Den geschlossenen Kampfverband namens hessische CDU gibt es nicht mehr. Auch wenn es nun für ein Comeback Kochs gereicht hat, sein Nimbus als politischer Zauberer ist zerstört. Von Matthias Alexander
Silke Lautenschläger darf sich zu den Gewinnern der Kabinettsbildung zählen. Die Zuständigkeit für Umwelt- und Energiepolitik rückt die 40 Jahre alte stellvertretende CDU-Vorsitzende in die erste Reihe der Landespolitik. Jürgen Banzer hingegen macht als Arbeitsminister einen Sprung nach hinten. Von Werner D’Inka
Nach einem Jahr der politischen Lähmung lässt Hessen die Verhältnisse hinter sich. Der CDU war längst bewusst, dass die Verlängerung der Ära Koch mit Hilfe der FDP ihren Preis haben würde. Der ist nun noch etwas größer ausgefallen, als von den Christlichen Demokraten befürchtet. Von Berthold Kohler
Der Auftrag der Bürger an die FDP ist eindeutig: regieren, nicht lavieren. Nun müssen die Liberalen den Beweis antreten, dass sie den Neuanfang wollen. Der Griff nach dem Kultusministerium ist eigentlich zwangsläufig. Von Ralf Euler
Über den Auftakt zum Superwahljahr kann in der großen Koalition kaum Freude aufgekommen sein. Eindeutige Gewinner der Hessen-Wahl waren jene Parteien, die im Bundestag die Opposition stellen. Im Fünf-Parteien-Parlament wird die einstige Stärke der Volksparteien zur Schwäche. Von Stefan Dietrich
Wahlen werden in der Regel nicht von der Opposition gewonnen, sondern von der Regierung verloren. So war es auch diesmal: Die Bäume der seit zehn Jahren regierenden CDU sind nicht in den Himmel gewachsen. Die Partei hat es versäumt, neue Politikfelder zu besetzen. Von Daniel Deckers
In Hessen hat sich eine Entwicklung bestätigt, die in Bayern begann: die Wanderung der bürgerlichen Stammwähler weg von der Union hin zur liberalen Klientelpartei. Die Union hat in der großen Koalition mit der SPD im Bund an bürgerlichem Profil verloren. Von Georg Paul Hefty
Spezial Da haben die Wähler die hessischen Verhältnisse ordentlich zum Tanzen gebracht. Dass die Bäume der CDU nicht in den Himmel wachsen, gehört jedenfalls zu den Überraschungen dieser Wahl. Derweil hat die SPD gelernt, was die Wähler von ihrer Paktiererei mit der Linkspartei halten: nichts. Von Werner D’Inka
Als Wunder von Wiesbaden wird der Ausgang der vorgezogenen Landtagswahl in Hessen nicht in die Geschichte eingehen; das haben ohnehin schon die vier SPD-Abweichler vollbracht. Koch hat das Comeback zwar geschafft, doch für einen neuen Höhenflug reichte es nicht mehr. Von Berthold Kohler
Die SPD hat in Hessen ihr Verhältnis zur Linkspartei bereinigt - und ihre Fraktion gleich mit. Ein Wahlergebnis steht jetzt schon fest. Weil die Wähler danach nicht gefragt werden. Von Volker Zastrow
Vier von zehn Wahlberechtigten in Hessen wissen noch nicht, wem sie am Sonntag ihre Stimme geben sollen. Eine merkwürdige Indifferenz, denn an Entscheidungsgründen war das zurückliegende Jahr so gespickt, dass die Wahlbeteiligung nicht weit unter 100 Prozent liegen dürfte. Von Werner D’Inka
Der Verwaltungsgerichtshof macht sich für ein Nachtflugverbot stark - und bescheinigt der Regierung Koch damit, bei einem politisch hoch umstrittenen Thema schiefzuliegen. Doch der Triumph der SPD sollte mit einem Schuss Reue gewürzt sein. Von Helmut Schwan
SPD und Grüne in Hessen können ihr Glück kaum fassen. Drei Tage vor der Landtagswahl kommt ihnen die richterliche Entscheidung über den Ausbau des Frankfurter Flughafens wie ein Geschenk vor. Beim Thema Nachtflugverbot steht Roland Koch zerzaust da. Von Werner D’Inka
Drei Tage vor der Landtagswahl können SPD und Grüne in Hessen ihr Glück kaum fassen. Die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs in Kassel über den Ausbau des Frankfurter Flughafens kommt den beiden Parteien in der heißen Wahlkampfphase wie ein Geschenk vor. Von Werner D'Inka
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