„Subway“ im Test

Die Sandwich-Macher

Die Ankündigung lautet: „Alle Subs gibt es auch als leckeres Wrap zum Preis eines 15cm Subs“. Verstanden? Der Text stammt aus einem Prospekt der Sandwich-Kette „Subway“. Sie schickt sich an, der größte Fastfood-Anbieter der Welt zu werden. Jürgen Dollase hat sich reingetraut und getestet.

Lesermeinungen zum Beitrag

01. September 2007 12:12

@ Andreas Neubert (Citizen_Kane)

Jan Bolle (janbolle)

Und doch entscheide ich als Kunde, ob ich dort speise oder nicht!
Ich kann es nämlich auch bleiben lassen und mir meine Vollkornschnitte mitnehmen - oder auch die Stahl-Thermoskanne von IKEA erwerben und darin meine Erbsensuppe mit einer Wiener Wurst einfüllen.

Alles eine Frage der Organisation, wenn man mich fragt (und eine Frage damit der BWL, ist aber ein anderes Thema) - und der Bequemlichkeit:
allein von dieser lebt die Industrie beim Entwickeln und Anbieten fertiger Speisen.
Ob Dosensuppe, Pizza, überbackener Fisch "Bordelaise" von Iglo etc., die Kosten und den Aufwand der Zubereitung lagere ich aus an die Industrie, dafür zahle ich etwas mehr.

McDo etc. wären gar nicht so zahlreich, wenn "Esskultur" nicht immer nur Spitzenkoch hieße, sondern mit etwas Reis, Gemüse eine Speise anzurichten und Obst zum Nachtisch zu geben.

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22. August 2007 09:08

Servicewüste Deutschland

Rüdiger Beckmann (rud4711beckmann)

Obwohl ich so gut wie nie in Lokalen
wie McDonald's "esse", und vielleicht
zweimal jährlich Starbucks besuche,
teile ich die Kritik am "Verlust
kultureller Identität" nicht.

Können Sie sich noch an die muffigen
deutschen Innenstädte von vor 15 Jahren
erinnern ? Damals als Sie als Kunde der
Feind waren, der sich eigentlich schon
dafür entschuldigen musste, dass er es
überhaupt wagte, ein Geschäft zu betreten ?

Damit dieser vertriebstechnische Supergau
nicht allzu oft eintrat, wurden die Läden
nur aufgesperrt, wenn alle Kunden keine
Zeit hatten, idealerweise von 08:00 - 12:00
und 13:00 - 17:00. Sollte sich doch jemand
mal kurz vor dem ersehnten Ladenschluss
in den Warentempel verirren, mussten Sie
darauf gefasst sein, vom Verkaufspersonal
angepöbelt zu werden.

Dass sich diese Misere in wenigen Jahren so
dramatisch gebessert hat, liegt entscheidend
an der bösen (vorher verbotenen) Konkurrenz.

Plötzlich merkten die Kunden, dass man an
der Kasse auch angelächelt anstatt angeraunzt
werden kann und gingen lieber in diese Läden.

Wenn Sie Ihrem Stammcaffè die Treue halten,
können ringsum auch ein Dutzend Starbucks
eröffnen und Ihr Caffè bleibt. Es liegt an Ihnen.

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22. August 2007 09:01

Wo sonst rauchfrei?

Thomas Frieling (TFrieling)

Noch ein riesiger Pluspunkt für Schnellrestaurants, speziell für Familien:
In welchem anderen Imbiß oder Restaurant kann man sicher sein, rauchfrei essen zu können?

TF

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21. August 2007 21:36

Und doch: die freie Wahl

Thomas Frieling (TFrieling)

Herr Bolle, ich merke es am besten an mir selbst. Wenn ich zwischen Kundenterminen etwas Zeit habe zu essen, dann gehe ich lieber zu Mac Burger & Co. als in einen Schnellimbiß. Ich weiß, es geht schnell, es hat konstante Qualität und ich weiß, was es kostet.

Alle anderen Imbißbuden sind qualitativ extrem wechselhaft, und gewartet habe ich dort auch schon, vom subjektiven Sauberkeitseindruck ganz zu schweigen.

Natürlich sind mir Lammkotelett mit Thymiankartoffeln und Bohnen deutlich lieber, aber dafür reichen im allgemeinen weder Zeit noch Geld.

Also: machen Sie mir meine Burgerbrater nicht mies!

TF

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21. August 2007 10:41

@Jan Bolle (janbolle)

Andreas Neubert (Citizen_Kane)

"Wie man es dreht und wendet, welcher Player was auch immer anbietet - der Kunde entscheidet!"

Das stimmt sebstverständlich nur zum Teil. Wenn der alteingesessene Betrieb nicht vor Ort ist, kann ich mein Geld auch nicht mehr bei ihm lassen, sondern bin aufgrund fehlender Alternativen auf die Kette angewiesen.

Da spielen noch viel andere Faktoren rein: Überhöhte Mieten, die in den Innenstädten kaum ein "Single-Player" bezahlen kann. Eine von mir schon erwähnte aggressive Marktstrategie, die kleine, ortsansässige Anbieter ausblutet, da sie halt nicht genügend finanziellen Atem haben wie Kettenfilialen, die vom großen Hauptkonzern bezuschußt werden, bis die schwächere Konkurrenz augeblutet ist ("Cannibalization").

"Der Kunde entscheidet", "Der Markt kann nicht irren". Das sind hübsche theoretische Modelle für BWL- und Volkswirtschaftsseminare und auch nicht vollkommen falsch. Zu glauben, dass sie aber 1:1 die Realität wiedergeben, ist entweder naiv oder dumm. Die Realität ist um einiges komplexer, als das einfache Theoriemodelle aus nur einem Wissenschaftsbereich sie auch nur annähernd wiedergeben können.



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20. August 2007 21:20

Sub-Sandwiches

Alex Merck (AlexM3)

Subway ist für eine hierzulande nicht so bekannte US-Spezialität - das Sub-Sndwich - ungefähr das, was McDo und Burger-King für den Hamburg/Cheeseburger sind.
Aus eigener Erfahrung muss ich allerdings auch lobend erwähnen, daß sowohl die Modularität als auch die Qualität sich wirklich positiv gegenüber den beiden anderen Ketten abheben. Glückwinsch an Jürgen Dollase, daß er sich herangetraut hat und die Kette zumindest nicht ganz (wie eigentlich von mir erwartet) niedergemacht hat.

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20. August 2007 21:00

Der beste Grund: Root Beer

Thomas Frieling (TFrieling)

Der erste Grund, warum ich gelegentlich bei Subway esse - übrigens niemals Sandwich, immer nur Salat pur:

1. Ich gerate nicht in Versuchung, einen dicken Fleischklops mit Pommes Frittes zu essen.

2. Nirgendwo sonst in meiner Stadt gibt es Root Beer, dieses schaurig, fiese, süße, pikante, leckere Gesöff.

TF

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20. August 2007 19:49

@ Eins vorweg

Jan Bolle (janbolle)

Als Agraringenieur bin ich mit den Tränen aller Bauern wohlvertraut: der Erzeuger der Rohprodukte erzielt geringe Erlöse, die Wertschöpfung erfolgt erst in der Veredelung zu Burgern, Würsten etc. wobei letztere allerdings "Fleisch" auf Hackfleischbasis beinhalten.

Ihr Beitrag läßt die Kritik erkennen am Fastfood eines verqueren US-Images. Alternativ kann ich Döber Kebap, Pizza und Gyros verzehren, nur dass diese Anbieter i.d.Regel nicht so organisiert haben wie die US-Anbieter.

Allein der Kunde entscheidet über den Erwerb, und dieser ist Bestandteil des Marktes, und nur um ihn geht es.

McDo weiß mit McCafé eine Marktlücke zu schließen ubiquitär Kaffee und Kuchen anzubieten in gewohnter Qualität, das gleiche gilt für Starbucks.
Ich habe nicht den Eindruck, dass hiesige Verbraucher früher auch schon Kaffee und Kuchen derart verzehrt haben - man erwarb es beim Bäcker. Dieser ist von KAMPS kaputt gemacht worden. Guter Kuchen kommt also nun von McCafé, und eine heimelige Atmosphäre wird mitangeboten.

Wie man es dreht und wendet, welcher Player was auch immer anbietet - der Kunde entscheidet!

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20. August 2007 19:15

Ich kauf mir ein Baguette

H. Gebhardt (hgebhardt)

Warum kommt Ihr Tester, Herr Dollase, nicht auf die naheliegende Idee, auch mit Doener und Baguette-Sandwich zu vergleichen.

Was das Brot anbetrifft: vergliche man Subwaybrot mit jedem x-beliebigen Baeckerbrot, der Subwayweichling wuerde fast immer verlieren.

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20. August 2007 17:58

Eins vorweg, ...

Andreas Neubert (Citizen_Kane)

... ich habe nichts grundsätzlich gegen amerikanische Burgerketten, Coffeeshops und Sandwichläden. Bin sogar hin und wieder (wenn auch selten) Kunde. Auch das ist mittlerweile Teil unserer und internationaler Kultur.

Was mir nur sehr zu denken gibt ist, dass die deutschen Innenstädte immer mehr zu Monokulturen der amerikanischen Franchiseläden werden. Hier in Düsseldorf beispielsweise breiten sich Starbucks und Subway fast (man entschuldige das harte Wort aber es passt verdammt) metastasenartig aus, alteingessene Betriebe werden verdängt, das (kulturelle) Angebot wird immer einseitiger. Und das Starbucks radikale Methoden anwendet, um Konkurrenz am Markt auszuhungern (Stichwort "Cannibalization") machte schon vor fünf Jahren die Runde.

Ich bange da um eine kulturelle Vielfalt, die zusehends auf der Strecke bleibt. Der Markt, der angeblich alles regelt, interessiert sich für so etwas nämlich nicht.

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20. August 2007 16:49

Die Qualität stimmt

johann marchart (justbeing)

Als gelegentlicher Konsument der Produkte von Subway in China kann ich nur sagen, dass die Qualität der Produkte sehr gut ist und das die Ausgangsprodukte auch bei weitem frischer als bei anderen Fastfood-Ketten sind. Was besonders, zumindest hier, lobenswert ist, dass ich genau das Sandwich bekomme, dass ich will, mit dem Belag auf dem Brot, das ich will.
Dem Autor des Berichts sei vielleicht angemerkt, dass wer von so vielen Akkorden spricht, vielleicht über (klassische) Musik schreiben sollte.

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20. August 2007 16:18

Fraglich

Daniel Crommer (crommer)

Ich habe nun auch einen SUBWAY in Gehreichweite. Überzeugt hat mich das Angebot allerdings nicht. Das Brot ist zu weich, die Beläge nur durchschnittlich. Der Preis für ein Menü mit Getränk ist etwas zu teuer. Gegenüber gibt es eine sehr gute Döner-Bude, bei der ich zum gleichen Preis à la Minute gebackenes Brot, gefüllt mit saftig-knusprigem Lammfleisch, inclusive frischem Salat und Sauce bekomme.Getränk mit eingerechnet. Da fällt die Entscheidung leicht.

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20. August 2007 14:43

Deutlich besser als jeder Mc oder BK Matschburger

Peter Holzhauser (Pit0711)

Der Belag schmeckt zwar typisch fad nach Gewächshaus, aber immer noch besser als jeder Schmarrn der beiden anderen FastFood Katten. Mein Favorit ist der B.M.T doppelt Belegt.
Mit dem abbeisen habe ich keine Probleme. Der Author isst wohl nur immer Mundgerechtes

das waren meine 2 cent

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20. August 2007 14:42

Subway

Hans Wegner (Fanuta)

Gruss aus den USA. Subway schmeckt doch eigentlich sehr gut, ich hatte damals 1992 das erstemal ein Sandwich bestellt. Es hat mir gar nicht so geschmeckt mit dem Salat und all dem Zeug was da so rein kam. Seit geraumer Zeit habe ich angefangen diese Sandwiches doch zu mögen. Nun ist aber eine neue Sandwich Kette in den USA auf dem Markt und deren Sandwiches sind um ein vielfaches besser. Die Werbung von Quiznos zeigt klar die Probleme von Subway auf: man kann kaum Fleisch finden, bei Quiznos sind es fast riesige Fleischberge und es schmeckt so gut. Also Subway ist die magere Ausgabe von Sanwiches Quiznos hat wirklich mehr zu bieten.

Quiznos ist mein Favorit
Subway ist für Magersüchtige

Gruss aus USA

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20. August 2007 13:55

Erstaunliches Lob

Matthias Rüttgen (MRuettgen)

Von Jürgen Dollase ist man eher "deftige" Kritik gewöhnt. Umso überraschender, daß "Subway" so gut wegkommt.

Aber es stimmt durchaus, daß vieles bei "Subway" passabel ist, vor allem wenn man im Fast-Food-Sektor vergleichen muß. Die Kritik am Schinken ist richtig. Über die Saucen hätte noch das eine oder andere kritische Wort fallen müssen, denn sie sind etwas zu süß und wenig ausgewogen. (Soweit ich mich erinnere. Es muß schon über ein Jahr her sein, daß ich das letzte Mal bei "Subway" gegessen habe.)

Doch danke für die erhellende Kritik!

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