08. Mai 2008 Etwa 130000 Menschen wandern jedes Jahr nach Australien aus, gut 3600 Deutsche waren im vergangenen Jahr darunter. Neben Sonne und "Take it easy" ist der entscheidende Pluspunkt des Kontinents: Es gibt jede Menge Jobs. Die Autorin dieses Ratgebers blieb selbst in Australien hängen und gibt nun Tipps für alle, die auch dorthin wollen - nicht als Backpacker, sondern um zu bleiben. Eine kurzgefasste Einführung liefert knappe Stadtporträts, die sich durch wirtschaftliche Hinweise von anderen Reisebüchern unterscheiden: Wollongong wird zum Ort der Stahlindustrie, Newcastel ist für Schiffsbau bekannt, Adelaide für die Autoindustrie und Victoria für Biotechnologie. Die Tipps sind umfassend, es geht ebenso um kaltes Bier, Nachrichtensendungen und Pferderennen wie um handfeste Informationen. Wer je versucht hat, ein längerfristiges Visum für ein Land zu bekommen, weiß, wie mühsam die ersten Schritte sind. Da leistet das Buch Hilfe. Weiter geht es mit der Beglaubigung und Übersetzung von Dokumenten, Sprachtests, mit Autokauf und Autoversicherungen, Jobsuche, Steuern, Schulen, Giftspinnen und Giftschlangen bis hin zur Anleitung dazu, wie man seinen Hausstand in Containern von Europa nach Australien bringt. Hier geht die Autorin so weit ins Detail, dass man sich fragt, ob weniger Gepäck den Umzug nicht eher vereinfachen würde als all die Ratschläge. Wer sich damit herumschlagen muss, am Zoll einen Wäschetrockner durch die Quarantäne schleusen zu müssen, damit die Flusen untersucht werden, wird sich fragen, warum er nicht Elektrogeräte vor Ort gekauft hat. Oder eine Wäscheleine.
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"Traumland Australien. Auswandern leicht gemacht. Ratgeber zu Arbeit, Leben, Alltag und Menschen" von Barbara Barkhausen. Interconnections, Freiburg 2008. 172 Seiten, einige Fotos. Broschiert, 18 Euro.
Buchtitel: Traumland Australien
Buchautor: Barkhausen, Barbara
Text: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.05.2008, Nr. 107 / Seite R4
