
Herr Potzner,
Im Prinzip ist Ihr Vorschlag, die Zahl der Kassen zu reduzieren, richtig. Nur sollte man nicht per Gesetz das machen. Dann ist die Gefahr, einen superbürokratischen ineffizienten Monopolisten zu schaffen, extrem groß.
Zielführender ist Konkurrenz zu ermöglichen. Dazu sind 2 Maßnahmen erforderlich:
- Abschaffung des Risikostrukturausgleiches
- Größere Freiheit bei der Gestaltung des Versicherungspaketes. (heute sind nur 5 % des Leistungskataloges frei, 95 % (!) gesetzlich vorgeschrieben)
Damit würde ineffiziente Kassen durch die sich abwendenden Kunden eliminiert. Die Verwaltung steht in der Insolvenz und muß sich über den Arbeitsmarkt neue Jobs suchen. Die Kosten sind wirklich aus dem System raus.
Machen sie die Fusion gesetzlich, fliegen die Krähen alle auf um sich auf einem neuen, größer geschaffenen, Baum wieder zu setzen.
Ihren Vorschlag mit der BFA halte ich für völlig abwegig. Dieser Haufen ist doch nicht effizient!

Alle schreien, Kosten sparen usw.
In Deutschland existieren derzeit zwischen 300 und 400 gesetzliche Krankenkassen, die per Gesetz mehr oder weniger die selben Leistungen anbieten.
Alle diese Kassen, haben Vorstand, Verwaltung Marketing usw.. Wenn alles in eine Kasse zusammen geführt würde, könnte man emense Kosten und natürlich Personal sparen. Das hört sich erstmal hart an, locker 200.000 Arbeistlose mehr, denk man weiter darüber nach, heist dass aber, die Beiträge für Arbeitnehmer und Arbeitgeber sinken eklatant, so dass Geld für neue Investitionen frei wird und auf Arbeitnehmerseite am Ende des Geldes weniger Monat übrig ist. Und nach unserer Gestzgebung ist ein Arbeitsloser sowohl kurz- wie auch langfristig deutlich billiger als dieser Apparat.
Der effizienteste Weg wäre die GKV der BFA zu übertragen, bringt wahrscheinlich nochmal 50.000 Stellen die man sparen kann.
Aber Politiker haben ja bekanntlich keinen Mut zu solch unpopulären Schritten, sie denken ja nur bis zur nächsten Wahl und da passt eine vernünftige Lösung nicht rein.
mfg ropde

- statt weiter das Volk auszubeuten.
Vor ein paar Jahren hat meine Vergleichsrechnung ergeben, daß bei gleicher Leistung für eine vierköpfige Familie in der privaten Versicherung ungefähr das gleiche zu zahlen ist, als in der GKV. Wo ist also bei der Familienversicherung eine versicehrungsfremde Leistung?
Folgende Punkte müßen meiner Meinung nach korrigiert werden, um die GKV wieder attraktiv zu machen:
- Deregulierung und mehr Freiheit in der Gestaltung des Leistungsumfanges
- Versicherungsfremde Leistungen ersatzlos streichen
- Abschaffung des Risikostrukturausgleiches, damit Wettbewerb zu Effizienzgewinn führt.
- Verhinderung des Chipkartenbetrugs durch Verlagerung des Risikos zum Patienten und Arzt
- Verhinderung des Abrechnungsbetruges durch Rechnungstransparenz zum Patienten.
- Abschaffung der kassenärztlichen Vereinigung und Direktabrechnung über Patienten / Versicherung
- Deregulierung und Schaffung von Konkurrenz in der Einzelhandelsbranche Apotheken
- Vereinfachung der GOÄ durch Beträge die dem Aufwand entsprechen und Abschaffung von Positionen, die immer verechnet aber selten erbracht werden.
- Abschaffung der Budgetierung der Ärztehonorare und nur Betrug fördern
- Abschaffung der bürokratischen Zuzahlungen zugunsten eines selbst zu zahlenden Sockelbetrages pro Jahr
(In der Praxis kommt oft mehr Zuzahlung heraus als die typischen 300 € Selbstbehalt b. privaten)

Seit mehr als zwei Jahren wird der schwerbehinderten Frau Petra W. von der AOK ein dringend benötigter Duschstuhl mit Haltegriff verweigert. Angeblich zu kostspielig. Da fragt man sich wirklich:Wo leben wir eigentlich, hallo, gehts noch?
Quelle: hamburgticker.de. Berichte unter Sabine Semke freiber. Journalistin