
Persoenlich lebe ich mit der Zweitfamilie in einem arabischem Land. Die DT kann ich aus der Ferne betrachten. Sowenig wie es in Deutschland ein Unterhaltsrecht gibt, gibt es ein funktionierendes System in den arabischen Laendern. Dennoch unterstuetzen die Vaeter ihre Soehne sehr bei der Ausbildung und sind bereit hohe Kosten fuer deren Ausbildung zu tragen. Dafuer treffen Sie die Entscheidungen und bekommen den Dank der Soehne. Das funktioniert prima. Wenn jedoch der Vater bereits vom Staat bis zu 70% seines Einkommens beraubt wird (Einkommenssteuer, Sozialsteuern, Verbrauchssteuern...bis hin zur Fernsehsteuer) dann wird es sehr eng. An den Scheidungskindern hat der Vater fast keine Rechte. An den erwachsenen Kindern hat er keinerlei Rechte. Aufgrund dieser Umstaende ist es sehr erstaunlich und logisch nicht erklaerbar warum soviele Scheidungsvaeter offiziell arbeiten gehen. Da ein erwachsenes Kind ohnehin ein Paradoxon ist, ist es das Beste auf gesetzliche Unterhaltspflichten zu verzichten. Da der Staat wie oben bemerkt ohnehin den groessten Teil des Ertrags des jungen Erwachsenen kassiert koennte dieser zumindest Studienkredite zur Verfuegung stellen. Vandale

Niemand hat gesagt, dass es leicht ist, seinen Lebensunterhalt zu verdienen und schon gar nicht, ohne Arbeit seine Lebensträume (Studium mit der Hoffnung auf ein "anständiges" Leben) zu finanzieren. Ich würde auch nie sagen, dass die Eltern Ihre Kinder nicht unterstützen sollen, schließlich haben sie ja BEIDE irgendwann etwas dazu beigetragen :-) Aber ist es nunmal so, dass die Einen mehr haben und die Anderen halt weniger und so leid es einem tun kann, auch die Kinder leben nicht im luftleeren Raum oder in einer rosaroten Traumwelt (oder sie sollten daraus aufwachen!). Wenn diese "Kinder" mit 18, 19 oder später den Entschluss fassen (wählen dürfen sie ja auch schon und Autofahren etc.) zu studieren, dann haben sie auch die Konsequenzen zumindest ein Stück weit selber zu tragen. Es gibt doch BaföG, welches in der Höhe sicher nicht ausreicht, um das gleiche finanzielle Niveau eines "Vollverdieners" zu erreichen, mit Handy, Internet, eigener Wohnung, Auto etc. - aber wovon reden wir hier. Man kann eben nicht alles gleichzeitig haben und schon gar nicht, wenn den Eltern selber nichts mehr bleibt! Es soll auch Studenten geben, die nebenher selber arbeiten und trotzdem gute Abschlüsse hinlegen...manche unterstützen später ihre Eltern!

Zum Arbeiten hat der in deinem Beispiel konstruierte Student keine Lust/Zeit? Wobei das Thema Zeit das kleinere Problem wäre. Also am Wochende ein paar Stündchen arbeiten und fertig ist der Lack. Und bitte nicht das Argument "darunter leidet meine Studienleistung" - Im harten Alltag interessiert das nämlich auch niemanden was man sonst so noch um die Ohren hat. Von daher eigentlich eine perfekte Vorbereitung auf das zukünftige Arbeitsleben. von daher... P.S. Damals in meiner Ausbildung hatte ich so um die 750 Euro bekommen. Hatte meine eigene Wohnung (um die 350 Euro inkl. Strom, Wasser, Heizung). Bin jedes Wochenende nach Hause gefahren (auch so um die 140 Euro im Monat). Gegessen hab ich auch. Konnte mir sogar Kleidung leisten und ein Handy und Telefon/Internet. Das ohne finanzielle Unterstützung von irgendwem. Achso Bahncard, Klamotten, etc... musste ich auch noch bezahlen... Und jetzt studiere ich neben dem Beruf im Abendstudium. Also ich kenne beide Seiten ;) Ist eben wiedermal das Deutsche Jammern auf hohem Niveau. gruß enJOyIT

Soso, und da dachte sich der Gesetzgeber, man könnte diese Bedürfnisse auf die eh schon fast zahlungsunfähigen Eltern abwälzen... Welche Bedürfnisse sind denn größer geworden? Eine Playstation3 zu Weihnachten, ein cooles Fahrrad zu Ostern und den Führerschein zum Geburtstag obendrauf? Ich finde, dass es sich der Gesetzgeber hier viel zu einfach macht, nur um nicht selber etwas tun zu müssen. Wenn jemand 3000 EUR netto im Monat oder mehr verdient, bitteschön, soll er seinen Kindern all diese schönen Konsumwünsche erfüllen...wenn es zur Reifung und Bildung eines mündigen Staatbürgers aus seiner Sicht dazugehört. Aber was sollen all diejenigen sagen, die in der Realität "nur" 1200...1500EUR netto zur Verfügung haben? Nach Düsseldorfer Tabelle bleibt diesen Leuten nicht mehr allzu viel, um sich ein neues Leben aufzubauen. Ich glaube im Übrigen nicht, dass im Durchschnitt alle 12jährigen Kinder in nicht geschiendenen Elternhäusern wirklich ca. 800 EUR mtl. zur Verfügung haben. Soviel haben nämlich de facto Scheidungskinder bereits in Stufe 1, wenn man beide Elternbeiträge addiert. Wenn der Staat meint, es sei nicht mehr relevant, wieviel die Eltern verdienen, soll er bitteschön ein Mindest-Kindeseinkommen o.ä. zahlen! Ein Betroffener

Es werden die sog. "Verbesserungen" durch die neue DD-Tabelle gelobt. Das heisst mehr Geld fuer Scheidungskinder von den Vaetern. Verbesserungen kann ich hier keine erkennen. Die Betraege liegen ueber dem was in den der Regierung verhassten Traditionsfamilien fuer die Kinder aufgewendet wird. Dies fuehrt dazu das insbesondere Vaeter der unteren Einkommensgruppen (Durchschnittseinkommen) keine finanzielle Perspektive mehr bleibt. An den Kindern haben Vaeter in D ohnehin keinerlei Rechte. Der Kontakt zwischen Vater und Kind ist mehr oder minder in das Belieben der Mutter gestellt. Demzufolge ist es fuer die meisten Scheidungsvaeter die wirtschaftlich beste Entscheidung auf eine Erwerbstaetigkeit zu verzichten und froehlich zu hartzen. Die Regelung ist auch nicht mit den im GG zu vereinbaren. Gleichberechtigte Elternteile vorrausgesetzt, muesste der jeweilige Betreuungsanteil, z.B. 85% Mutter vs. 15% Vater beruecksichtigt werden (Hier wurde der diskriminierende Begriff Umgang geschaffen). Das hiesse dem Vater werden 85% des Bedarfs berechnet und davon der Anteil der Mutter abgezogen. Vandale