
Wie schon die Mehrzahl der Kommentare berechtigt anmerken:
Das Verhalten der Post in Kounion mit der Koaltion ist an Verlogenheit nicht zu übertreffen. Wenn Herr Beck dann noch von Überlegungen der Post zur Übernahme der PIN Beschäftigten vorauseilend berichtet, zeigt es doch dem letzten Naivling wie verfilzt die Strukturen zwischen der Politik und der ach so unternemerisch agierenden Post tatsächlich sind.
Da ist der Verkauf der Optionen durch Herrn Zumwinkel noch die ehrlichste Aktion aus der Konzernzentrale.

Er sieht den Balken im eigenen Auge nicht mit der Äußerung, "Hungerlöhne lassen grüßen es ist schon alarmierend".
So zahlt die Deutsche-Post-Tochter Selekt Mail, die einer der Hauptkonkurrenten von TNT ist, ihren 12 000 Beschäftigten in Holland Stücklöhne. Nur 300 Mitarbeiter sind fest angestellt. Alle anderen tragen Briefe im Nebenjob oder in Teilzeit aus (Quelle: Spiegel-online)
Woher nimmt eigentlich die Post AG und Herr Zumwinkel die Berechtigung her, über andere Mitbewerber den Mistkübel auszuschütten, wenn sie selbst im Ausland Stücklöhne zahlt und damit die Risiken auf die Arbeitnehmer verlagert? Dagegen ist die PIN-AG ja Gold! Ich wundere mich, daß ich darüber in der FAZ nichts lese.

Einen Fehler eingestehen ist sicherlich ein erster, positiver Schritt. Der nächste Schritt muss aber entsprechende Konsequenzen beinhalten. Wenn Herr Zumwinkel persönliche Größe und Einsicht zeigen will, soll er die durch den Aktienverkauf gemachten Gewinne einem karitativen Zweck zukommen lassen.
Aber wer zeigt in dieser vorweihnachtlichen Zeit schon gesellschaftliche Verantwortung und persönliche Größe?

So einfach macht es sich ein Herr Zumwinkel. Vor allem die Aussage, dass sein Handeln zu einem unpassendem politischem Zeitpunkt stattfand, hat mehr als einen bitteren Beigeschmack.
Anscheinend ist er der Auffassung, dass sein Handeln zu einem passenderem politischem Zeitpunkt, keinerlei Anstoß gefunden hätte.
Es wäre interessant zu erfahren, was Herr Zumwinkel für einen passenden Zeitpunkt hält, um seine Geschäfts zu tätigen.

Nimmt man die Aussage von Hr. Zumwinkel zur Kenntnis, dass die Post auch künftig als flächendeckendes Unternehmen gilt und eine MwSt-Befreiung dadurch auch künftig gesichert bleibt, bekommt die vehemente Mindestlohnforderung durch die SPD eine bestimmte Richtung und damit das gewünschte Ergebnis.
Das riecht förmlich nach Klüngel und mehr zugunsten eines heutigen und künftigen Monopolisten.
Das Eingestehen eines "Fehlers" bringt Z. nicht aus dem Schussfeld.