnt zu werden. Wir sind auch wer, wohl wahr! Warum sollten nur die G-8-Grossen, o. sonstige Grossen ihre ”Profil-Neurosen” auf unseren Kosten ”auskurieren” lassen? Ich bin mir allmählich zu schade, einzeln auf die ”Erfolge” dieses Gaukler-8-Gs einzugehen. Die Profis können es, nach bestem WISSEN u. ruhigem GEWISSEN, weiter machen. Etwas anderes hatte mich tatsächlich sehr bewegt u. gerührt. Es mag sein, dass mich generell die Vogelperspektive zur Zeit sehr beschäftigt. Dieser Blick hat auch immer mit einbisschen Menschenverachtung zu tun. Ja, weil der Mensch, immer noch, als die Krönung der Schöpfung, sich betrachtet. Manche sehen es mehr u. manche sehen es weniger so. Unter den Bildern, war eins, dem viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Es zeigt zwei umbekümmerte Finken auf dem Stacheldraht des Sicherheitszauns in Heiligendamm. Wenn nun die Wissenschaft recht haben sollte, die Vögel von heute, sind kleine Dinosauier von damals. Ich denke immer es gibt irgendwo eine Macht. Ich vermute sie aber nicht unter den Menschen. Glauben tue ich lieber an den Weihnachtsmann, der hat uns noch nie enttäuscht!

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09. Juni 2007 22:39

Chic ist das Establishment und hungrig das Elend

Stephan Krubert (EPU_Deutschland)

Erfolg !?

Der Aufwand, der für dieses Veranstaltung nötig war
rechtfertigen die Ergebnisse keinesfalls.
Was nutzt eine vage Zusage des amerikanischen Präsidenten?
Hat die US-Regierung die UN respektiert als es um den "Irak Krieg" ging?
Nein, dieser Krieg wurde mit einer Lüge legitimiert und die Idee der UN wurde penetriert. Welches Vertrauen können wir Europäer da noch haben, sollten wir haben?
Die versprochenen Summen sind in Anbetracht der Einwohnerzahl Afrikas (929 Mio) lächerlich. 43 Milliarden EUR bis 2013. Das sind Centbeträge pro Kopf und Monat, die da auf das Elend ausgeträufelt werden sollen.
Das als Erfolg zu feiern, kann wohl nur noch mit Selbstbetrug erklärt werden - oder bösartigem Kalkül.
Letztlich ist das medienwirksame Propaganda, billiger Wahlkampf, Iszenierung von Eitelkeiten.
Mir ist auch unklar worüber Fr. Merkel immer so lächelt.
Das ist schon fast authistisches Gehabe. Kein Gefühl mehr für die Umwelt, nur noch Antrieb für den persönlichen Erfolg.
Jetzt auch den G8-Demonstranten den schwarzen Peter zuschieben zu wollen, das hat die gleiche Dimension wie die Schuld an Wirtschaftmiseren bei Hartz 4 Empfängern zu suchen. Schuld ist eben immer der Ermordete.

Stephan Krubert EPU








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09. Juni 2007 19:45

Übertreibender Autor:

Gustav Lebeding (Lebeding)

"Auch wenn Bundeskanzlerin Merkel, was die Verbindlichkeit der Beschlüsse angeht, ein wenig übertrieben haben mag, wird sie mit „ihrem“ Gipfel doch zufrieden sein. Diese Veranstaltung schreibt Frau Merkels gute außenpolitische Bilanz fort; jetzt fehlt nur noch ein erfolgreicher Abschluss der deutschen EU-Präsidentschaft." Nonnenmacher

Und wenn es keinen konkreten erfolgreichen Abschluss geben sollte, Herr Nonnenmacher, dann werden Sie schon einen erfinden und zurechtschreiben können. Merkels Worte, es gebe keinen sofortigen Erfolg, aber man müsse einfach anfangen, etwas zu tun, legen Sie einfach so aus, als sei sie ja ach so bescheiden und sehe ja gar nicht, ach wie großartig der Gipfel doch eigentlich gewesen sei.

Herr Nonnenmacher, Ihre Fanatsie und Ihr Optimismus in allen Ehren, aber ein wenig Ratio und Realitätssinn stünde auch Ihnen gut zu Gesichte.

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09. Juni 2007 16:58

Ein überflüssiges Spektakel ??

Joachim Fromberger (Fromberger)

Naja, ich sage mal so, es dient zumindest dem Ablassen heißer Luft seitens der Politiker als auch seitens der Kritiker.

Ein wirkliches Interesse an der Sache wird lediglich vorgetäuscht, und man wird bis zum nächsten G8-Gipfel auch nichts weiter sehen und hören, sowohl von der einen als auch von der anderen Seite !!

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09. Juni 2007 11:24

Wunschdenken

Norbert Brand (Jirmejahu)

Abwarten Hr. Nonnenmacher,
was von den eh vagen Sprüchen konkret herauskommt.

Amerikanischen und europäischen Konzernen wurden bereits vorher überteuerte Medikamente und sogenannte Hilfsgüter in Milliardenhöhe als "Afrikahilfe" abgekauft. Wurde die Klimadiskussion bisher nicht "ernsthaft" behandelt? Mr. Bush fand Hr. Putions Vorschläge schon immer "interessant" oder etwa nicht?

So, what´s the news?

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09. Juni 2007 10:54

Liebe Leute,

egon soppe (egonsoppe)

wie soll denn das Weltklima gerettet werden?
Erst einmal ist nicht einmal erwiesen, daß die Menschen schuld an Klimaänderungen sind. Wir hatten in Europa schon Eiszeiten und subtropisches Klima ohne Menscheneinfluß.
Selbst wenn die Menschen das Klima beeinflussen und wir in der westlichen Welt den CO2-Ausstoß sofort halbieren würden, könnten wir die Klimaänderung nicht verhindern.
Die Bevölkerungsreichsten Staaten, China und Indien, stehen noch vor ihrer Industrialisierung und selbst wenn wir denen die modernsten Filteranlagen schenken würden, wird sich der Emmisionsausstoß in den nächsten Jahren drastisch erhöhen, das ist nicht zu verhindern.
Wir Menschen müssen also mit Klimaänderungen fertig werden, ob mit oder ohne Schuld und das werden wir schon schaffen. Seien wir Optimisten und denken wir an Ananas und Apfelsinen in unserem Land.
Und Afrika können wir mit Geld auch nicht retten. Wenn die nicht in die Gänge kommen, wie es Indien, China, Korea und andere ihnen vormachen, dann ist denen nicht zu helfen. Nur die Arme ausbreiten und den Freßnapf hinhalten, das geht auf Dauer nicht. Hier hilft nur Eines: Fördern und fordern.
Egon Soppe

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09. Juni 2007 08:56

Merkel wird gelobt, Bush hat sich durchgesetzt

Bernd Stroeher (Faustus34)




Trotz Jubel für Merkel, bei näherem Hinsehen zeigt sich, dass die Linie Bush sich beim Thema Klimawandel weitgehend durchgesetzt hat.

Im Schlussdokument wird nur einmal Kyoto erwähnt, als Nach-Kyoto. Angesichts der Tatsache, dass nur 2 Länder ihre Reduktionsverpflichtungen nachkommen, ein wesentlicher Fortschritt. Dagegen ist der Energieeffizienz ein ganzes Kapitel gewidmet.

Wichtige Beschlüsse

Zitat Schlussdokument: “Maßnahmen nur dann, wenn zugleich wirtschaftliche Verwerfungen vermieden werden. “

“Die Bewältigung des Klimawandels muss so erfolgen, dass Wachstum in den Entwicklungs-, den Schwellen- und den Industrieländern unterstützt wird und zugleich wirtschaftliche Verwerfungen vermieden werden.”

Und

“Die Verbesserung der Energieeffizienz weltweit ist der schnellste, nachhaltigste und billigste Weg, die Treibhausgasemissionen zu verringern und die
Energiesicherheit zu erhöhen.”

Dies ist genau die Zielsetzung, die die USA, China, Indien, Süd-Korea, Japan und Australien mit der “ Asia-Pacific Partnership “ verfolgen. CO2-Reduzierung durch modernster Techniken, nicht durch Plafondierung wie im Kyoto-Prozess.

Und unter 76 :” Noch ein schönes Bekenntnis zur Kernenergie.

Das wird die SPD freuen.

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09. Juni 2007 08:38

Erfolge, die man herbeireden muß, sind in Wirklichkeit Mißerfolge!

Jerry Stiller (JerryStiller)

Frau Merkel ist von Herrn Bush vorgeführt worden und sie hat Unterwürfigkeit demonstriert.

Mein Beileid an Deutschland.

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09. Juni 2007 08:37

Identität des Weihnachtsmanns gelüftet?

Wilhelm Friedrich (WillyF)

Werter Nonnenmacher, FAZ-Leser sind so kritisch, dass sie in der Tat schon lange nicht mehr an den Weihnachtsmann und andere Märchen glauben.

Wenn man allerdings Ihren Artikel liest, könnte man meinen, Sie wollten mit Ihren unkritischen Feststellungen zu angeblichen Erfolgen des G8-Gipfels dem Weihnachtsmann mächtig Konkurrenz machen.

Oder - mir fällt es wie Schuppen von den Augen - sollten Sie gar selbst der Weihnachtsmann sein, dessen Existenz von interessierter Seite seit Jahrhunderten hartnäckig geleugnet wird? Bitte outen Sie sich, damit wir wieder an etwas glauben können - und sei es auch nur an die Richtigkeit Ihrer Feststellungen zum G8-Gipfel. ;-)

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09. Juni 2007 07:26

Wo bleibt die kritische Presse?

Carl Proudfoot (proudfoot)

Aufgabe der Medien sollte es sein, den 'Gipfel' (der Unfähigkeit, zu wirklichen Lösungen zu kommen) kritisch zu begleiten.

Wo bleibt die Kritik?

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09. Juni 2007 03:12

Hurra, der Strassenkreuzer bleibt

Matthias Weiss (Weiss13)

Natuerlich haetten wir hier ueberm Teich einen westdeutschen Klassiker lieber gehabt, also das die BRD alles zahlt, wegen Traumtaenzerbegruendungen. Wie sonst immer. Aber mit dem "Erreichten" kann man leben. Mein Lincoln am Wochenende bleibt mir. Schoen, dass Merkel soviel "erreicht" hat. Leider koennen Sie liebe Leser nicht sehen, wie ich mich gerade amuesiere. Koestlich!!!

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09. Juni 2007 01:47

Ein wenig Nuancen, bitte

Harald Bollbuck (haboll)

Ein Jubelkommentar sei jedem erlaubt, die FAZ ist nun einmal kein linkes Zentralorgan, doch zu diesem zumindest medial wichtigen Ereignis könnte sie sich auch einen kritischeren zweiten Beitrag leisten. Der abschließende Satz von Herrn Nonnenmacher ist schlicht absurd, sollte er sich nicht auf Steinewerfer direkt beziehen, sondern alle Demonstranten am Zaun dieser möglichen Konsequenz zeihen. Sie handelten eher den Gesetzen medialer Inszenierung entsprechend. Einst sprach man in solchen Fällen von Formen des zivilen Ungehorsams, ohne die Keule der Kriminalisierung herauszuholen. Menschen, die angesichts durchdringender Medienmacht und globalisierter Wirtschaft ihre Sorge um den Erhalt einer gesellschaftlichen Öffentlichkeit und sozialer Rechte artikulieren, gehören nicht gleich einer neuen RAF an, sondern haben vielleicht eher eine nostalgische Sehnsucht nach der alten Bundesrepublik. Etwas mehr Differenzierung, bitte. An H. Dünnhaupt: was ist an Bush's Vorschlag solide? Das Unverbindliche? vielleicht erachten wir es irgendwann einmal für nötig zu überlegen, etwas tun zu wollen. Das ist allerdings wirklich humorvoll. Genauso wie der Umstand, daß der Klimaberater von Frau Merkel dem Vattenfallvorstand vorsitzt - lt. FAZ!

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09. Juni 2007 00:58

Ja

botho von senger (bothoben82)

show-gipfel:1 mio mal besser als 1., 2. Weltkriege
politiker: so groß und herrlich wie manche verlangen (grönemeyer) kann kein mensch sein
politik: wahrscheinlich kann es keinen schwierigeren job geben, hochachtung; aber: die einfachsten dinge sind die schwierigsten, und die (vorgeblich) schwierigsten haben einfache losungen
heiligendamm: es tut mir leid und ist auch blöd, aber diese (schwedische) Marineboot: most fascinating!
+ die bilder der demonstranten und manga-polizei im kornfeld, hätte man nicht besser erfinden können
ergebnisse: alles ist prozess, entwicklung, rückschritt, stillstand, plötzliche einigung...
was leitet uns? was muss uns leiten?-
hier im westen-bislang: christliches weltbild -
sonstwo: menschen sind überall vollkommen gleich! -leider ist das so, aber das ist auch das schöne!!!

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08. Juni 2007 20:56

Weihnachtsmannsyndrom

Luise Matthes (luiauswb)

Wer glaubt, dass die theoretischen Beschlüsse aus Heiligendamm mit späteren praktischen Aktionen übereinstimmen, der glaubt nicht nur an den Weihnachtsmann, sondern auch daran, dass er nicht kommt, wenn ich heute nicht ordentlich aufesse.

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08. Juni 2007 20:52

Jeder Aufwand gerechtfertigt

Martin Heck (mheck82)

Jeder Aufwand des Gipfels ist gerechtfertigt. Nur weil die Leute Regierungschefs sind, heisst das doch nicht, dass sie nicht in Heiligendamm tagen duerfen, wie das andere auch duerfen. Wenn eine politische Demonstration oder sonst eine Versammlung entsprechend gefaehrdet waeren, wuerde ich da erwarten, dass die Polizei das schuetzt; und zwar ohne nach den Kosten zu fragen. Sonst kann man gleich darauf verzichten, die Polizei vom Staat zu bezahlen und jeder, der in Gefahr ist muss halt selber zahlen.
Letztlich sind es die Demonstranten, die den groessten Teil der Kosten verursachen, in dem sie den Einsatz tausender Polizisten und den Bau eines Zaunes noetig machen, nicht die Regierungschefs.
Daher bin ich der Meinung, dass unabhaengig von der Hoehe der Kosten und selbst ohne irgendein Ergebnis diese natuerlich berechtigt sind, um die Grundrechte der Regierenden zu schuetzen; auch das sind Menschen.

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08. Juni 2007 20:13

Erfolg ...

Andre Klein (AndreK)

Zunächst hat mir die konsequente Haltung von Fr. Merkel gefallen. Sie hat versucht im Vorfeld genügend Fäden zu ziehen, gegen die selbst eine starre Haltung der USA nicht bestehen konnte. Respekt! (Erfolge werden vorbereitet nicht aus dem Ärmel geschüttelt) Ich möchte mir nicht ausdenken, wie das Ding mit Basta-Schröder gelaufen wäre.
Dennoch: Ob die Festschreibung von Klimazielen - oder auch nur das Bekenntnis dies in Betracht zu ziehen - wirklich eine sinnvolle Maßnahme ist, wird die Zukunft zeigen. Häufig enden numerisch definierte Ziele mit lähmendem Bürokratismus.
Ich hätte nichts dagegen, wenn man es versuchen würde, den Klimaschutz mit motivierenden, kreative Ideen fördernden Methoden voranzubringen. Dazu muss man die Wirtschaft ins Boot holen. Denkanstöße dazu erhoffe ich mir eher aus den USA und Frankreich. Ansätze dieser Art würden auch in China und Indien schnell als Hebel für weiteren wirtschaftlichen Erfolg erkannt.
Andre Klein

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08. Juni 2007 19:51

Staatliches Gewaltmonopol und mehr Realismus

Bernd Michalski (michalski2)

Danke für die Bewertung.
In der Tat, da ist eine Menge erreicht worden; ich halte die Zugeständnisse der USA beinahe für sensationell.
Die "chicen" Vorbehalte gegen solche Veranstaltungen sind m.E. tendentiell demokratiefeindlich - denn in der Demokratie wird Politik nun einmal betrieben, in dem Menschen "nur" miteinander reden -, noch dazu sind sie etwas amateurhaft: Internationale Diplomatie war immer schon mühsam und langwierig.
Eigenartig, dass gerade die Kritiker, die G8-Gipfel für zu aufwändig halten, selbst so einen monströsen Demo-Aufwand betreiben und damit die Erwartungshaltung ganz absichtlich über jedes Limit treiben.
Sehr bedenklich: Die Selbstverständlichkeit, mit der "Demonstranten" ein albernes Katz- und Maus-Spiel mit der Staatsmacht treiben und dabei das staatliche Gewaltmonopol hintertreiben. Haben diese Leute nicht verstanden, dass der zivilisierte Rechtsstaat von eben diesem Gewaltmonopol abhängt? Damit spielt man nicht so rum.
Dass die "Autonomen" sich ihr proto-terroristisches Spiel erlauben können, ist erschreckend. Dies ist kriminelle Gewalt, mit der Wahrnehmung von demokratischen Grundrechten hat das nichts zu tun.

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08. Juni 2007 19:28

Heiligendammer "Erfolg"

Bernard MARCHOIS (couternon)

Herr Nonnenmacher pflegt offensichtlich einen sehr starken Optimismus. Er freut sich wahnsinnig, dass Herr Bush schliesslich einsieht die Erde wäre rund und es um 12 Uhr Mittag wäre. Welch enormer Erfolg! Für wann die Reduzierung der Treibhauseffekt Gase in den USA? Nicht morgen? Aha! Später dann, aber man weiss nicht genau wieviel später. Und dann Afrika. Fein! Es wurde viel versprochen...aber bei den vergangenen G-8 Gipfeln wurde ebenso viel versprochen. Und nicht gehalten! Ein bisschen Realismus hätte in diesem Artikel nicht geschadet. Denn Bushs Loblied kann ich auch im Wall Street Journal lesen.
bernardmarchois@wanadoo.fr

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08. Juni 2007 18:55

Günter Nonnenmacher findet alles Gut, was aus dem wahren Reich des Bösen kommt!

Dietrich Wollheim (tillwollheimgmx.de)

Lieber Günther,

ich muß dir mal direkt ins Gesicht sagen: Hofberichterstattung gereicht der FAZ nicht zur Würde.
Bin aber von Dir derartiges natürlich gewohnt.
Ansonsten würde ich mir jetzt die Zeit nehmen, mich mit einem Kapital-Marionetten-Fan auseindanderzusetzen.

Schönes, nachdenkliches Wochenende!

Dein
Till

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08. Juni 2007 18:17

Bush - der hinkende Bote

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

Das ist die alte Mär vom reitenden und vom hinkenden Boten. Zuerst kam der vorreitende Bote Merkel voreilig aus dem Kampf zurück und rief: "Wir haben gesiegt! Wir sind Klimakontrollweltmeister!" Erst einen Tag später kam dann der wohl vorbereitete, humorvolle Bush mit einem soliden, tatsächlich durchführbaren Vorschlag, den alle akzeptieren konnten.

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08. Juni 2007 17:28

Exotische Gipfel-Darstellung

Wolfgang Sohst (sohst)

Der Beitrag von Herrn Nonnenmacher endet mit den Worten "... politisch motivierter Mord". Dieses seltsame Fazit eines doch zugestanden erfolgreichen Ereignisses passt zur messerscharfen Analyse des Autors, dass die klimapolitischen Erfolge des Gipfels vor allem dem amerikanischen Präsidenten zuzuschreiben seien. - Herrn Nonnenmacher, geht es Ihnen hier um schlichte Panikmache plus wirklich gewaltsamer Umdeutung der offensichtlichen Tatsache, dass die USA die größten Bremser der internationalen Klimapolitik sind? Sind Sie sich eigentlich noch Ihrer Pflicht zur journalistischen Aufrichtigkeit bewusst? Oder sind Sie auch Teil jener Gruppe aus "stubborn people", deren prominentestes Mitglied laut New York Times der amerikanische Präsident ist? Nun denn, viel Spaß im Club der Gestrigen ...

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08. Juni 2007 16:55

Ein zutreffender Beitrag, nüchtern .......

wolf haupricht (emilgilels)

.....objektiv. Das ist informativer Journalismus und daher lesenswert.
Von manchen Kommentatoren habe ich den Eindruck, dass deren Beiträge bereits vor Beginn des Gipfles fest standen.

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08. Juni 2007 16:08

Heiliger Damm

Jürgen Lummerich (TeufelNett)

Hurra die Karnevalssitzung ist vorbei und der Kriegszustand kann endlich beendet werden.

Zum Glück wurde alles eine Woche vorher auf dem Bilderberger Treffen festgelegt was auf dem heiligen Damm der dummen Öffentlichkeit verkauft wurde.

Warum wählen wir überhaupt noch wenn die Bilderberger alles diktatorisch gegen die Mehrheit der Menschheit festlegen.

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08. Juni 2007 15:52

Das Gipfelergebnis-Mehr Fragen als Antworten. (Ein Kommentar von Timo Tasche)

TIMO TASCHE (TimoTasche)

Nun ist das Mediale Show-Spektakel "G-8 Gipfel" schon wieder vorbei und Geschichte. Aber was ist dabei herausgekommen? Zum Klimawandel: Frau Merkel redet so wie eine, die fest davon überzeugt ist, das die Ergebnisse Kopf und Fuß haben. Klar, eine Annäherung mit den USA gibt es. War das Thema doch lange Zeit von Bush ganz ignorriert worden. Trotzdem ist die Absprache bei dem Gipfel zum Klimastreit kein Verbindlicher. Lediglich ein unverbindliches Ziel, welches sich jetzt die USA setzten, um ihr Gesicht vor der Welt nicht zu verlieren, den Emissionsausstoß bis 2050 um die Hälfte zu verringern. Ein gutes Vorbild jedenfalls für andere Umweltverschmutzer der Erde. Soviel ist schonmal sicher. Und dann war da ja noch Africa. Ja, mal gespannt ob das mehrversprochene Geld auch wirklich die verhungernden Kinder dort satt macht. Stinkt der Fisch doch am Kopfe zuerst, sodas es in Afrika vorranging eine solide,gerechte Politik geben sollte. Gibt es aber nicht. Ach ja, und dann war da ja noch Putin gegen Bush mit der Raketenabwehr. Schön, das sie sich in den Fragen so einig geworden sind. Wenigstens etwas. Werden die Problemthemen jetzt eigentlich gelöst? Wohl kaum. Die Umweltvermutzung wird wohl leider bleiben. Genauso wie das Afrikaproblem.

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08. Juni 2007 15:50

Der Erfolg von Heiligendamm ist dieser FAZ-Kommentar

gisbert heimes (gisbert4)

Zitat:

<<<Obwohl es als chic gilt, die G-8-Gipfel als überflüssige Spektakel zu bezeichnen, weil der Aufwand angeblich in keinem Verhältnis zu ihrem Nutzen stehe, ist in Heiligendamm mehr erreicht worden, als von vielen erwartet worden war.>>>

So liest sich Staatstragendes.

Sicher, das ist etwas mehr als nichts.

Ich würde wirklich mal gern wissen, wie man diese Phase der internationalen Politik und deren Gipfelleistungen am Beginn des 21. Jahrhunderts sagen wir mal in 200 Jahren beurteilt und vermute mal: als überflüssige Spektakel.

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