21. August 2006 Rund 25.000 Blüten haben die Behörden im ersten Halbjahr 2006 in Deutschland aus dem Verkehr gezogen. Die falschen Scheine summierten sich zu einer Schadenssumme von 1,7 Millionen Euro. Das war nach Angaben der Deutschen Bundesbank ein Viertel weniger als im zweiten Halbjahr 2005.
Von den in Deutschland entdeckten Blüten war jede zweite ein falscher Fuffziger. Nur 15 Prozent waren nachgemachte 20-Euro-Scheine. Am seltensten wurden der kleine 5-Euro-Schein und der wenig gebräuchliche 500-Euro-Schein gefälscht.
Sechs Blüten auf 10.000 Leute
In Deutschland kommen auf 10.000 Einwohner jedes Jahr sechs Fälschungen. Damit liegt Deutschland laut Bundesbank unter dem europäischen Durchschnitt. In jüngster Zeit wurden vor allem in Südeuropa einige bedeutende Fälscherwerkstätten ausgehoben. Die Bundesbank rät allen Verbrauchern, jede Banknote zu prüfen. Die meisten Fälschungen seien mit einfachen Tests und dem Sehen-Kippen-Fühlen von echten Banknoten zu unterscheiden.
In Europa ist inzwischen der 20-Euro-Schein bei Fälschern am beliebtesten - gefolgt von den 50-Euro-Scheinen. Falschgeld-Experten gehen davon aus, daß die Geldfälscher neue Wege erproben, weil im Handel an den Kassen die 50-Euro-Noten inzwischen genau kontrolliert werden.
Text: dpa