
Nachdem ich das Vergnügen hatte sowohl Maybach, Bentley als auch Rolls Royce zu testen muss ich ganz deutlich sagen, dass der Rolls am wenigsten bietet. Weniger Komfort, weniger Luxus bei ähnlichen Preisen. Gut, das Design ist gelungen, charmante Anlehnungen an Vorgängermodelle zuhauf. Aber sonst?
Bsp. Maybach: wenn im Auto etwas gearbeitet werden soll sind die Sitze komfortabler, die Tische - da sie nicht an den Rücklehnen montiert sind - praktischer, ein Telefon befindet sich im Fonds und nicht nur beim Beifahrer etc.
Bentley ist von allen Dreien wohl das günstigste Auto eignet sich aber aufgrund der sehr sportlichen Motorengeräusche wohl doch nur für Selbstfahrer, die sportlichen Luxus wünschen.
Vielleicht sollte der Autor die Fahrzeuge der Luxusklasse insgesamt testen bevor er zu sehr vom Rolls-Royce schwärmt.

Ich finde es ein bisschen kurzsichtig zu behaupten, ein Rolls Royce müsse traditionell sein. Schließlich haben sich ja in den Anfängen auch keine Autobauer gedacht, dass sie sich wieder Pferde vors Auto spannen, weils mehr Stil hat.
Vielleicht verkaufen sich die Maybachs oder Bentleys nicht so gut wie der Rolls, jedoch sind sie für mich ganz nüchtern betrachtet durch die technische Ausstattung klar die besseren Autos. Solche Fahrzeuge, die im Preis jenseits der 300.000 Euro-Marke liegen, sollten auf allen Gebieten ein Höchstmaß bieten. Auch wenn der Rolls vielleicht vom Design her das beste Auto ist, steht er für mich insgesamt an letzter Stelle.
Ein solches Auto muss alles bieten, Tradtiton hin oder her.

Wer sich in London ein "Roller" (Rolls-Royce) kauft, bekommt ein schönes Blumenstrauss (im Kofferraum) geschenkt. Big deal!
Parking? Kein Problem. Valet-Parking ist heute in Grossbritannien üblich.
Als ich einmal in Partnerschaft mit zwei netten Gentlemen (Alfred und Peter) ein Rennpferd besass, musste ich
mich im Fond von Alfreds Rolls-Royce nach Ascot, Newbury, Sandown usw. zu den Pferderennen fahren lassen. Dabei wurde mir immer übel, wenn Alfred Gas geben musste :-)
Fionn Huber

Ja, dieses Automobil ist der Traum derer, die es für ihr Ego benötigen, ein ideales Fahrzeug um sich mit Fahrer von Stadt zu Stadt gleiten zu lassen, allerdings mit dem kleinen Nachteil, daß, erst einmal im Zentrum angekommen, mangels Parkplatz auf Bus und Bahn umgestiegen und relativ bescheiden weitergereist werden muß.
Nun gut, der Besitzer kann sich ja an jeder Haltestelle des öffentlichen Verkehrsnetzes absetzen und wieder aufnehmen lassen und sich nach kurzer Abstinenz darauf freuen, wieder in seinem eigenen Wohnzimmer weiterreisen zu dürfen.
Die kleine Abmessung des Kofferraums ist nicht von tragender Bedeutung, weil der Besitzer eines solchen Gefährts sicher sonst schon alles hat. Sein Privileg besteht darin, allein sich und seine Brieftasche in einem so großartigen Automobil transportieren lassen zu können.