FAZ.NET-Spezial

Kulturschock Siemens

Spezial Der neue Vorstandschef von Siemens wird den Auftrag bekommen, für eine Kulturrevolution zu sorgen. Er muss den Konzern umkrempeln. Die Krise von Siemens ist mehr als eine aktuelle Führungsschwäche. Der Druck auf den Aufsichtsrat wird täglich größer. Holger Steltzner kommentiert.

Lesermeinungen zum Beitrag

01. Mai 2007 08:14

Umkrempeln??

Gustav Adolf Pourroy (pourroy)

Siemens ist ein Unternehmen, das ein universales Programm der Elektrotechnik umfassend vertritt. Die einzelnen Geschäftsbereiche arbeiten zusammen und die dabei auftretenden technischen Fragen müssen Verständnis im Vorstand finden, der bei Konflikten FÜHREN muss.
Die Stärke von Siemens ist seine Universaltät, aber auch gleichzeitig seine Schwäche, weil das die Komplexität steigert.
Daher ist es reine Phantasie der Heißsporne den Vorstand nur mit Personal- und Finanzvorstand führen zu wollen. Die bisherige Führungsstruktur entspricht etwa der von General Electric, auch einem Universal-Konzern.
Natürlich kann man Siemens zur "Vereinfachung der Führung" "Mannesmanisieren", aber da müssen die Akteure des Chaos wohl noch eine Ausserordentliche Hauptversammlung überstehen.

Gustav Adolf Pourroy, München


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29. April 2007 13:10

Die anderen!

Rainer P. Raben-Berger (seevetal1)

Warum sind unsere s.g. enthuellungs-journalisten bloss so blauaeugig??? Diese ganze s.g. SCHMIERGELD affaere ist eine 'garantierte ' (es gibt beweise!!!) schmierenkomoedie der firmen GE/ALSTOM usw.! Nur die deutschen muessen mal wieder rangenommen werden und die konkurenz lacht sich schlapp.! Ich bin in diesem KRAFTWERK geschaeft jahrelang taetig gewesen und habe mit der konkurenz von siemens ganz eng zusammen gearbeitet... Das, was siemens zahlte, sind peanuts gegen die ALSTOM / GE zahlungen um auftraege reinzubekommen. Die siemens fuehrung hat nichts anderes gemacht, was die anderen schon seit jahrzehten machen. Die zerschlagung von siemens steht vor der tuer... die geier der ostkuesten mafia (hedgfond spekulateure) warten schon um wieder mal eine IKONE des deutschen erfolgs zu zerstoeren. Anstatt siemens zu unterstuetzen, haben unsere gekauften journalisten , nichts anderes zu tun, als siemens in die pfanne zu hauen.

RPBR

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26. April 2007 23:16

Kulturschock Siemens

Ernst-Markfried Kraatz (ErnstKraatz)

Das ist ein Fressen für die Gewerkschaften!
Siemens hat anscheinend, verständlicherweise, einen Gegenpol gegen die IG-Metall installieren wollen. Es sei dahingestellt, ob das etwas "außerhalb der Legalität" geschah. Jedenfalls war und ist es ein erfreuliches Bestreben, die inzwischen ausgeuferte Gewerkschaftsmacht zu stutzen. Und da ist den Gewerkschaftsbossen jedes Mittel recht, obwohl es etwas anderes ist, als die widerliche Kumpanei zwischen Vorstand, Teilen des Aufsichtsrats und IG Metall bei VW; dort wird alles schnellstmöglich unter den Teppich gekehrt. Ein vorbestrafter früherer Vorstand darf Namengeber eines Sozialgesetzes sein. Die willfährigen Medien leisten das ihrige. Pfui Teufel!
An die großartigen Leistungen des Hauses Siemens und ihre Bedeutung für Deutschland denken diese Kumpane nicht. Machtgeilheit und Sensationsgier sind ihre Triebfedern.
Ernst-Markfried Kraatz


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26. April 2007 21:45

Umkrempeln

Andreas Seidl (ASeidl)

tut man bei Siemens seit Jahren. Kulturwandel propagiert man ebenso. Was fehlt is Management, das vom Kerngeschäft mit Investitionsgütern etwas versteht.

Hoffentlich bringt "der Neue" diese Erfahrung mit.

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