Lehman Brothers
Von Gemischtwaren zur Investmentbank
1844 wird Lehman Brothers von deutschen Auswanderern als Gemischtwarenhandel gegründet. Später beginnen die drei Lehman-Brüder, andere Firmen finanziell zu unterstützen. 1887 gehen sie an die New Yorker Börse. Nach der Weltwirtschaftskrise von 1929 vermittelt Lehman Brothers Kredite zwischen großen Kreditkunden und privaten Anlegern.
In den 1950er Jahren begleitet die Investmentbank den Börsengang vieler Unternehmen. Zwischen 1977 und 1994 wird das Unternehmen mehrfach fusioniert und verkauft. Als die Investmentbank dann wieder eigenständig ist, folgt ein erneuter Börsengang, diesmal in London und Tokio. In den Folgejahren erzielt Lehman Brothers Jahr für Jahr neue Rekordgewinne. 2006 vereinigt Lehman an der Londoner Börse das größte Handelsvolumen aller Händler auf sich. Anfang 2007 erreicht der Aktienkurs ein Rekordhoch von 85,80 Dollar.
Im Zuge der Finanzkrise gerät die Bank rasch ins Straucheln und sucht zuletzt fieberhaft nach einem Käufer. Am 12. September 2008 liegt der Aktienkurs noch bei 3,65 Dollar. Das endgültige Aus folgt am 15. September. Die einst stolzen Banker, die mit Kartons in den Händen ihre Büros verließen, wurden zum Sinnbild des „schwarzen Montags”, der die neue Welle der Finanzkrise einleitete.