
wow, die Zahl beeindruckt ja schon. Kann es sein, dass nur 10% der Steuerpflichtigen mehr als 65.000 EUR versteuert? Wieviele mehr wären es, wenn die ganzen Container, Mediefonds, etc Abschreibeibungen nicht möglich wären?
Das Durchschnittseinkommen in D-West war ja 2004 EUR 41.068 EUR.

Wenn ich hier Lese, dass sich viel Geld nur durch unmoralische Arbeit erwirtschaften lasse, wird mir Übel. Ich denke, dass dem nicht so ist! Klar, es gibt immer schwarze Schafe, dies aber jedoch in allen Einkommensschichten (Schwarzarbeit etc.). Als Beispiel für "moralische" Arbeit seien hier die Gebrüder Albrecht aufgeführt. Alleine Theo Albrecht hat mit seiner Firma (Aldi) ca 17,5 Mrd $ erarbeitet (Karl ca. 20 Mrd $), dies über einen Zeitraum von ca. 50 Jahren. Wie hat er das nur gemacht? Die Gebr. Albrecht haben mit dem verkauf von preisgünstigen Lebensmitteln in guter Qualität viel Geld verdient. Ich kann daran nichts unmoralisches entdecken. Michael Otto (der mit dem Katalogen) hat mit seiner Firma ca. 13,3 Mrd $ verdient, Adolf Merckle (Arzneimittel wie Ratiopharm) hat 12,8 Mrd auf dem Konto, Hans Riegel (HARIBO) hat ca. 1,5 Mrd $; die Liste lässt sich noch um einiges verlängern. Allen diesen Leuten haben einige Merkmale gemeinsam: ausgezeichnete unternehmerische Fähigkeiten, den Mut eine eigene Firma zu gründen (ok, viele haben auch schon die Grundlagen ihrer Firmen geerbt, aber dennoch sind die meisten noch Expandiert) und haben sich auf dem Welrmarkt behauptet. Ich sehe da nichts verwerfliches dran....

Ich habe oft hier in Deutschland den Eindruck, dass wir es als am "Gerechtesten" empfunden würden, wenn alle das Gleiche verdienen würden. Da wird z.B. bezweifelt, dass ein hohes Einkommen selbst "erarbeitet" wird.
Ich denke, in einer freien Marktwirtschaft regelt dies Angebot und Nachfrage; wenn Leute besondere Kenntnisse oder Fähigkeiten, besonderen Mut für unternehmerische Entscheidungen oder auch nur besondere Beziehungen zu anderen haben und dies honoriert wird, warum bezweifeln wir dann, ob dies verdient ist?
Ich kann dies nicht verstehen!
Genausowenig kann ich nachvollziehen, dass bei Beratungen zum Thema Einkommenssteuersenkung die Mitbürger mit wenig Einkommen zusätzlich entlastet werden sollen. Dies ist m. E nicht möglich, da sie ja fast keine Einkommenssteuer zahlen. Das Argument, dass sie überproportional andere Steuern zahlen (z.B. MWSt), trifft sicher zu. Diese Erwägungen münden aber in dem Thema Steuergerechtigkeit, welches nicht objektiv lösbar ist.

...wenn wie hier beklagt, die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden. Nur woran liegt das?
Die Spreizung der Einkommen liegt ja an zuwenig Marktwirtschaft und zuviel Staat und nicht an zuviel Marktwirtschaft.
Oder wie es ein genialer Ökonom (sinngemäß) mal formuliert hat: "Reichtum auf der einen Seite bedingt nicht Armut auf der anderen Seite. Reichtum entsteht bei dem, der die Bedürfnisse vieler optimal befriedigt."

Breitet man Zahlen falsch auf, werden sie gefährlich. 50% der Kinder in Ohausen (erfunden) sind letztes Jahr durch einen Verkehrunfall ums Leben gekommen. (Ohausen hatte 10 Einwohner, davon 2 Kinder)
Und jetzt? Reden wir vom zu versteuernden Einkommen?
Was, wenn die Abgeltungssteuer eingeführt wurde? Sinken dann die arbeitslosen Einkommen?
Nein, eine solche Berichterstattung ist keine journalistische Glanzleistung, wenn ihre Ziel nicht vollständig erklärt wird. Was will uns denn der Autor sagen? Dass man nur bei den 10% der Eikommensteuerzahler an der Schraube drehen muß, dann wird alles besser? Beweisumkehr in der AO einführen, dann steigen die Seuern sprunghaft?
Noch mehr sogenannte Nichtanwendungserlasse durch das Haus Steinbrück.
Solche Artikel sind Wasser auf die Mühle der gemeinen Umverteiler, die es zu Hauf in den Volksparteien und in den Ministerien gibt und die alle nur darauf warten, dass auch für sie ohne viel Anstrengung ein paar Brösel mehr abfallen.

desto weniger resultieren sie aus EIGENER Hand- und Kopfarbeit.

ich zitiere:
"Die 10 Prozent der Steuerpflichtigen mit den höchsten Einkommen zahlten nach der jüngsten Erhebung mehr als die Hälfte der festgesetzten Einkommensteuer. Zu dieser Gruppe zählte, wer ein Jahreseinkommen von mehr als 65 950 Euro hatte. [...]
wobei zusammen veranlagte Ehegatten als EIN Steuerpflichtiger gezählt werden. "
Aha.
da sehr viele Menschen verheiratet sind, gehören sehr viele der Leser zu diesen 10%!
Der Text ist sehr ungenau, denn im Steuerrecht gibt es folgende Begriffe:
Einnahmen
Einkommen
Einkünfte
zu versteuerndes Einkommen.

sind diejenigen, die zum bisherigen Vermögen zusätzlich
Einkommens- und Vermögenszuwächse verzeichnen.
Je weiter es in den hier nach Vermögen gemessenen Gesellschaftsschichten nach unten geht, umso geringer sind die Zuwächse oder sie sind gar nicht vorhanden, teilweise steht da über Jahre gerechnet ein Minus, bein ohnehin geringeren oder nicht vorhandenen Vermögen.
Das ist doch auch interessant, oder?
Die Reichen könnten auch 80 Prozent Steuern zahlen. Wenn sie dann immer noch pro Jahr einige Prozent reicher werden, was sagt das dann?
Was sagt es, wenn ein Milliardär 100.000 Euro spendet? Daß er spendabel ist, ok.
Die Rentnerin spendet 500 oder tausend Euro.
Wer spendet mehr?
MfG

Lieber Silberzahn,
studier mal fleißig was sich hinter diesen Zahlen in Wiklichkeit versteckt.
Nach ihrem Vermögen und Leistungsfahigkeit müssten die Superreichen 70% der Steuern bezahlen. Dann wäre das System gerecht. Oder die Erbschaftssteuer müsste bei rivatvermögen oberhalb einer Ermasse von 20 Mio au´f 100% steigen. Anderes ist die allmähliche Entreicherung der breiten Massen nicht aufzuhalten, da das Kapital ständig sich vermehrt - wenigstens alle 10 Jahre verdoppelt es sich. Das Einkommen der Arbeitnehmer sinkt aber und Vermögen können sie kaum oder gar nicht bilden. Nicht zu vergessen die verheerende unsoziale Wirkung der Mehrwertsteuer, die natürlich die Armen wesentlich stärker belastet als die Reichen - auch wenn man davon ausgeht, daß letztere mehr konsumieren.
Vor allem aber darf nicht übersehen werden, daß weder die Adeligen früher noch die Reichen heute ihr Vermögen wirklich verdient haben - es ist schlicht gestohlen! Mehr als ca. 500'000 € pro Jahr lassen sich mit moralisch-ehrlicher Arbeit nicht verdienen!
Till

Mit dem indirekt ausgedrückten Hinweis darauf, dass fast "nur die Reichen Steuern Zahlen", wird der Eindruck erweckt, als wenn es ja dann für "den Rest" der Bevölkerung nicht übel aussehen kann. Das Gegenteil ist der Fall. Die Statistik belegt, das immer weiter Auseinanderklaffen von Arm und Reich. Wer wenig verdient kann auch wenig Steuern zahlen. Je geringer der Einkommensteueranteil " des Restes" der Bevölkerung ist, um so stärker ist das Aueinanderklaffen der Einkommen
Heydrich
Wörthsee

Mehr als die Hälfte der Einkommenssteuer werden von nur 10% der Bevölkerung bestritten. Hört sich zunächst danach an, dass die Progression wirksam greift. Das sollte aber näher untermauert werden. Verfügen diese 10% der Bevölkerung auch über 50% der Einkommen? Hier hätte der Autor eine Aussage treffen müssen. Liegen die Anteile am Einkommen über 50% sollte die Steuer ebenfalls darüber liegen.

Und trotzdem werden diese Menschen immer noch reicher und die anderen immer noch ärmer.

Nur 30.8 % der Steuereinnahmen 2005 sind bedingt durch Lohn-, Einkommenssteuer und Soli.
48,1 % der Steuern sind im weitesten Sinne Konsumsteuern, also über die Masse der Bevölkerung erhoben.
Spiegel-online schrieb vor kurzem, daß nur Arbeitnehmer in den letzten 10 Jahren nicht über steigende Einkommen verfügen i.G. zu Pensionären!, Rentnern und Unternehmern.