Es ist erwiesen, dass die wirtschaftliche Bildung der Deutschen überdurchschnittlich schlecht ist. Wen wundert da noch die wachsende Beliebtheit des linken Spektrums in der Bevölkerung? Es gibt kaum ein Thema, das stärker polarisiert und den gesellschaftlichen Diskurs prägt wie Wirtschaft. Deren gänzliche Abwesenheit in der Bildung ist für mich absolut nicht nachvollziehbar. Jeder sollte die wesentlichen Züge eines Systems kennen, bevor er sich darüber eine Meinung bildet, egal ob Turbokapitalist oder 68er-Sprössling. Wer die Basics nicht kennt, wird anfällig für substanzlose Propaganda vor allem unserer lieben Politiker, zumal Polemik und Populismus heute sowieso schon zum politischen Alltag gehören. Vielleicht hätten wir dann ja auch weniger Dummschwätzer in Deutschland, die meinen schlau mitreden zu müssen und nicht einmal den Ursprung des Wirtschaftens kennen.
Sie haben nur teilweise recht. Das solide Beibringen der Basics ist vernachlässigt worden und sollte viel mehr verfolgt werden, ebenso die Naturwissenschaften.
Jedoch ist eine Einführung in die Ökonomie keine Zeitverschwendung und kein sinnloses Geschwätz. Unter anderem weil Wirtschaft in der Schule nicht vorkommt, glauben so viele, der Staat könne Löhne und Arbeitsplätze beschließen und das Geld dafür einfach drucken, und Unternehmer seien Schmarotzer und Gewinn böse. Wenn wir die nötigen Reformen haben wollen, muß das Volk, das von den 68ern in Schulen und Medien auch in dieser Hinsicht absichtlich dumm gehalten wird, aufgeklärt werden und in den Schulen wäre ein guter Anfang.
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