
Axel Springer war drauf und dran, Pro Sieben Sat.1 zu übernehmen. Blinde Kartell-Bürokraten und die öffentlich/rechtlich verseuchte KEK-Mafia, die nichts so sehr fürchtet wie Wettbewerb, verhinderten das. Nun haben wir die Bescherung, und das große Wehklagen beginnt. Öffentlich/rechtliche Krokodilstränen fließen und die ARD-Barone wenden sich ihrem Lieblingsthema zu: "Wie können wir am besten unsere Zwangsabonneten erneut schröpfen".
Ich brauche öffentlich/rechtliche Rundfunkgesellschaften genausowenig wie eine öffentlich/rechtliche F.A.Z.
Ernst-Markfried Kraatz

Solange solche schmutzigen Geschäftspraktiken wie die Übernahme auf Kosten des übernommenen Unternehmens nicht gesetzlich verboten werden, werden die Geier weiter über unseren Land kreisen.

In Köln bei RTL knallten die Korken, weil nun klar ist, dass P7S1 als wettbewerbsstarker Konkurrent um teure Rechte in Hollywood auf viele Jahre hinaus geschwächt sein würde. Dasselbe gilt für Sportrechte oder für teure Eigenprodutkionen.
Damit das so laufen kann, muss allerdings der Vorstand mitspielen. Teil der Heuschreckenlogik ist daher, dass der "Unternehmenserfolg" mit einen "Sonderausschüttung" von 25 Mio belohnt wurde. Davon gingen 1,5 Mio and die Mitarbeiter. Der Rest an den Vorstand.

Für die Heuschrecken kommt es daher darauf an, die ÖR-Gremien zu infizieren.
Aber glücklicherweise haben wir ja dann immer noch FAZ, Spiegel, Focus, SZ und ... BILD, ja doch, auch BILD.

Das Nachrichtenangebot von Pro7 und Sat1 ist absolut mangelhaft.
Wer konsultiert diese Kanäle um sich über das geschehen in der Welt in Kenntnis zu setzen? FAZ-Redakteure etwa? - Das gibt mir zu denken.
Die Kernkompetenz für Nachrichten und Analysen liegt eindeutig bei den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten und bei Nachrichtensendern. Und das Angebot dort ist exzellent und umfangreich.
Jeder sollte sich auf das spezialiseren, was ihm am besten lieg, und das ist bei Pro7 Sat1 eben das "Unterschichtenfernsehen" bestehend aus seichten Unterhaltungsshows, soap-operas, Comedy und viel Werbung.
Die neuen Eigner des Unternehmens tun einzig das richtige: Sendungen, die keine Einschaltquoten generieren, werden eingestellt. Da muss sich auch niemend für rechtfertigen, das ist rational und vernünftig. Wenn Sie eine Diensleistung anbieten, die niemand nachfragt, können Sie nicht verlangen, dass man ihnen ihrer selbst willen Geld gibt! Was ist das für eine Einstellung?
Ein Unternhemen hat den Zweck Gewinne abzuwerfen und nicht für einzelne Fans von unbeliebten Sendungen und um der Mitarbeiter wegen verlustreiche Programme zu unterhalten.

Traurige Sache mit anzusehen wie Sat1 & Pro7 von den angesprochenen Finanzgruppen kaputt gemacht wird. Hat man ja schon bei Boss sehen können wie stillos hier agiert wird. Was wiederum meine Vermutungen bestätigt, aus welcher Ecke das Geld kommt. Gewisse Leute geben sich durch ihren - in diesem Fall unkultivierten - Geschäfts-Stil immer wieder klar zu erkennen. Was die beiden Gruppen KKR und Permira betrifft beruhigt mich nur dass die Uhr bereits tickt und noch für dieses Jahr einige Überraschungen zu erwarten sind....
Hoffentlich ist Sat1 bis dahin durch die kurzsichtigen und dummen Entscheidungen nicht kaputt gegangen....

In vielen Bereichen der Wirtschaft ist in Deutschland eine Nachhaftung gesetzlich geregelt.
Es scheint dringend notwendig, daß auch für Verkäufer von Firmen eine solche Nachhaftung eingeführt wird.
Nicht zu unrecht ist die Kehrseite der Finanzinvestoren, die Firmen kaufen, die Seite der Unternehmenseigentümer, die diese Firmen verkaufen.
Hier muß angesetzt werden. Die verkaufenden Besitzer müssen für eine angemessene Zeit (ich denke für 5-7 Jahre) in eine Nachhaftung eintreten, das heißt für Schulden, Arbeitsplatzabbau und Ausschüttungen (auch verdeckte) an die neuen Besitzer, in Nachhaftung genommen werden können.
Das ermöglicht es, Firmen an seriöse Investoren zu verkaufen, wenn diese langfristig am Erfolg des Unternehmens interessiert sind. Ob man an Filettierer und Ausbluter verkauft würde sich dann so mancher Eigentümer erst noch überlegen.