Bescheidenheit ist keine Zier

Fünfzehnhundert Quadratmeter Wohnfäche sind nicht jedermanns Sache; schon des Staubsaugens wegen. Aber für den Urlaub, diesen Eindruck erweckt der opulente Bildband "Luxury Houses - Holiday Escapes", kann kein Haus zu groß sein. Siebenundvierzig private Ferienhäuser versammelt das üppig illustrierte Buch.

Die Tiere am Ende der Welt

Einen guten Tipp wird niemand verwehren, zwei Tipps sind besser - aber tausendundeinen und allesamt konzentriert auf die Wunder der Natur? Da muss man die Tiere, Felsen und Seen schon sehr mögen, um zu glauben, man dürfe nicht sterben, ohne zuvor diese Liste abgearbeitet zu haben. Auf den ersten ...

Kein Metzger ohne Messer

Es gibt Momente auf Reisen, da bleibt man stehen, weil irgend etwas nicht stimmt - aber man weiß nicht, was es ist. Sind es die Proportionen, sind es die Farben, sind es die Einzelteile der Architektur, die hier seltsam verquer kombiniert wurden? Am besten macht man ein Foto und schaut sich die Sache ...

Die Orte dazwischen

Manchmal scheint es, als sprenge dieses Buch alle üblichen Kategorien und besetze des Raum zwischen Phantasie und Wirklichkeit, Abenteuerroman und Erlebnisbericht - eben zwischen "fiction" und "non fiction", denn ungewöhnlich ist alles: das Thema, die Person des Autors und die Form. Da ist zunächst das Thema.

Vergesst nie die Vergangenheit!

Auf dem Platz des Himmlischen Friedens herrscht gespenstische Stille. Dutzende Oberschüler kauern unter Straßenlaternen wie heimatlose Nachtfalter, angelockt vom gleißenden Licht, schweigend, lesend, lernend, gierig die Buchstaben ihrer Hefte verschlingend, Halbverhungerte, deren Geist nach Nahrung schreit.

Die Staaten am Rand

"West Coast USA" übersetzt der Fotograf Axel Mosler in seinem kleinen Band mit den überbreiten Farbfotografien keineswegs wörtlich mit amerikanische Westküste; was gemeint ist, sind die drei Westküstenstaaten Washington, Oregon und Kalifornien; so zeigt die Hälfte der Bilder die zerklüfteten Gebirge und weiten Wüsten des Binnenlands.

Dies Land ist mein Land

Geht das: ein Land anhand seiner Bewohner vorzustellen - alle Berufe, alle Klassen, alle Stände, jeweils so typisch ausgewählt, dass alle Individualität von ihren Gesichtern fällt? Der Fotograf August Sander hat es vorgemacht, in Deutschland, zwischen den Weltkriegen. "Menschen des zwanzigsten Jahrhunderts" nannte ...

Lautlos vor dem Tore

Die touristische Traumkarriere Berlins verdankt sich einem Trugschluss: Jeder hält die Hauptstadt für die rastlose, atemlose, haltlose Metropole, die sie in den röhrenden zwanziger Jahren für kurze Zeit tatsächlich war, jeder denkt an das Berlin aus Walter Ruttmanns Film "Symphonie einer Großstadt".

Schnorrend durch die Stadt

Berlin, da denken viele an die Regierung, an Glitzertürme am Potsdamer Platz und an Berlin-Mitte, den Spielplatz der Schönen und Reichen, und vielleicht noch an den Prenzlauer Berg. An wohl keinem anderen Ort in Deutschland gibt es so viele Menschen, die als Beruf Schriftsteller, Künstler oder "was ...

Betend nach Goch

In Goch erzählt man sich, dass in der Endphase des Zweiten Weltkriegs von den Flugzeugen der Alliierten nach ihren Einsätzen über Deutschland jeweils alles abgeworfen wurde, was an Bomben noch an Bord vorhanden war - um sicher hinter der nahen niederländischen Grenze landen zu können. Aber vor allem in einer Nacht, vom 6.

Alles nicht wahr

Es gibt mehr als fünfhundert Haiarten. Das weiß man erst seit kurzem. Dass sie allesamt gruselige Tiere sind, ist hingegen Allgemeinwissen: Bestien, die alles angreifen, was sich bewegt, und die, was sie einmal zwischen die Kiefer kriegen, in tausend Teile zerfetzen. Haien möchte niemand begegnen.

Ein Königreich für eine Blume

Neustrelitz, in der Mecklenburger Seenplatte gelegen, ist gerade 275 Jahre alt. Es ist eine herzogliche Gründung, eine barocke Musterstadt von großer Schönheit und Eleganz, der allerdings in den Nachkriegswirren 1945 das wundervolle Schloss verlorenging. Schlosspark, Marstall, Orangerie, Schlosskirche ...

Die Entschlüsselung der Hieroglyphen

Der Versuch, die verschiedenen Zeitstufen, die das moderne Ägypten durchdringen, auf einen Nenner zu bringen, endet schnell in Mythos oder Anekdote. Offensichtlich wird dem Fremden der Kontrast zwischen traditioneller Versunkenheit und moderner Beweglichkeit, wenn er einen Blick auf die in sich ruhende ...

Frauen im Joch, aber keine Rohheit

Sie habe sich sehr darauf gefreut, ihre Fotoausstellung zu eröffnen, sagte Erika Hubatschek im vergangenen Jahr in Berlin. Denn: "Man muaß oiwas was hobn, auf das man sich freuen kann", habe ihr ein alter Bergbauer gesagt. Da saß sie dann bei der Vernissage, eine kleine Frau, krumm geworden von den ...

1 - 14 von 14 Beiträgen
Mehr als 30.000 Rezensionen
Buchtitel Buchautor Im Beitrag
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche