Serkan A. (l.) und Spyridon L.

Zwölf und achteinhalb Jahre

Lange Haftstrafen für U-Bahn-Schläger

Die beiden Münchner U-Bahn-Schläger sind wegen versuchten Mordes zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Der 21 Jahre alte Türke Serkan A. muss für zwölf Jahre ins Gefängnis, der 18 Jahre alte Grieche Spyridon L. erhielt achteinhalb Jahre Haft. Die Verteidiger haben bereits Revision angekündigt.

Die Angeklagten: der 21-jährige Serkan A. (l.) und der 18-jährige Spiridon L.

Urteile im U-Bahn-Prozess

Gericht lehnt neuen Beweisantrag ab

Im Prozess um die Münchner U-Bahn-Schläger wird es keine weiteren Zeugenaussagen geben. Das Landgericht München hat einen entsprechenden Beweisantrag der Verteidiger abgelehnt. Diese hatten erklärt, das Opfer des Überfalls könnte die Täter durch eine rassistische Äußerung provoziert haben.

Kuscheln im Park: Weiterhin erlaubt.

Sexualstrafrecht

Koalition nimmt Pläne zur Verschärfung zurück

Sexuelle Kontakte unter Jugendlichen sollten nach Plänen des Bundesjustizministeriums strafbar werden. Nach vielstimmigem Protest hat Justizministerin Zyries den Entwurf jetzt zurückgezogen. Nun soll es nur noch verboten sein, Zwangslagen auszunutzen. Von Reinhard Müller

Allein im vergangenen Schuljahr wurden sechs Kinder und Jugendliche getötet u...

Jugendkriminalität in der Türkei

„Ich habe Yusuf nicht gemocht“

Ob Gewalt in der Schule oder in der Familie: In der Türkei hat die Jugendkriminalität ein erschreckendes Ausmaß erreicht. Im Schuljahr 2006/07 sind auf den Schulgeländen sechs Schüler ermordet und 77 verletzt worden. Ist die Volkskultur schuld? Von Rainer Hermann, Istanbul

Ausgebranntes Autowrack in Kopenhagen

Nach Abdruck von Mohammed-Karikaturen

Furcht in Dänemark vor weiteren Krawallen

In Kopenhagen und anderen dänischen Städten ist es abermals zu Krawallen randalierender Jugendlicher gekommen. Sie setzen Autos oder Container in Brand und warfen Steine auf Polizeibeamte. Indes meldet sich der Zeichner der umstrittenen Mohammed-Karikaturen zu Wort.

“Es hat auch der CDU geschadet“

Koch im Interview

„Ich habe auch CDU-Wähler irritiert“

Der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) hat eingestanden, sich und der CDU mit seinem Wahlkampf geschadet zu haben. In einem Gespräch mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ spricht er außerdem über die Identität seiner Partei und eigene Fehler.

Unter Migranten ist der Wille zur Abgrenzung deutlich zu spüren

Jugendkriminalität

Deutschland, du Opfer!

„Scheiß-Deutscher“ ist unter jungen Migranten zu einem sehr beliebten Schimpfwort avanciert. Verrät dieser Begriff tatsächlich eine totalitäre Ideologie oder religiös motivierten Deutschenhass? Man sollte genau hinschauen, woher die Wut gegenüber Inländern kommt. Von Sascha Lehnartz

Nurgül Altuntas in ihrer Klasse der Wiesbadener Wilhelm-Heinrich-von-Riehl-Sc...

Jugendkriminalität einmal anders

Wo die Schule zur Heimat wird

Wir brauchen keine Debatten über kriminelle Ausländer, sondern Menschen wie die Deutschlehrerin Nurgül Altuntas, die mit Optimismus und Strenge jugendlichen Migranten die Chance für ein gutes Leben gibt. Von Nils Minkmar

Über Kreuz mit Reusch: Justizsenatorin von der Aue

Jugendkriminalität

Gestörte Wahrnehmung?

Der Berliner Oberstaatsanwalt Reusch - Leiter einer Anklagebehörde für junge Kriminelle mit intensiver Karriere - wird seinen Stuhl demnächst wohl räumen müssen. Wer aber glaubt, damit könne die Diskussion erstickt werden, ist mindestens naiv. Von Regina Mönch

Chinesische Jugendliche bei einem Musikfestival in Peking

Jugendkriminalität in China

Erziehen und Retten

Das Thema Jugendkriminalität ist eines der dringendsten und offensichtlichsten im heutigen China - ein direkter Spiegel der sozialen Kollateralschäden im Lauf von dreißig Jahren Reformpolitik. Besserung ist nicht in Sicht. Von Mark Siemons, Peking

Seit Dezember gilt das Waffenverbot auf der Hamburger Reeperbahn

Jugendkriminalität

Waffenverbot auf der Reeperbahn

In allen Bundesländern steigt die Zahl der von Jugendlichen begangenen Körperverletzungen. Hamburg schwört bei der Bekämpfung von Jugendkriminalität auf eine „Mischung von Prävention und Repression“. Von Frank Pergande, Hamburg

Der Anwaltverein fordert die Selbstverwaltung der Justiz

Jugendkriminalität

„...dann kann die Strafe auf dem Fuße folgen“

Der Deutsche Anwaltverein und der Deutsche Richterbund halten höhere Strafandrohungen für ungeeignet, um jugendliche Täter abzuschrecken. Stattdessen fordern sie die Selbstverwaltung der Justiz sowie eine bessere sachliche und personelle Ausstattung. Von Reinhard Müller, Berlin

Dieses Klohäuschen hat sich der Junge selbst gezimmert

Jugendkriminalität

„Wie ein Waldgefängnis mit Auslauf“

Das Kreisjugendamt Gießen hat einen fünfzehnjährigen Schläger nach Sibirien verschickt. Dort soll er sozusagen ein besserer Mensch werden. Nun will der Junge nicht mehr weg aus Sedelnikowo. Muss er aber. Schließlich soll er seinen Hauptschulabschluss machen. Von Katrin Hummel

Ein Studie spricht dem militärischen Drill die Wirkung ab

Amerikanische „Bootcamps“

Weich heißt die Lösung

Taugen die amerikanischen „Bootcamps“, um die Jugendkriminalität in Deutschland in den Griff zu bekommen? In ihrem Ursprungsland sind die Erziehungslager in Verruf geraten, seit Misshandlungen, Verletzungen und Todesfälle bekannt geworden sind. Von Jordan Mejias, New York

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