Beim Bezahlen zückt der Amerikaner gerne die Kreditkarte

Amerikanischer Konsum

Kreditkartenschulden auf Rekordniveau

Kreditkrise, hohe Inflationsraten und Benzin zu Rekordpreisen haben viele Amerikaner an den Rand des Ruins getrieben. Zur Finanzierung ihres Konsums weichen sie nun auf Plastikgeld aus - und geben aus, was sie gar nicht haben. Von Claus Tigges, Washington

Lesermeinungen zum Beitrag

24. April 2008 13:39

Zum Thema Überschuldung

Franz von Papen (maximilianvp)

Warum liest man in Deutschland sowenig darüber, dass unsere eigene Staatsverschuldung, auch und gerade im Vergleich mit den USA so hoch ist? Bei einer so hohen Schulden muss unser Vertrauen in die Innovationskraft unserer Wirtschaft ja sehr hoch sein:

Germany

Population:
82,369,548 (July 2008 est.)

GDP (purchasing power parity):
$2.833 trillion (2007 est.)

GDP - per capita (PPP):
$34,400 (2007 est.)

Public debt:
$1.849 trillion (2007 est.)
65.3% of GDP (2007 est.)
$22,448 per capita (2007 est.)

Population below poverty line:
11% (2001 est.)


USA

Population:
303,824,646 (July 2008 est.)

GDP (purchasing power parity):
$13.86 trillion (2007 est.)

GDP - per capita (PPP):
$46,000 (2007 est.)

Public debt:
$5.100 trillion (2007 est.)
36.8% of GDP (2007 est.)
$16,788 per capita (2007 est.)

Population below poverty line:
12% (2004 est.)

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23. April 2008 20:41

Ein Mosaikstein

Konrad Fit (Einstein-1)


Im Kaufverhalten der US-Bürger, war ein gleichbleibender Wertzuwachs ihrer
Immobilien, eine fest eingerechnete Grösse.

Da der Weg der Immobilienpreise die entgegengestzte Richtung einschlug, und
diesen leider auch weiterhin fortsetzt, lösen sich mit jedem Prozentpunkt, etwa
140 Milliarden $ in nichts auf.

Und so wurde uns ein Monster geboren.
Im Yu-Gi-Oh Spiel mit Kettenglied benannt.

Ausgehend von den US-Hausbesitzern, über die Hyphotekenbanken, Börsen,
Kreditkarteninstitute, Anleger, andere Banken, Investmentbanken, spekulierenden
Banken, Anleihenversicherer, Versicherungen u.s.w. bis zu den weltweit steigenden
Rohstoff und Lebensmittelpreisen.

Würde die FED, von Beginn der suprime Krise an, die in Not geratenen Hausbesitzer
unterstützen, hätte dies kettengliedbedingt mehr Schadensbegrenzung gezeitigt.

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23. April 2008 16:45

stop, halt !

ch. buettner (kufediloar)

man sollte doch ein bisschen besser recherchieren wenn man ueber die Kreditkartenschulden eines Landes schreibt in dem es nur 'gedeckte' Konten gibt.
Es existiert in den USA kein sog. Dispo Kredit, den jeder Deutsche mit seiner Kontoeroeffnung quasi als Beigabe bekommt. Die einzige Moeglichkeit sich bis zum naechsten paycheck Geld zu leihen ist entweder der Kredithai an der Ecke oder eben eine Kreditkarte. Wenn Sie jetzt also bitte den stand der Dispokredite in deutschland mit der Anzahl der kreditkarten in den USA vergleichen, sieht die Sache doch schon wieder ganz anders aus, oder?

des weiteren gilt man in den USA als kreditwuerdig, wenn man Schulden hat und nachweisen kann, puenktlich, sprich zuverlaessig abzubezahlen. weniger wichtig sind die Sicherheiten. Hier liegt das groessere Problem, Kreditvergabe nach dem oportunity verfahren, sprich was traue ich dem 50 jahrigen Fliessbandarbeiter noch an Kariereschritten zu..?!

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23. April 2008 13:38

Krise = Chance

Siegfried Riecker (SARC)

Es gehört in den Schulen gelehrt, wie man mit seinem Geld am besten umgeht und wie das ganze Geldsystem funktioniert! Aber wahrscheinlich gibt es mächtige Interessen, die dem entgegen stehen.
Vielleicht erleben wir jedoch im Verlauf des kommenden Crashs, daß diese dem Gemeinwohl entgegen stehenden Interessen offenbar werden und sich daraufhin eine Gesellschaft herausbildet, in der die Menschen miteinander und mit ihren finanziellen und sonstigen Mitteln verantwortungsbewußter umgehen.

Wir Europäer sind seit dem letzten Weltkrieg an der Hand unseres 'großen Bruders' durch immer blühendere Landschaften spaziert. Jetzt macht er aber gewaltig große Schritte und der Weg wird immer unsicherer und gefährlicher - wenn wir da nicht auf unsere relativ kurzen Beine achten und uns weiterhin mitziehen lassen, haut's uns vielleicht noch als Erste auf die Schnauze.

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23. April 2008 13:37

Warum denn diese Toene

Uwe Otto Petersen (upeterse)

wenn die Summe der unfinanzierten Pensionsanwartschaften (Schulden) des Oeffentlichen Diensts und der Beamten in Deutschland die unvorstellbare Summe von ueber E5,000 Milliarden erreicht hat. In den USA sind die Pensionen der Bundes- und Staatsbeamten fast vollstaendig finanziert. Diese US Pensionfonds stellen den Hedgefonds doch die Gelder bereit mit denen diese in Deutschland raeubern gehen.

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23. April 2008 13:11

Kreditkartenmanie

kurt schupp (Platino99)

Diese Katastrophe ist eine von vielen Katastrophen, die aus dem Raubtierland USA herübergeschwappt werden. Und alle Welt - insbesondere die "hirnlosen" Deutschen, greifen jede noch so absurde Idee von der kriminellen USA auf. Manchmal funktioniert das System USA in Deutschland aber nicht (siehe Walmart - Versklavung des Mitarbeiters). Doch generell werden mit dieser amerikanischen Methode in kürzester Zeit die sagenhaften Tellerwäscher- Millionäre gemacht. Erste idiotische Eindrücke von diesem amerikanischen Abzockersystem habe ich 1981 in New Orleans kennen gelernt. Ich besuchte ein Herrenhaus am Mississippi (jetzt Museum) eines Baumwollbarons aus dem 19.Jht. Der Eintrittspreis betrug wenige Dollar. Ich staunte nicht schlecht, als die Amerikanerin vor mir ihr prallgefülltes Portemonnaie öffnete und dort herumfingerte. Anfangs dachte ich, dass sie dort einen Zettel suchte, aber Fehlanzeige. Sie zog nach endlicher Suche dort unter mindestens funfzehn bunten Karten eine bestimmte heraus und zahlte mit dieser. Diese farbigen Karten waren alles Kreditkarten! Zurück in der Stadt betankte ich an einer Petrol-Station meinen Leihwagen. Doch als ich an der Kasse cash bezahlen wollte, lehnte der Kassierer ab und verlangte eine Kreditkarte.

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23. April 2008 12:39

Die USA hatten schon mal Einkommenssteuersätze von 75% !

Paul Rabe (heidelpaul)

Jedem Schuldner steht immer auch ein Gläubiger entgegen, Schulden machen eine Gesellschaft also nicht ärmer aber immer ungleicher.
Denn der Schuldner wird einen immer größeren Teil seiner Produktivität dafür aufwenden müssen um die Ansprüche der Gläubiger zu befriedigen.

Die amerikanische Gesellschaft spaltet sich also immer mehr in Reiche und Arme.

Wie lange eine Gesellschaft das durchhält ist die spannende Frage. Ich wette, daß wir in baldiger Zukunft wieder soetwas wie einen "New Deal" in den USA erleben werden.

Was kaum ein neoliberaler USA-Fan in Deutschland weis. Die USA hatten schon mal Einkommenssteuersätze von 75% und Erbschaftssteuersätze von 70% (unter Roosevelt).
Irgendwann wird auch dort die Stimmung wieder kippen....

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23. April 2008 12:35

Überheblichkeit gegenüber den USA nicht angebracht

Marvin Parsons (mapar)

Wir haben ein "Easy-Credit"-Stadion in Nürnberg, kreditfinanzierte Urlaubsreisen, Autos, Unterhaltungselektronik, dazu ein Glauben an teure Marken gerade bei Geringverdienern. Viele leben konsequent über ihre Verhältnisse bis gar nichts mehr geht, ein Bremsen vor dem Ruin ist offenbar selten möglich.

Der einzige wirkliche Unterschied zu den USA: Dort hält man sich für seine Verschuldung selbst verantwortlich, während in Deutschland grundsätzlich der Staat schuld ist, weil er nicht höhere Einkommen und niedrigere Preise beschließt (als ob das, selbst wenn das ginge, nur einen einzigen Unbedarften davon abhalten würde, finanziell gegen die Wand zu fahren).

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23. April 2008 12:24

Kreditkartenschulden - die Gegenreaktion

Fionn Huber (fionn)

Haben die Amis endlich genug von deren "maxed-out" Kreditkarten?
Nun setzt eine Gegenreaktion ein: die sog. "Frugalistas" sind im Vormarsch. Diese sind genügsame amerikanische Frauen, die energisch und sehr systematisch Geld sparen wollen. Einige haben es sogar schon geschafft, nur einmal die Woche shoppen gehen.

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23. April 2008 11:09

Das ist schlimm

Thomas Wenzel (Coloneltw)

die Menschen lernene s einfach nicht mehr mit geld umzugehen. meine Schwiegereltern machen es auch vor. 3 Töchter. Eine (meine Freundin) in priv. Insolvenz, die nächste hat ihr erstes Konto mit 18 bekommen, die andere jetzt mit fast 17. Sie hatten nie Taschengeld immer nur Mama Papa bezahlt schon irgendwie. Aber mit Hartz IV gar nicht so einfach. Sie haben nie rechnen gelernt. Sie mussten nie mit einem Budget einen gewissen zeitraum überbrücken. Und Ihre Jüngste borgt sich jetzt Geld weil ihr Azubigehalt nicht ausreicht bis Monatsende. Diese Fressschulden kann sie nie ausgleichen wenn sie es nicht lernt - also die nächste potentielle Insolvenz Frau. Dazu kommt, dass unseriöse Firmen ohne Schufa, ohne Kontrolle, trotz Insolvenz Kredite, Handyverträge und Kleinkredite vergeben. Dazu noch eine Kreditkarte. Sowas gehört verboten. Auch diese kaufen sie jetzt bezahlen sie später Manier.
Das kann nur nach Hinten losgehen.Und die Frage ist: Wie sollen diese beiden ihre finazielle Inkompetenz an Ihre Nachkommen weitergeben?
Sowas gehört in die Schule als Unterichtsfach aber Gott nein die Schüler müssten dann noch mehr lernen nämlich das was die Eltern versäumt haben.

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23. April 2008 10:06

@ Herrn Hellner

Heiko Schlösser (xx5000)

ich kann ihnen nur beipflichten!!!

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23. April 2008 10:00

Habe ich vor 20 Jahren auch gemacht

Christian Roigk (Dubai1)

In den USA werden Rechnungen mit Schecks bezahlt, Ueberweisungen sind dort nicht sehr verbreitet. Mit einer Kreditkarte erhaelt man auch gleichzeitig ein Scheckbuch vom Kartenherausgeber. Als ich mal einen Monat klamm war, habe ich Visa mit American Express Scheck, und die American Express Kartenrechnung mit dem Visa Scheck bezahlt = Nullsumme. Hat bestens funktioniert.
Da viele Amerikaner weit mehr als 3-4 Kreditkarten haben, kann das bei schlichteren Gemuetern schnell in eine finanzielle Katastrophe muenden, weil viele Leute keinerlei Ueberblick ueber die Gesamtsumme ihrer verschiedenen verteilten Schulden haben, und keinerlei Ersparnisse, da Sparen in den USA wenig ausgepraegt ist. Ich bin ueberzeugt davon, dass die naechste Finanzkrise ausgeloest durch die unverantwortliche Ausgabe von Kreditkarten an Menschen, die damit nicht umgehen koennen, schon vor der Tuer steht. Natuerlich hat dann keiner dies vorausahnen koennen, wie immer...; hier in Dubai das gleiche Lied, Mitarbeiter mit umgerechnet EUR 520 Gehalt haben 8 Kreditkarten mit insgesamt EUR 7.000 Schulden. Die kommen nie davon runter...

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23. April 2008 09:21

Bitte mal über die Verschuldungssituation in D berichten

Christoph Anschütz (TuNichtGut)

über gnadenlos überzogene Dispos, über Immobilien, die zu Phantasiewerten finanziert sind, mit dreißig (!!!!!!!) Jahren Tilgungszeit.
Über Autos, die finanziert und geleast sind, und das ist die Masse der Neuwagen. Und zwar auch bei den Privaten, mit Finanzierungszeiträumen von bis zu acht Jahren. Über Ratenkauf und Urlaubsreisen auf Raten.
Schön, das ist nicht auf Kreditkarten drauf. Aber unter dem Strich genau das gleiche. Nur wird in Deutschland nicht drüber geredet, der Michel ist immer noch nicht in der Lage über Geld zu reden.

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23. April 2008 08:39

Die fetten Jahre sind vorbei

Rudolf Ortwein (rudi.rotwein)

Der US-Bürger lebt ebenso wie seine Regierung seit 30 Jahren über seine Verhältnisse. Während der Großteil der Menschheit von weniger als 1 Dollar täglich leben muß und ein erheblicher Teil der Menschheit hungert , war die US-Gesellschaft prall bis zum Platzen. Das ändert sich jetzt rapide, und das Heulen und Zähneklappern fängt an. Daß man Plastikgeld nicht essen kann, müssen sie jetzt lernen.

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23. April 2008 08:17

Amerika Amerika

Martin Buchwald (Denken)

Zu allererst möchte ich mal kurz über den Benzinpreis müde lächeln! 61 ct für den Liter Benzin ist immer noch lächerlich wenig. Angesichts der Tatsache, dass selbiger im Euroraum überall über 1 EUR liegt.

Zum anderen sei an dieser Stelle nochmal an die Hupen von Politikern und Managern erinnert, die uns in den letzten Jahren immer wieder vorhielten das wir genauso zu leben hätten!

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