Ich finde die Reaktionen auf den kühl nüchternen und sachlichwn - aus journalistischer Sicht bei solch ernsten Themen perfekten - Artikel aufschlußreich...
Der Artikel schmerzt, genau weil er die Dekadenz unserer modernen Zivilisation aufzeigt - ohne sie zu verteufeln, einfache Lösungen zu propagieren oder angeblich Schuldige zu difammieren.
Das ist natürlich ärgerlich, denn man hat gerne einen Sündenbock.
Ich zähle mal auf:
- "die Burokraten in Brussel" (haben wir gewählt und sollen uns doch vor dem bösen bösen Markt schützen oder)?
- "Greenpeace und die anderen Besserwisser" (seit wann haben DIE denn Macht und was zu sagen im globalen Markt???)
- "die Weiterverarbeitung" (gut, dann Essen wir ab jetzt nur noch Weizenkeime??)
- "der Kapitalismus " / "die Globalisierung" (beides dankbar undefinierbare Gegner, erinnert an ähnlich diffuse Achse des Bösen (Busch) )
Allerdings gibt es ja auch ideolgisch unverblendente Meinungen, die völlig richtig sagen daß es...
1. heute weniger Armut und Hunger gibt als früher (grob: Südamerika, Asien besser, Afrika unverändert)
2. im Wesentlichen UNSER Lebensstil das Problem ist und WIR als fleisch- und Endergiefressende KONSUMENTEN die Schuldigen sind.
Unbequem aber gut liebe FAZ!!
Diese Kampagne der Biotechnologie dient der Erhaltung vor allem zweier Privilegien der westlichen Kulturen.Es wurde im Beitrag schon genannt,nämlich dass die Produktion von Fleisch Energievergeudung ist,wofür im Endeffekt dann Millionen Menschen hungern,dürsten und sonst wie leiden,denn wie viele von ihnen werden durch dieses Fleisch denn wirklich ernährt (mal abgesehen davon, ob Fleisch überhaupt ein richtiges Ernährungsmittel ist oder nicht doch eher ein Suchtmittel)? Diese Fragen sind natürlich auch ethischer Natur, aber vor allem berühren sie die wirtschaftliche und damit politische Vormachtsstellung der westlichen Welt. Fleisch ist „Lebenskraft“, heißt es doch in irgend so einer absurden Werbung, die u.a. dabei unterschlägt, dass das auf Kosten der Lebenskraft anderer (z.B. auch der getöteten Tiere) geht,und dass diese Aussage mit einem weiteren Privileg korreliert, nämlich dem in der Motoren-Kraft. Und beides zeigt sich zusammengehörend, schon in der Produktion, denn Fleisch und Energie aus fossilen Brennstoffen verbrauchen mehr Energie als sie letztlich hergeben (könnten).Damit geht nicht nur das Elend der Menschen,sondern auch das der Natur auf ein Konto,das nun durch die Biotechnologie erst so richtig aufgefüllt wird.
Ich halte es, für müßig, auf Verdrehungen zu antworten, solange sich die deutsche Regierung, ihre Einheizer bei den NGOs und ein Großteil ihrer Wähler für Tatsachen kaum noch interessieren.
Wichtiger scheint es mir, darauf hinzuweisen, dass die Zahl der Hungernden in der Welt Jahrzehnte lang zurück ging - nicht trotz, sondern gerade wegen der (leider oft nur halbherzig akzeptierten) Globalisierung der Märkte. Die Zahl der Hungernden ging wieder nach oben, seit ein nicht legititimiertes Gremium, der "Weltklimarat" IPCC, den CO2-Ausstoß zum wichtigsten Problem der Menschheit erklärte. Dabei ist die verstiegene Hypothese eines schwedischen Chemikers, wonach CO2 zu einer treibhausartigen Aufheizung der Erd-Atmosphäre führen soll, seit fast 100 Jahren widerlegt - und zwar durch ein einfaches Experiment, das zeigte, dass nicht einmal richtige Gewächshäuser so funktionieren, wie die zur Staatsreligion erklärte Treibhaus-Hypothese annimmt. Hält die Politik an dieser Hypothese fest, wird das Milliarden von Menschen das Leben kosten.
Anstatt von irgendwelchen Revolutionen zu träumen, sollte man die genannten Länder einmal daran erinnern ihre Hausaufgaben zu machen: Zum einen sollte es jeder Regierung, die diese Bezeichnung verdient, aufgefallen sein, dass Überbevölkerung und rapides Bevölkerungswachstum zwangsläufig Hungersnöte heraufbeschwören. Daran ändert keine „grüne“ Revolution der Welt etwas, wie es Indien nun erfahren muss. Ferner sind viele Dinge auch selbstverschuldet, wenn beispielsweise in Simbabwe die Bauern von arbeitsscheuen Schlägertruppen der Regierung vertrieben werden, so folgt dem die Hungersnot auf dem Fuße. Oder wenn in Ägypten die Nilflut durch ein gigantisches Prestigeobjekt gestaut wird, so wundert es nicht, dass der fruchtbare Nilschlamm fehlt, die Felder versalzen und das Mittelmeer anfängt das fruchtbare Nildelta wegzuspülen.
Wenn die Sache doch so einfach wäre, dass die Globalisierung schuld ist... Sollte der Artikel recht haben, so ist es eine Subventionspolitik, die dazu führt, dass das Getreide zu teuer wird. Falls der Artikel recht hat, dann hilft nur eine neoliberale Revolution.
Das Problem ist aber wohl, dass weder die neoliberale noch die globalisierungskritische Ideologie hier das richtige Welterklärungs- und -verbesserungsrezept hat. Aber leider fehlt ein solches Rezept im Moment.
ist es natürlich, dass den Bauern ertragreicheres Saatgut einfach zur Verfügung gestellt würde, wenn es denn daran liegt. Das wäre ja Staatsdirigismus und dafür ist ja der wachsende Reichtum in der Welt nicht da.
So lange noch ein Mensch auf der Welt hungert, ist das "Verfüttern" von Lebensmitteln an Maschinen für die gierige und maßlose Überproduktion im Auftrag des Mammons einfach und schlicht: Mord!!!
Es grüßt der Monetärfaschismus!
Der Kapitalismus in dieser Ausprägung ist hinsichtlich seiner lebensverachtenden Unmenschlichkeit ebenso "überholt" wie der Sozialismus und der Kommunismus! Jeder muss sich an seine eigene Nase greifen und fragen: Was tut das, was ich hier tue ... und wäre das einfache "Unterlassen" nicht die vorerst beste Lösung? Aus den dadurch entstehenden "Freiräumen" erwachsen dann möglicherweise die Nährböden für die dringend erforderlichen Innovationen, die ein weiteres Überlebern der Menschheit möglich und erträglich machen. Da ist jeder von uns gefragt. Die "Anderen" haben defintiv keine Lösungen!
Das die Lebensnotwendigkeiten ignorierende "Höher-Schneller-Weiter-Wirtschaften" setzt den Karren, verbunden mit unendlichen Leid, nur mit immer noch größerer Wucht an die Wand ... und zwar schon sehr bald!
War es nicht so, dass die Globalisierung die Armut zum Verschwinden bringt? x-fach verkündet von der FAZ und Anderen? Und nun? Nun ist es natürlich völlig falsch, die Exporte zu deckeln, also weiter so! Die Entwicklungsländer sollen also bis auf weiteres ihre ärmere Bevölkerung hungern und verhungern lassen, und Nahrungsmittel exportieren, die dann in den Bäuchen derjenigen landen, die sie sich leisten können, also keineswegs den Armen dieser Welt. Und das Ganze, damit sich die Bauern ertragreichere Sorten u.ä. leisten können, was dann irgendwann - wie auch immer - den Armen helfen soll. Das Ganze sogar von der vorherrschenden volkswirtschaftlichen Theorie her auf Klippschulniveau. Von steigenden Grenzkosten im Agrarbereich keine Rede. Was hilft es aber den Armen, wenn mehr zu höheren Preisen produziert wird, wenn sie sich diese nicht leisten können? Und wer sagt, dass die höhere Produktion nicht durch eine höhere Nachfrage der Wohlhabenderen oder der Biospritproduktion konsumiert wird und mitnichten die Preise sinken. Und was soll dieses wolkige Zitat bedeuten: "Exportverbote sind fatal. Wir müssen im Gegenteil den Handel stärken, um Chancen besser zu teilen".
Zynische Vorschläge und Schönredereien!
Zunächst müssten jegliche Subventionen gestoppt werden, denn sie führen nur dazu, dass Produktionen gefördert werden, die nicht durch Marktkräfte, sondern durch Planungen verursacht werden. Dazu gehören auch alle Subventionierungen der Bioenergieerzeugung inklusive der garantierten Einspeisevergütungen, die dem Verbraucher diese Subventionierungslasten abverlangt. Weiter müsste der Technikfeindlichkeit, die sich insbesondere in Europa eingenistet hat, entgegengewirkt werden. Dies zu bewerkstelligen ist aber kaum konsenzfähig, denn die Meinungführerschaft in den Industrienationen haben die Gentechnikgegner und die Personen, die den Menschen einreden, dass alles was mit dem Begriff "Bio" versehen ist gut für die Zukunft sei (Biolandwirtschaft, Biosprit, Biogas). Im Endergebnis ist es aber die moderne Ausbeutung der armen Bevölkerungschichten durch die Reichen, damit letztere sich ihren Lebenstandart weiterhin leisten können, sprich moderne Ausbeutung unter dem Mantel des Gutmenschentums.
Die Gentechindustrie lügt, daß sich die Balken biegen. Wie ich schon sagte (das ist durch UN-Studien belegt), kann OHNE GENTECHNIK für 12 Mrd. Menschen Nahrung hergestellt werden. Das humanitäre Getue von Monsanto und Co. nimmt einem kapitalistischen Wirtschaftsbetrieb sowieso niemand ab, der noch bei Verstand ist: Es geht um GEWINN, NICHT um MENSCHENLEBEN. Das war schon immer so.
Zudem sei erinnert an e.g. Monsantos beeindruckende Lügenhistorie, von PCB über Agent Orange bis hin zu MON810 (Genmais), wo unternehmensinterne Studien zurückgehalten wurden und erst Klage seitens Greenpeace Veröffentlichung erzwang -- mit dem Ergebnis, daß selbst unternehmenseigene Studien zeigten, daß (auf französischen Versuchsfeldern im Freien (!)) Mäuse und andere Nager massive Nieren- und Leberschäden davontrugen, und niemand 'wußte, warum'. Sehr deterministisch, nicht wahr?
MON810 ist übrigens gegen den Maiszünsler resistent. Der Einsatz dieser Maissorte ist in Deutschland daraufhin VERBOTEN worden (was jedoch aufgrund des wirtschaftsdiktatorischen Charakters der deutschen Regierung recht verwunderlich ist).
So viele Fehlschlüsse in einem Artikel habe ich noch nie gelesen; die westliche Zivilisation ergibt sich in einem Wahnsinn, und die Schande ist, daß sie qua jahrhunderterlanger Kriegstreiberei und Kolonialisierung die Oberhand hat.
Einfache Fakten: Auch ohne Gentechnik (!) können zur Zeit zwölf Milliarden Menschen ernährt werden -- die Bevölkerung des Erdballs liegt zur Zeit bei etwa 6,65 Milliarden. Jeder der etwa 100.000 Menschen, die pro Tag verhungern, werden ERMORDET!
Von biosprittankenden Cayennefahrern und iPodbesitzern, die am System nichts ändern -- von Ihnen allen!
"Heute stirbt [...] alle fünf Sekunden ein Kind unter zehn Jahren an Hunger oder an mit Unterernährung verknüpften Krankheiten. Im Jahr 2005 hat der Hunger mehr Menschen getötet als alle in diesem Jahr geführten Kriege zusammen."
„Das Wirtschaftssystem bedroht unsere Demokratie.“
Jean Ziegler
Der Import von verarbeiteten Lebensmitteln nach Deutschland wäre dramatisch profitabler als der Import von Biosprit oder von Rohstoffen zur Produktion von Biosprit , denn:
1 Liter Benzin hat einen Heizwert von 10.000 kcal und kostet 1,50. 1 Liter Milch hat 460 kcal und kostet 0,75. D.h. daß ein Liter Benzin 20 mal soviele Kalorien hat wie ein Liter Milch. Das Benzin kostet aber nur doppelt soviel wie die Milch. Es müßte ja, vom Heizwert her gerechnet, 20 mal soviel kosten, also satte 15 Euro. Das Beispiel zeigt, daß Energie als Kraftstoff immer noch dramatisch billiger ist als Energie in durchschnittlichen Lebensmitteln. Anderes Beispiel: 4 Kilogramm Brot haben soviele Kalorien wie ein Liter Benzin, kosten aber im Geschäft glatt das 6-fache. Je näher man dem Rohstoff kommt, desto richtiger wird die Rechnung: 3 Kilo Mehl haben ca 10.000 kcal, kosten etwa 1,20. Also in etwa soviel wie ein Liter Kraftstoff mit demselben Kaloriengehalt. Der hohe Preis der Lebensmittel resultiert also, wie man unschwer sieht, aus der Weiterverarbeitung. Den Konsum von Bäckerei-Brot und Milch darf man getrost als Luxusgut bezeichnen.
Endverbraucher Preis je 1000 kcal
Mehl 12 cent
Benzin 15 cent
Milch 163 cent
Brot 90 cent
Die von Herrn von Petersdorff beschworene Agrarrevolution war doch bereits auf bestem Wege: In Form der Grünen Gentechnik als logische Fortsetzung der von NObelpreisträger Norman Borlaugh angestoßenen "Grünen Revolution". Doch diese Entwicklung wurde von Greenpeace und anderen Besserwissern gestoppt. Sie halten die Drosselung der menschlichen Lebensintensität (auf Neudeutsch: die Verkleinerung des CO2-Fußabdrucks) für wichtiger als die Ernährung der weiter wachsenden Menschheit. Solange ein großer Teil unserer "Elite" das ffür morlaischer hält, als die Entfesselung des technischen Fortschritts, werden weiterhin Arme, wenn nicht ganze Völker auf dem Altar des "Klimaschutzes" geopfert werden.
Also, mich wundert es garnicht, das Lebensmittelpreise in neue Hohen geschnellt sind, waren es doch die Burokraten in Brussel, die immer wieder und immer weiter, Bauern zum Aufgeben zwangen, denn die Bewirtschaftungen von Ackerland und Viehzucht musste gewisse unsinnige Normen erfullen. Das heisst naturlich auch, das nationale Regierungen sich von Brussel vorschreiben liessen, wer was anbauen/zuchten darf und wer wieviel Geld fur diese und jene Arbeit bekommt und durch die EU-Erweiterung kommt zusatzlicher Druck und der Kreisel schliesst sich mit den Schwellen/Entwicklungslandern. In Grossbritannien geben jahrlich bis zu 2.000 Bauern auf und nach neustem Stand gibt es nur noch bis 15.000 Bauern und auch deren Existenz ist bedroht und London verweigert sich und zeigt den Bauern, das es EU-Bestimmungen gibt und 1000de Tonnen von Obst und Gemuse werden jahrlich vernichtet, weil Billigangebote aus Ubersee gibt und das heisst auch, das die Fleischproduktionen aus Sudamerika kommen. Nationale Regierungen mussen zuerst ihre eigenen Burger schutzen und verdeutlichen, das jeder zu vernunftigen Preisen, frische Grundnahrungsmittel kaufen kann. 2 pints of milk das sind 1.120 Liter Milch zahle ich 40 pence mehr in 9 Monaten und uber Fleisch??