Gesundheitsreform

So funktioniert der Gesundheitsfonds

Die Krankenkassen lehnen die geplante Einführung eines Gesundheitsfonds ab, Sie fühlen sich entmachtet und warnen vor einer Bürokratisierung des Gesundheitswesens. Für Versicherte bleibt eine Reihe von Fragen.

Lesermeinungen zum Beitrag

14. Juli 2006 16:17

Gesundheitsfonds

Stefanie Vogel (Stefanie.Vogel)

Hier wird mal wieder neue Bürokratie und Verwaltung aufgebaut, anscheinend sollen wir Bürger so verwirrt werden, bis auch der Letzte nichts mehr vesteht. Das häufige Beklagen, die PKV verhält sich nicht solidärisch, sie zahlt auch nichts in den Strukturausgleich kommt wohl von der Unwissenheit vieler. Gerade die PKV ist sehr solidarisch, vieles wäre in der GKV finanziell nicht möglich, gäbe es die PKV nicht mehr, viele Ärzte und Krankenhäuser hätten schon aufgeben müssen. Das PKV System bildet Altersrückstellung und belastet daher nicht die junge Generation, die in der GKV und auch GRV die horrenden Schulden tragen müssen. Schuldenberge hinterlassen soll also solidarisch sein ?? Hoffentlich begreift die Politik das es kurz vor 12 ist, Mut ist für mich was anderes und Reform auch. Ich denke die Systeme können voneinander lernen, dazu muß man nicht ein funktionierdes kaputt machen. Stefanie Vogel

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07. Juli 2006 12:21

GKV Beitrag war immer nur eine Steuer.

Wilhelm Schneiderhan (mini_paladin)

Das Beitragssystem der GKV ist sowieso nichts weiter als eine Steuer über die ein euphemistisches Deckmäntelchen gestülpt wurde, in dem man es Versicherung nennt.

Eine Versicherung deckt immer nur das persönliche Risiko ab. Man kauft also ein Produkt, dessen Wert sich versicherungsmathematisch nährungsweise errechnen lässt. Man stelle sich vor, die KFZ-Haftplicht richtete sich nach dem Einkommen, wie absurd wäre das. Für die GKV scheint man genau das aber aus irgende einem Grund für logisch zu halten.

Der Zusammenhang zwischen Einkommen und Beitrag zur GKV dient nur der Einnahmensteigerung nicht der Finanzierung des Risikos. Darüberhinaus zerstört die Möglichkeit die Einnahmen im Gesundheitswesen beliebig erhöhen zu können (die GKV besitzt ein Monopol was Staatlich gesichert ist) jeglichen Zwang zur Ökonomisierung.

Wenn man in Zukunft aber die GKV wenn auch nur zum Teil aus Steuermitten finanziern möchte, dann muss man auch jedem Bundesbürger Versicherungsleistungen zur Verfügung stellen.

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07. Juli 2006 00:02

Bürokratisches Monstrum

Paul Schächterle (paulimausi)

Was soll der Sinn dieses "Gesundheitsfonds" sein?

Die Deckelung des Arbeitgeberbeitrages? Kann man zur Not auch per Gesetz einführen. (Wenn man es denn will.)

Die Sicherung einer solidarischen Finanzierung? Dazu müßte man vielmehr die PKV oder deren Privilegien abschaffen.

Mehr Wettbewerb? Der Wettbewerb wird durch den Fonds nicht gestärkt.

Risikostrukturausgleich? Gibt es schon. (Nur die PKV sind natürlich nicht dabei.)

Alles in allem erinnert der Vorschlag des Fonds an die letzte große Gesetzgebungskatastrophe: "Hartz IV" mit den sog. "Arbeitsgemeinschaften" zwischen Kommunen und Bundesanstalt für Arbeit.

Die haben auch nur Geld, Zeit und Nerven gekostet, die Sachbearbeiter von ihrer Arbeit abgehalten, die Betroffenen verunsichert und das Problem bestenfalls nicht verschlechtert.

Und genau das wird uns beim "Gesundheitsfonds" auch blühen, fürchte ich.

Der Grund für diese Mißgeburt sind die gegensätzlichen Vorstellungen von Union und SPD bezüglich der Finanzierung des Gesundheitssystems. Wenn das aber so ist, dann sollte man die großen Änderungen lieber lassen und sich auf kleinere Verbesserungen konzentrieren.

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06. Juli 2006 00:59

Neutrale Berichterstattung ist anders

Josef Pfeiffer (jospfeiffer)

Von dem Beitrag hätte ich erwartet, daß beschrieben wird, was von der Regierung intendiert wird, samt Hintergründen, warum welche Maßnahme geplant ist. Statt dessen muß ich lesen, welche Konstruktionsfehler irgendein Redakteur in das Konzept hineininterpretiert. Das interessiert mich wahrlich nicht! Gedanken über Vor- und Nachteile mache ich mir lieber selber.

Josef Pfeiffer

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05. Juli 2006 14:38

Gesundheitsfonds

Astrid Schmidt (Dirtsa)

Die größte Mogelpackung der neueren Geschichte.
Es wäre schön gewesen wenn hier "Profis" am Werk gewesen wären und die ganze Sache tatsächlich reformiert hätten - aber das ist (und bleibt) wohl ein Wunschdenken ! Statt dessen hat man sich wohl auf den kleinsten gemeinsamen Nenner geeinigt - und das während das Volk vom Fußball wie paralysiert ist und die Politik in den Hintergrund deraten ist.
Die Abrechnung kommt halt erst später...

Eine Reform muss sich daran messen lassen, ob sie die bestehenden Probleme löst oder nicht. Das tut diese Reform nicht.

Die gewählten Volksvertreter wandeln sich zu VolksVERRÄTERN... Oder warum werden sonst "ohne Not" -zigtausende Arbeitsplätze vernichtet ?

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05. Juli 2006 13:06

GKV Beitrag ist nun endgültig eine Sozialsteuer

otto morgenroth (aurora2)

Bei dem System des Gesundheitsfonds zahlt nun jeder in der GKV freiwillig und Pflichtversicherte eine vom Staat festgelegten Beitrag. Der Beitrag und die Pflichtversicherungsgrenze werden so festgelegt, dass das Geld reicht. Damit hat dieser Beitrag wirklich nichts mehr mit einer Versicherung zu tun, da selbst gut wirtschaftende Kassen diesen "Beitragssatz" verlangen müssen und nur in ganz geringen Umfang ausschütten dürfen.
Da für den unterschiedlichen Beitrag (abhängig vom Einkommen und der Art des Einkommens) jeder das Gleiche bekommt, ist dies eine Steuer für die Mitglieder in der GKV um die Kosten der Arbeitslosen, Geringbeschäftigten und Sozialrentner zu finanzieren.
Diejenigen, die dies beschließen tragen allerdings nichts dazu bei, da sie in der Beamtenbeihilfe und PKV sind.
Der Sozialismus siegt, doch behalten die Herrschenden ihre Privilegien.

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