Schwer durchzusetzen, wenn die Mutter nicht will

Die Macht der Mütter

"Wir sind nie gefragt worden"

Väter beklagen, daß ihnen in der Praxis häufig von den Müttern die Chance genommen wird, ihre Kinder nach einer Scheidung zu sehen. Dietmar Nikolai Webel Bundesvorstand des Vereins „Väteraufbruch für Kinder“ im Interview.

Lesermeinungen zum Beitrag

21. Juli 2006 11:03

Die Macht der Mütter

Armin Emrich (melodebu)

Wenn Herr Webel meint: Gemeinsames Sorgerecht von Geburt an, dann heißt dies konsequenter Weise:
Ersatzlose Streichung des § 1671 BGB und § 1623a.
Durch die ersatzlose Streichung dieser beiden §§ wäre diese Forderung umgesetzt.
Warum fordert der VAFK nicht konsequent die Steichung dieser beiden §§?
Welche Gründe hat dies?
Im Übrigen von Sorgerecht und Umgangsrecht zu sprechen ist falsch. Der Gesetzgeber stellt die Pflicht vor das Recht sowohl was die Sorge und den Umgang betrifft.
Ich würde mir wünschen, dass der "Väteraufbruch für Kinder" nicht so sehr psychologisiert, sondern konsequent politisch wirkt. Erst damit ist den Vätern oder besser gesagt den Kindern geholfen.

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11. Juli 2006 21:43

der Gesundheit der Familie zu Grunde liegend

Carl Andersson (CAndersson)

Im Konjunktiv 'solle das Kind...' meinte Herr Webel bestimmt, also nach der einfältigen Vorstellung mancher Richter, ist die Rolle des Vaters in der Erziehung bestenfalls minderwertig und deshalb auch im Streitfall eher zu vernachlässigen. Nach diesem verdrehten Weltbild, so die Devise, solle das Kind einfach 'bei der Mutter bleiben'.

Am Kern des Problems liegt unsere Vorstellung eines Vaters in der Familie. Während Bindung wohl eher bei Muttern besonders in den frühen Jahren festzustellen ist, sind Eigenschaften wie Durchsetzungskraft, Geduld, Verantwortungsbewusstsein und Zielstrebigkeit eher bei Vätern zu beobachten. Bei Trennung ist deshalb nicht nachzufragen, welche Rolle für die Kinder wertvoller wäre, sondern vielmehr diese zwei Rollen in Wert nach dem verfassungsrechtlichen Gleichberechtigungsgebot gleichzustellen.

Hauptanliegen des Vereins Väteraufbruch betrifft also nicht nur Kinder und Vätern in Trennung, sondern vielmehr die Menschenwürde und somit durchaus auch die Lage in bestehenden Familien. Ziel soll es sein, anstelle Dominanz der Mutter in Erziehungsfragen gegenseitigen Respekt in der Ehe hervorzurufen, welcher der Gesundheit der Familie zu Grunde liegt.

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