Die Tiere am Ende der Welt

26. Juni 2008 Einen guten Tipp wird niemand verwehren, zwei Tipps sind besser - aber tausendundeinen und allesamt konzentriert auf die Wunder der Natur? Da muss man die Tiere, Felsen und Seen schon sehr mögen, um zu glauben, man dürfe nicht sterben, ohne zuvor diese Liste abgearbeitet zu haben. Auf den ersten Blick macht es einem Michael Bright nicht allzu schwer, die empfohlenen Regionen zu besuchen: das Matterhorn etwa und die Niagarafälle, Bora Bora und den Ayers Rock - Orte, die zu teuer, nicht aber kompliziert sind. Naja, denkt man und zuckt mit den Schultern. Doch kaum kommt man ins Schmökern, kommt man nicht mehr los von diesem Buch, so schön, so wild, so abwechslungsreich ist die Natur, bis sie einen ganz von allein bekehrt. Und Bright, Produktionschef bei der BBC, wird immer verwegener. Am Ende schlägt er vor, die Kaiserpinguinkolonie während der Brutzeit zu besuchen. Das hat der Engländer Apsley Cherry-Garrard 1911 getan und detailliert in einem Buch beschrieben; es heißt: "Die schlimmste Reise der Welt".

F.L.

"1001 Naturwunder, die Sie sehen sollten, bevor das Leben vorbei ist" von Michael Bright. Edition Olms, Zürich 2007. 960 Seiten, zahlreiche Abbildungen und Karten. Broschiert, 29,95 Euro.



Buchtitel: 1001 Naturwunder, die Sie sehen sollten, bevor das Leben vorbei ist
Buchautor: Bright, Michael

Text: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.06.2008, Nr. 147 / Seite R7

 
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