17. Mai 2008 Der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband mit Sitz in Frankfurt strebt eine Verbesserung der Qualität im Taxigewerbe an. Geschäftsführer Thomas Grätz will sich nach eigenen Angaben dafür einsetzen, dass die vom Verband schon seit vielen Jahren geforderte Kleine Fachkunde in die Verordnung über den Betrieb von Kraftfahrunternehmen im Personenverkehr (BO-Kraft) aufgenommen wird. Dieser Schritt sei längst überfällig, sagte er im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
Grätz begründete seinen Vorstoß damit, dass sich die Qualität und somit auch das Image seiner Branche in den vergangenen Jahren stetig verschlechtert habe, da die derzeitigen Prüfungsanforderungen an die Fahrer ungenügend seien. Seit Jahren schon verzeichne der Verband einen Anstieg an Kundenreklamationen, die Qualität der Fahrer sowie auch die Ausstattung der Wagen müssten deshalb im Interesse der Fahrgäste deutlich verbessert werden.
Sogenannten Service- oder Plustaxis
Wesentliche Punkte der Kleinen Fachkunde sind nach Vorstellungen des Verbands, dass der Fahrer künftig auch Kenntnisse im allgemeinen Zivil- und -Steuerrecht sowie im speziellen Straßenverkehrsrecht nachweisen muss. Zudem soll der Service für den Fahrgast stärker im Vordergrund stehen. Bislang muss nur eine Ortskenntnisprüfung abgelegt werden, deren Anspruch je nach städtischer Taxenordnung variiert.
Der Verband unterstützt deshalb auch die Idee der sogenannten Service- oder Plustaxis, die besonderen Wert auf Dienstleistungen legen und von regionalen Taxiverbänden in Städten wie Dortmund oder Bremen schon durchgesetzt worden sind. Nach Ansicht von Branchenkennern ist es jedoch schwierig, das Modell flächendeckend in jeder Stadt anbieten zu können. Es gebe noch zu viele Unternehmer, die nicht bereit seien, in die Ausstattung und bessere Schulung ihrer Fahrer zu investieren.
Einen ausführlichen Bericht über die Branche lesen Sie am 18. Mai 2008 in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
Text: F.A.S.
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