Gewitterwarnung am Finanzplatz

Finanzkrise

Nun muss der Staat den Banker geben

Die Aktienkurse stürzen weiter. Das bringt die Banken in Lebensgefahr. Ihnen fehlen 675 Milliarden Dollar Eigenkapital, sagt der Internationale Währungsfonds. Die Märkte sehnen Verstaatlichungen herbei. Von Winand von Petersdorff

Lesermeinungen zum Beitrag

13. Oktober 2008 09:33

Bankenrettung

Rudolf Ortwein (rudi.rotwein)

Die Rettung der Banken durch den Staat aufgrund von Sub-Prime- Krediten wird die BRD-Volkswirtschaft voraussichtlich 400 Milliarden kosten. Nach der Sub-Prime-Welle kommt als nächstes die Kleinkreditwelle (Autos usw.) aus den USA an, welche nach Schätzungen das eineinhalbfache dessen ausmacht, was Subprime war. Wer wird diese Welle finanzieren ? Und was die Hauptfrage ist. Wer wird diese Schulden alle zurückzahlen ? Bereits die jetzigen Staatsschulden können nicht zurückgezahlt werden. In welcher Form soll diese aufgeblasene Staatschuldenblase bereinigt werden ? So wie die beiden letzten Male, durch inlationäre Abwertung ?

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12. Oktober 2008 21:43

@Siegfried Bauer (Siggi40)

Hans Müller (testo001)

Sehr geehrter Herr Bauer, was soll sie auch tun? Es ist ein bisschen wie in Orwells Animal Farm, das internationale Finanzbonzentum (Schwein) steuert die Wirtschaft, die deutsche Politik (Bluthund) ist ihr Unterstützer. Ob Krieg im Irak, Bankenkrise, Umweltzerstörung... in letzter Instanz ist es immer die Wirtschaftskraft die alles verursacht. 1977, als ein paar mutige junge Menschen in ihren Zellen ums Leben kamen war der richtige Ansatz geboren, er erstarb jedoch an der Konsumgeilheit der Mttel- und der korrumpierten Unterschicht. Es ist Zeit zu handeln, Zeit, um dieses ausgehöhlte und tollwütige, sogenannte demokratische System zu beenden und gegen eine echte Demokratie zu ersetzen, ähnlich wie dies in der Schweiz der Fall ist. CDU/FDP/SPD/Grüne haben der BRD Schulden aufgehalst, die sie in den nächsten hundert Jahren kaum wird abtragen können. Es liegt in der Hand des Wählers, ob er wieder die gleichen Steuerräuber wählt oder aber ob er eine Partei wählt, die nachweislich wahre deutsche Interessen (die des Volkes) vertritt. Deutsche! Helft mit, den Politganoven und Wirtschaftsbonzen das Handwerk zu legen. Nie wieder CDU/SPD/Grüne! Sie sind unser Unglück.

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12. Oktober 2008 21:08

Vertrauen gewinnen in den Wettbewerb

Lothar Schepers (LotharSchepers)

Auslöser der Finanzkrise, ist der Vertrauensverlust. Wenn die Gemeinschaft, also wir als Staat, noch genügend Reputation haben um Vertrauen aufzubauen, dann stellt sich die Frage der Vorgehensweise. Sollte eine Gemeinschaft per Beteiligung oder per Garantiezusage Vertrauen bilden? Ich denke, dass wir, der Staat, als ein träges aber solides Gebilde, schlecht beraten sind, sich direkt in den dynamischen Prozess globaler Märkte einzukaufen. Daher plädiere ich für eine staatliche Garantiezusage für alle, die sich einer Kontrollinstanz unterwerfen. Die Kontrollinstanz sollte von Wirtschaftsprüfern oder Ratingagenturen gebildet werden, die sich z.B. bei der Bundesschuldenverwaltung bewerben. Wer eine staatliche Garantie wünscht, müssten alle Bücher und laufenden Transaktionen vor der Kontrollinstanz offen legen und bekommt dafür eine individuelle Garantiezusage des Staates. Wer eine Forderung gegen diese Unternehmen absichern lässt, der zahlt eine Gebühr über die, die Kontrollinstanz finaziert wird. Jede verbürgte Forderung wird von der individuellen Garntiezusage abgezogen. Sicherheit hat ihren Preis und den zahlt der, der Sicherheit will und nicht der Anbieter. Des Brot ich ess, des Lied ich sing. Vertrauen ist der Anfang von allem.

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12. Oktober 2008 20:21

Unter uns gesagt

Achmed Dybe (a-we)

Wer das Geld hat , sagt wo es langgeht - und das ist die Wirtschaft . Die wird sich ihre Spielregeln nicht kaputt machen lassen - und solange man mit DIESEM Bankensystem exorbitant verdienen kann , wird nichts geschehen . Obwohl die Banken am Abgrunde stehen - nicht aber die Mächtigen und Macher in diesen Instituten . Ganz gleich was da noch "alles dranhängen" mag und mit verquickt ist : Wir , der Staat , sollte das ganze Bankensach sich selber überlassen , so , wie es die gesamte Finanzbranche bis jetzt auch getan hat . Sie hat an uns die Macht des Geldes und des Profits sich austoben lassen . Jetzt sind eben diese Institutionen selber dran das auszuhalten , was wir erdulden mußten . Keinen Pfeng dafür , Daumen nach unten .

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12. Oktober 2008 20:14

Gründe für die Bankenkrise

Gotthard v. Manteuffel (kurlaender)

Gründe gibt es sicher viele, aber ganz wesentlich beigetragen hat sicher der "Community Developement Act" von 1977, mit dem Päsident Jimmy Carter - mittlerweile wirklich jedermann als wirrsinniger Gutmensch bekannt - Immobilienbesitz in breite, sozial schwache Schichten zu bringen suchte. 2 Jahre später wurde dann die "Association of Community Organizations for Reform Now" (ACOM) gegründet, die zwar weit weniger das Licht der Öffentlichkeit sucht wie etwa MoveOn oder Pink Challenge, aber mindestens ebenso linkslastig ist wie diese und seit nunmehr Jahrzehnten miit allen Kräften versucht, die von diesem Gesetz so üppig gewährten Freiräume (nur 20% Eigenkapital und so gut wie keine Auskunftspflicht !) immer rücksichtsloser für ihre Klientel auszunützen, bis schließlich sogar Giganten wie die Bodenkreditbanken Fannie Mae und Freddie Mac auf der Strecke blieben. Was seltsamerweise kaum Beachtung findet ist die Tatsache, daß Barrack Obama lange und intensiv für und mit ACOM tätig war !

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12. Oktober 2008 19:35

Es gibt Regeln, aber die wurden außer Kraft gesetzt

Siegfried Bauer (Siggi40)

Lösungsvorschläge gibt es auch genug. Aber die Verursacher wollen sich nicht an den Verlusten beteiligen. Jeder Bürger, der sich nicht an Regeln hält und z.B. eine Bank ausraubt, den steckt man in den Knast. Richtig so. Na dann steckt doch diese Vorstände mitsamt den Aufsichtsräten auch erst mal in den Knast. Was glauben Sie, wie schnell die ihre Kohle rausrücken und sich an ihren eigenen Verlusten beteiligen. Aber so lange die Justiz und die Parteien mit großzügigen Krediten und Geschenken bei Laune gehalten werden, wird dieses schamlose und kriminelle Verhalten von den Verantwortlichen protegiert. Prozesse gegen Aufsichtsräte und Vorstände laufen alle ins Leere. Eine Landesbank z.B. darf sich entsprechend ihrer Satzung überhaupt nicht an Zockergeschäften beteiligen!! Ach ja, man hat diese Zockergeschäfte flächendeckend aus den Bilanzen ausgelagert. Die nächste Straftat!! Und sogar noch Tochtergesllschaften im Ausland gegründet, um hier Steuern zu sparen. Eine verkehrte Welt. Und alle ehrlichen Bürger lassen sich das gefallen. Ich versteh das nicht.

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12. Oktober 2008 18:14

Warum??

Ulrick Newson (CoMaN)

Ich verstehe von dem ganzen nicht sehr viel, doch ich frage mich wo das ganze Geld auf einmal hin ist? Der Staat muss aushelfen, da sonst die gesamte Volkswirtschaft gefährdet ist. Doch wer muss dafür wirklich aufkommen? Die Steuerzahler und die Jugend. Wir bezahlen die Profitgeilheit ohnehin schon Reicher Personen. Vielen Dank.

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12. Oktober 2008 18:07

150 Milliarden jährlich für Subventionen

Lothar Woelfel (LWoelfel)

hinzu kommen in der BRD über 50 Milliarden jährlich für Sozialleistungen. Warum also nicht die Banken stützen mit Geld, das gut angelegt ist? Im übrigen sind auch Banker Steuerzahler und nicht zu knapp.

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12. Oktober 2008 17:13

Bitte keine Illusionen

Helmut Fallschessel (philosophos)

Das schwedische Beispiel mag ja Mut machen, und vermutlich ist eine nationale Teilverstaatlichung (aber dann bitte wie in Schweden mit klaren Auflagen für die Banken!) wirklich die beste Lösung. Allerdings waren damals nicht nur die Größenordnungen ganz andere und der wunderbar-giftige Derivate-Zoo fehlte noch weitgehend, sondern die Rettung fand in einem stabilen globalen Umfeld statt. Jetzt ist es schlicht die Weltwirtschaft, die - angestoßen von ihrem finanzwirtschaftlichen Zentrum in USA und London - radikal abstürzt. Die Krise wird also mit trauriger Sicherheit eine ganz andere Dimension annehmen, und der Trost-Traum, am Ende vielleicht sogar noch ein Schnäppchen zu machen, dürfte den Steuerbürgern schnell vergehen. (Übrigens: Hat noch jemand die guten alten Stamokap-Schriften der siebziger Jahre im Keller? Eine Re-Lektüre dürfte heute jeden Zyniker amüsieren - auch wenn sie keine hilfreichen Ratschläge bietet ...)

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12. Oktober 2008 16:26

Kredite für Banken zu 15%

Moritz Liedtke (Folko)

Man sollte den Banken Kredite zu 15-20% Zinsen bei langer Laufzeit anbieten und dabei (wenn nötig durch eine Gesetzesänderung) dem Staat Vorrechte als Gläubiger bei einer Insolvenz einräumen. Zuerst kriegt der Staat (sprich der Steuerzahler) sein Geld zurück und dann wenn noch was übrig bleibt die anderen Gläubiger. Des Weiteren müsste das Topmanagement jeder Bank das diese Kredite in Anspruch nimmt sich kollektiv bereit erklären jedwede Einnahmen über 100.000 Euro brutto der letzten 5 Jahre als Sicherheit für die Kredite zu hinterlegen. So kommt jede Bank wieder an Geld und der Staat dürfte nicht all zuviel verlieren, bei gutem Verlauf sogar was Gewinnen.

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12. Oktober 2008 16:22

Nur eine Frage.

jan swiela (ukran)

glauben Sie daran,dass 100% Gewaehr der Spareinlagen moeglich sei?

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12. Oktober 2008 16:19

Der falsche Weg

Peter Bach (peter_bach)

Mit dieser Aktion wird sich die grosse Koalition um die Stimmen bei der nächsten Bundestagswahl bringen. Es ist nicht zu verstehen, wieso Banken, die sich ihre Probleme selbst geschaffen haben, in dieser Phase mit solchen gigantischen finanziellen Mitteln ausgeholfen werden sollen. Und die Aussage, dass kein Weg daran vorbeiführt, ist so vollkommen unbegründet. Was spricht dagegen, nichts zu tun und die ein oder andere Bank kontrolliert pleite gehen zu lassen, wie es jedem anderen Unternehmen in dieser Situation auch passieren würde? In der Insolvenzphase könnte der Staat bestimmten Personen, etwa Kleinspareren, helfen, wenn das gewünscht wird. Wenn der Staat etwas sinnvolles tun will dann sollte er die Spielregeln auf dem Markt verändern, dazu zählt beispielsweise ein Verbot der unsäglichen Leerverkäufe, dies würde mehr bringen und vermutlich den Kurssturz besser bekämpfen als die aktuell vorgestellen Massnahmen.

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12. Oktober 2008 15:56

Wo bleibt der Club der oberen 10000?

Hans Müller (paole)

Wo seid ihr denn, ihr Milliardäre, kennt ihr euch denn nicht? Ist es so schwer, gemeinsam für ein Finanzsystem einzustehen, von dem ihr bislang so profitiert habt? Kann man denn allen Ernstes vom Kleinsparer erwarten, dass er sein Geld auf der Bank lassen soll, und ihr haltet euch so vornehm zurück? Liebe Aldi-Brüder, sehr geehrter Herr Porsche, hier mein Vorschlag: Starten Sie einen Rundruf!

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12. Oktober 2008 15:48

Der Staat muss in erster Linie seinen eigenen Kredit wahren

Robert Schrey (etiterum)

denn, um mit den Worten eines alten, weisen Bankiers zu sprechen: "seiner harren andere, wichtigere Aufgaben." Es ist eigentlich alles, was dort diskutiert wurde, Teufelszeug: die Beteiligung am Eigenkapital verlangt nach Mitsprache, welche den Staatseinfluss ausdehenen würde. Die Staatsgarantie durch Bürgschaft verlangt ebenso nach sofortigen Staatseingriffen in die Geschäftspolitik der Banken. Daher mein Rat, wie es sich für den Staat gehört: schenkt Ihnen das Geld.

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12. Oktober 2008 15:19

Die Banken der westlichen Industrieländer benötigen 675 Milliarden $

Siegfried Bauer (Siggi40)

Noch vor ein paar Tagen veröffentlichte die FAZ, dass alleine die 10 größten privaten deutschen Banken in den nächsten 12 Monaten Anleihetilgungen, also Rückzahlungen an das Spielcasino, in Höhe von 340 Milliarden € vornehmen müssen. Dazu kommen noch die Landesbanken. Allein die LBBW hat im selben Zeitraum 74 Milliarden € Kredite zurückzuzahlen. Und dies alles, nachdem Steinbrück versicherte, dass die Deutschen Banken von der Finanzkrise nicht so stark betroffen sind, wie die amerikanischen. Er versicherte auch, dass die Spareinlagen sicher seien. Für den benötigten Finanzbedarf der westlichen Banken muß man mindestens noch eine Null dranhängen. Dann kommt man der Sache näher. Und wer bitteschön soll das bezahlen?? Die Oligarchien und die Zocker-Banken lassen sich ihre gesamten Verluste von den Steuerzahlern finanzieren. Ich sehe schon, uns geht es immer noch viel zu gut, um mit den richtigen Reaktionen darauf zu antworten.

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12. Oktober 2008 14:46

Jetzt plötzlich?

Benedikt Gresser (Benediktus)

Solange die Gewinne winkten, war großes Geschrei gegen "inkompetenten Dirigismus". Jetzt plötzlich dürfen die "Ahnungslosen" die Finger verbrennen. Wir haben verstanden.

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