Es gibt, was dieses Buch betrifft, eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte zuerst: Der Band heißt tatsächlich "Indien. Das Licht der Weisheit und die Farben des Lebens". Den Inhalt muss man deshalb irgendwo zwischen Esoterik und Ethnokitsch vermuten. Die gute Nachricht: Der Titel passt ganz und gar nicht zum Buch.

"Entrada" in verspielter, hellrosa Schrift auf eine blätterumrankte Hauswand gemalt, damit eröffnet der Bildband von Sonja T. R. Allgaier und führt den Betrachter mitten hinein in ein Buenos Aires, das sich ganz dem Tango verschrieben hat. Während links im Wesentlichen getanzt wird, meist in Schwarzweiß, ...

Liebe Ariane, da sind Sie nun vor dreißig Jahren in Stralsund auf die Welt gekommen und wissen nicht, wo Barth liegt? Gar nicht so weit weg von Stralsund, westlicher, aber noch in Pommern. Jedenfalls nicht auf dem Darß, wie Sie schreiben! Bestimmt aber hat Ihnen da der Lektor einen Storch gebraten, wie man im an Störchen reichen Mecklenburg-Vorpommern vielleicht sagen darf.

Dies ist sicher das unterhaltsamste Buch über München, das in den vergangenen Jahren erschienen ist, und in jedem Fall das mit den schönsten Luftaufnahmen und den witzigsten Texten. Ein vorgeblich texanischer Ethnologe unter Pseudonym, Autor auch des Standardwerkes "Tief in Bayern", und ein Luftbildfotograf ...

Mit seinen Bildern der Hyänen-Männer katapultierte sich Pieter Hugo vor zwei Jahren in die erste Reihe unter Afrikas Fotografen. Es war eine gespenstische Dokumentation von Menschen in Nigeria, die mit Raubtieren an der Leine spazieren gehen, ohne dass der Betrachter versteht, ob es sich um Exzentriker handelt oder um Menschen vom Zirkus, um Wunderheiler oder Geldeintreiber.

"Wer schlaflos in Seoul ist, entdeckt ungeahnte Möglichkeiten", schreibt die neunundzwanzigjährige Vera Hohleiter, die nach ihrem Studium die schrille ostasiatische Metropole lockte. Auf ihren nächtlichen Streifzügen durch Studenten- und Künstlerviertel, Vierundzwanzig-Stunden-Läden oder ganztägig geöffnete ...

Es gebe ein Italien der Provinz, hat Claudio Magris einmal geschrieben, in dem stecke "mehr Leben und Intelligenz als in den sogenannten Zentren, die sich für Premierenlichtspielhäuser halten und manchmal doch bloß alte Kinos sind, kurz vor der Schließung". Triest, wo Magris lebt, ist solch ein Ort: ...

"Neu, exotisch, überraschend" sei für ihn die erste Begegnung mit diesen regennassen Inseln gewesen, schreibt der Schweizer Fotograf Marco Paoluzzo. Das erste Mal kam er 1991 auf die Färöer, ein Zwischenhalt auf dem Weg nach Island. Immer wieder reiste er danach dorthin, nun sind seine Schwarzweißaufnahmen in einem großen Bildband erschienen.

Im vergangenen Juni wurde das Wattenmeer von der Unesco als Weltnaturerbe anerkannt. Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein und die Niederlande können sich nun mit dem Titel schmücken - in der Hoffnung, den Fremdenverkehr dadurch noch weiter anzukurbeln. Das Wattenmeer mit seiner von den Gezeiten ...

Am Himmel waren die beiden Filmemacher Jacques Perrin und Jacques Cluzaud schon unterwegs, mit Zugvögeln, den "Nomaden der Lüfte". Jetzt sind die beiden für ihre neue Dokumentation abgetaucht in "Unsere Ozeane". Der Film ist in diesen Tagen in unseren Kinos angelaufen, begleitet wird er von einem kiloschweren Bildband.

Hans-Gerd Türke ist auch in seinem dritten Wanderführer wieder sehr verlässlich. Nach Chemnitz und Umgebung sowie Dresden und Umgebung geht es nun ins Osterzgebirge. Schon auf der ersten Wanderung lässt der Autor alle Anstrengung vergessen, weil der Wanderer, der sich ihm an die Hand gibt, so viel erfährt.

Wer hat schon einmal von Mikova gehört, von Ojcóv, Zamosc oder Petrjalka? Fast scheint es, als seien Orte mit solchen Namen wie diesen in irgendeiner fernen Welt gelegen, aber in Wirklichkeit braucht es - mit zeitgenössischer Geschwindigkeit - keinen halben Tag, um aus der Mitte Europas bis dorthin voranzukommen, wo heute - wieder - auch noch Europa ist.

Auch im vierten Titel der Reihe hat die Autorin es sich nicht bequem gemacht - was verständlich gewesen wäre, weil erfolgreiche Serien dazu verleiten, immer wieder dieselbe Masche zu stricken. Erfolgreich sind die "Krummen Touren", selbst wenn sie auf keiner Bestsellerliste stehen, bei Liebhabern ...

Dies ist ein seltsames, irgendwie unentschiedenes Buch. Es beginnt mit einem schönen Einleitungsessay von Benedict Allen. Der in England bekannte, im deutschen Sprachraum aber völlig unbekannte Reiseautor wird nicht vorgestellt, doch er beschreibt eine anschauliche Szene: In Kenia trifft er auf einen Massai, der schließt sich ihm zu einer Wanderung an.

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