
Was heute noch nach einer Spielerei der Marketingabteilungen klingt, kann morgen schon eine ausgewachsene Überwachung sein.
Stellen wir uns nur einmal vor:
Es wird anfänglich eine Ausweispflicht mit RFID-Chip eingeführt, so könnte jeder sofort ausfindig gemacht werden und es hat niemanden zu stören, wenn er nichts zu verbergen hat. Die Steigerungsform wäre ein Inplantat bei Einreise oder Geburt.
Was ist aber, wenn die falsche Regierung dieses Instrument kontrolliert?
Das zeigen uns die Wahlkampfkampagnen immer wieder. Vollbesetzte Wählerzüge setzen sich nach jeden Wahlen in Gang, um dann bei der nächsten Weiche die Richtung zu wechseln.
Wer garantiert uns, bei so viel Bürgerkontrolle und angestrebten Gesetzesänderungen, dass der Zug jemals wieder anhält, um umzusteigen?

Es ist völlig unverständlich, wie jemand eine derart albtraumhafte Technologie loben kann. Trotz ihres Alters stellt die Idee, Menschen rundum zu überwachen (nicht nur in puncto Einkaufsverhalten: man denke etwa an den allerorten grassierenden Terrorwahn) eine ungebrochen aktuelle Bedrohung dar, vielleicht sogar die größte unserer Zeit. Wegen ihrer langfristigen Konsequenzen nimmt vermutlich kaum jemand diese Gefahr wahr; dabei sollten wir vor den Folgen gewarnt sein!
Orwells Horrorvision wird in den letzten Jahren zunehmend Wirklichkeit: in Staaten wie Nordkorea ist die Bevölkerung schon durch Überwachung geknechtet, die USA sammeln eifrig Daten für willkürliche Festnahmen - und Deutschland ist nicht besser! GEZ, LKW-Maut, biometrische Daten in Pässen, Chipkarten für alles und jedes, Rasterfahndung, Videoüberwachung, Kontoabfrage, unverschlüsselte Internet-Übertragungen, Abhörmaßnahmen ... wir sind auch ohne RFID längst mitten im "bösen Traum". Staat und Wirtschaft werden aus Sicherheits- und Profitgier schleichend zu Elementen eines totalitären Systems; es fehlt bald nur noch die offensichtliche Diktatur. Wann endlich schenken wir den belächelten Datenschützern Gehör und wehren uns?