Sänger Farin Urlaub

Im Gespräch: „Die Ärzte“-Gründer Farin Urlaub

„Wir müssen keinen bescheißen“

Farin Urlaub hat die Punkrockband „Die Ärzte“ gegründet und ist reich geworden. Georg Meck traf den Sänger auf seiner Tournee und sprach mit ihm über Millionengehälter von Bankern, Moral und Selbstlosigkeit sowie seine Liebe zu Staatsanleihen.

Lesermeinungen zum Beitrag

07. Dezember 2008 14:14

Rebellion gegen Autoritäten

Emmanuel Declerq (Declerq)

In der Tat war der Punkrock eine Rebellion gegen Autoritäten, gegen konservative und traditionalistische Sozialstrukturen, gegen Eltern, gegen Familie, gegen schulische Autoritäten. Diese Autoritäten sind nach den gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte nahezu verschwunden. Im Gegenteil, die heutigen Autoritäten sind nämlich die Nicht-Autorität, Kuschelpädagogik, Political Correctness und linke gesellschaftliche Entwürfe. Dieses haben leider einige Punkrocker noch nicht begriffen, so dass die Ärzte selbst die alten Autoritäten in ihren aktuellen Liedern, wie "Junge" oder "Lasse Reden" neu animieren. Dies ist nicht nur anachronistisch sondern wirkt zudem für mich sehr lächerlich, und erklärt warum heutzutage die Punkrock-Szene so dünn an neue Kräfte und Bands besiedelt ist. Vielleicht sollen die neuen Punker gegen ihre allein erziehende Mütter, Jugendämter, weinerliche Lehrerinnen oder Patschwork-Väter rebellieren? Bis dahin touren alte Punkrock Dinosaurier wie die Stooges, die Misfits und hier in Deutschland die Ärzte und erzählen von langen untergegangenen Zeiten, als es so etwas wie eine Rebellion gab.

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07. Dezember 2008 11:05

nicht ganz korrekt....

Patrick Peters (hagane)

Im Grunde schön und sympathisch zu lesen, aber ein Fehler ist dem Herren Urlaub doch untergekommen. Die Musik die Apple verkauft, ist über die Musikindustrie lizensiert. Von den 99 Cent verkaufspreis pro Nummer gehen ungefähr 10 Cent an die Kreditkartenfirma und ca. 75 Cent gehen direkt an die Musikindustrie. Von dem kümmerlichen Rest muss Apple den Dienst betreiben und einen Gewinn machen. Die Raffgier-Karte kann also auch beim Internetvertrieb getrost der Musikindustrie gegeben werden.

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