
Forts.Müllers II:aus demAusland absichern,sie sollten deshalb unterbleiben!Überhaupt taugt der moralischeWertbegriff "Anständigkeit"für nationale ebenso wie für internationalenWirtschaftbeziehungen -zumal imGlobalisierungszeitalter- nicht imMindesten!Mit freundlicher Empfehlung Diplomvolkswirt Horst Müllers,Europäischer Journalist(VEJ-Deutsche Gruppe),53639 Königswinter, Auweg 15

InsWanken gerät die getadelte"Unanständigkeit"des unternehmerischenVerhaltens inBochum allerdings dadurch,daß dieFirma auf zweiSchultern zu tragen hat,indem sie nämlich bei ihrerAuslandsinvestitionspolitik stets gleichrangig auch den wirtschaftlichenNutzen i.S.ihrerGewinnmaximierung für ihre internationale shareholder-Gemeinschaft imAuge behalten und sicherstellen muß!Hiernach handeln heißt nicht nur fürNOKIA(sehen wir uns einmal inNRW etwas um!),Armeen vonMitarbeitern betriebsbedingt zu kündigen und dorthin zu eilen,wo derzeit auch in derEUnoch mangels starkerGewerkschaftenArbeitskräfte inÜberlebensnot zuBilliglöhnen angeworben und beschäftigt werden können!Übernational sozialgerechter ist dieseInvestor-Strategie imHinblick auf dieWelfare-Angleichung der bettelarmenRumänen an denWohlstand inKerneuropa allemal...und die beiAbbau desWohlstandsgefälles inLändern wieRumänien zu erwartendeKaufkraftzunahme wird ganz sicher grenzüberschreitend auch deutschenHerstellern vonBedarfsartikeln undExportgütern zugute kommen.Mit unseriösen staatlichenAnlockungssubventionen aus denBürgertaschen dagegen, lassen sich eben -wie das vorliegendeBeispiel erneut krass vorAugen führt- keineDauerfreund-oder-partnerschaften mitGlobalPlayern(FortsFolgeII)

Sehr geehrter HerrStv.RegierungssprecherSchlienkamp,beiHerrnMinisterpräsidentRüttgers scheint diesmal wohl dasSprachgefühl ausgefallen zu sein;denn"mehr"bringt imDeutschenSprach- und Begriffsverständnis stets eineMehr- und keine hier angebrachteMinderbewertung zum Ausdruck.Allerdings hätte derGebrauch desGegenbegriffs, also"weniger unanständig"auch weit außerhalb des zumAusdruck zuBringenden zugetroffen.
Glücklicherweise verfügt aber selbst die reicheDeutscheSprache über den hier bezeichnend anzuwendendenKomparativ"schlimmer"(Herr Ministerpräsident war außer im Lehramt von 1994 bis 1998 Bundesbildungsminister!?).Mit seinerMißbilligung desVerhaltens des insGerede gekommenenHändi-Herstellers ausFinnland als"unanständig"gegenüber den vorEntlassung stehendenBetriebsangehörigen und dem deutschenSteuerzahler alsSubventionslastenträger trifft er begrifflich dagegen genau insSchwarze(Brockhaus-Zitat:"Anständigkeit zeigt sich namentlich gegenüberKameraden,aber auchUntergebenen,etwa in schlicht und schweigend zu derenGunsten geleistetemVerzicht aufVorteile oder gar in unterSelbstgefährdung vollzogenemEinsatz für sie(O.F.Bollnow:EinfacheSittlichkeit(1962)),soweit es die Treuebeziehungen zwischenArbeitgeber-und-nehmer betrifft.Forts.folgt!

Ist es tatsaechlich so, dass der Konsument darauf achtet, wo ein Auto gefertigt wird? Ist er bereit, mehr dafuer auszugeben, dass ein Auto "Made in Germany" ist? Ich bin davon ueberzeugt, dass die meisten Kaeufer eines VW Golf gar nicht wissen, dass er je nach Ausstattung in anderen Laendern gefertigt wird, z.B. in der Slowakai. Ich vermute auch, dass die meisten Kaeufer einer Mercedes M-Klasse oder eines BMW X5 davon ausgehen, dass ihr Fahrzeug in Deutschland gefertigt wurde.

Noch aufmerksamer als bislang werde ich darauf achten, daß die von mir gekauften Produkte einen höheren Anteil "Made in Germany" haben. Das muß nicht unbedingt die Produktion sein, auch schöpferische Tätigkeiten wie Design (z.B. bei Textilien) oder Entwicklung ist ein Beitrag zum Erhalt der Arbeitsplätze im eigenen Land.
Ich sehe ich uns Konsumenten in der Pflicht, auch ggf. etwas mehr für Güter auszugeben, wenn diese auch im eigenen Land maßgeblich entstanden sind.
Der Apell an die Unternehmen ist allerdings, die Produktqualität dabei nicht zu vernachlässigen, sondern ganz im Gegenteil: die Qualität muß im Preissegment mindestens ebenbürtig zum ausländischen Wettbewerb bleiben. Ich möchte auch wieder die Wahl bekommen, nicht nur im Premiumsegment Produkte "Made in Germany" zu kaufen.
An die Politik gerichtet mein Gedanke: Mit Geld (heißt hier Subvention) jemanden zu motivieren, funktioniert selten dauerhaft. Investiert die Ausbildung der Bürger aller Altersstufen und Tätigkeiten, damit die Unternehmen ein eigenes Interesse haben, Arbeitsplätze in Deutschland zu schaffen und zu erhalten.

Wenn
- Herr Struck sein Telefon öffentlich zurückgibt,
- Herr Seehofer sein Bundesministerium nokiafrei machen möchte,
- Herr Rüttgers Vergleiche mit räuberischen Insekten anstellt,
dann ist das die höchstoffizielle Aufforderung an alle Unternehmen, niemals in Deutschland einen Standort zu errichten.
Die Politiker sind schlau genug, das deutsche Volk für dumm zu verkaufen. Scharenweise werden die Menschen mit Parolen und Heilsversprechungen aufgehetzt. In voller Absicht werden sie mißbraucht, um ein Hurra, ein dreifach Hoch zu erheischen. Mit furchteinflößender Gleichgültigkeit werden so Entscheidungen gegen die Menschen in Kauf genommen, nur um der persönlichen Macht willen.
Und die Menschen machen "mäh" - und grasen weiter. Mich schaudert...
TF

Der Populismus führender Politiker scheint grenzenlos. Herr Rüttgers sollte doch genau wissen, dass nicht eine skrupellose Geschäftsführung verantworlich ist für die Werkschließung, sondern letztlich der Verbraucher selbst. Oder gibt es irgendjemanden, der in 2-3 Jahren für ein Nokia-Handy "Made in Germany" signifikant mehr bezahlen will als für eines "Made in Osteuropa/Asien/sonstwo?
In Deutschland ist in der Regel kein Platz mehr für einfache Massenproduktion. Im dahingehenden internationalen Wettbewerb ist Deutschland strukturell chancenlos. Globalisierung und teurer Sozialstaat lassen grüßen! Wer kennt noch die Klassiker: Saba, Nordmende, Telefunken, Dual und und und! Das Thema haben wir doch schon seit 30 Jahren auf dem Tisch.

einen Arbeitgeber keine Arbeit mehr fand,bei einem andren unterkommen konnte.
Es gab immer schon das "fire" ;aber das "hire" funktionierte genausogut !
Heute ist es in Deutschland so,daß -wer einen Arbeitsplatz verliert-offenbar zeit seines Lebens keinen oder keinen Gleichwertigen mehr findet.
Bravo,meine Damen und Herren aus der Politik ! Durch ihr jahrzehntelanges Wirken haben sie den Wirtschaftsstandort Deutschland nicht für die Globalisierung wetterfest gemacht,sondern sturmreif geschossen
Das sich immer breiter machende Verlangen nach einem "Wiederauferstehen aus Ruinen" einer zweiten DDR wird uns allerdings in keinster Weise weiterhelfen!

Die Politik und die gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland stehen selbstverschuldet am Abgrund.
Beide haben versagt,weil es offenbar in Deutschland -durch die "deutsche Krankheit" der hohen Steuern,Abgaben,Beiträge,Subventionitis und ständigem,profilierungsgesteuerten Querollantentum unsere Politiker schon so weit ist, daß die Verlagerung eines einzelnen Unternehmens offenbar solche "Löcher" in das Angebot von Arbeitsplätzen reißt,daß die Betroffenen bei einer derartigen Nachricht aus allen Wolken fallen.
Betriebsverlagerungen gab es doch früher auch schon,waren Gang und Gebe!
Da wurde zB ein Werk von Hamburg nach München verlagert,eine Fabrik in Köln teilaufgelöst und im Schwarzwald wieder aufgebaut (und das übrigens auch oft ,weil zB München "Subventionen" und andere Beigaben mitgab,die zB Hamburg nicht leisten konnte oder wollte - von wegen Subventionsheuschrecke),ein Betrieb verlagerte Teile seiner Fertigung von Norddeutschland nach Belgien.
Niemand hat damals die Internationale angestimmt,zum Generalstreik (na,Herr Lafontaine ?!) aufgerufen oder Turbokapitalismus diagnostiziert !
Warum ? Weil es ausreichend Alternativen gab! Weil die deutsche Wirtschaft genügend Arbeitsplätze bereitstellte,sodaß,wenn man beim einen

"[...]Aber ein Handy kann man inzwischen überall in einer guten Qualität fertigen. Dem Konsumenten ist es ohnehin gleichgültig: Er vertraut allein der Marke. Er wird Gründe haben, warum er für Elektronikprodukte nicht mehr darauf achtet, ob „Made in Germany“ auf der Packung steht[...]"
Dem scheidnt leider immer noch nicht zu sein, gerade im Hinblick auf Nokia Telefone. Mein letztes 6230i, ein vom Netzbetreiber subventioniertes Gerät, hatte binnen vier Wochen 2 Schäden (keine Softwarefehler!), als nach zwei Monaten erneut ein Gerätefehler auftrat, gab ich es dem Händler zurück. Schriftzug auf der OVP: "Made in Hungaria"...

Es geht nicht darum, biligen Beifall zu erhalten, sondern darum, ob es generell sinnvoll ist, Unternehmenssubventionen zu bezahlen, wenn einige Firmen, so auch Nokia, ihre Kalkulation ganz offenbar über diese Fördergelder berechnen. Es ist nicht Aufgabe der EU, noch der Nationalstaaten, die Wettbewerbsfähigkeit von Konzernen zu sichern, auch wenn das zunächst für kurze Zeit Abreitsplätze bringt.

Rüttgers sollte anstelle von Büttenreden lieber den Kontakt zu Nokia suchen, um die Zeitschiene (Mitte des Jahres) verträglicher zu gestalten. Ansonsten sollte er sich um "seine" Justitiare kümmern die solche Verträge ohne Netz und doppelten Boden mit NOKIA abgeschlossen haben. Bei diesen Investitionssummen wären Optionen angebracht gewesen, die für NOKIA kein schmerzfreies davonschleichen gestattet hätten.
Der Bericht trfft voll die Sachlage und man muss sich halt Gedanken machen, warum in Deutschland kein einziger Mobulfunkhersteller mehr zu finden ist.
Sichere Arbeitsplätze heisst generell, das sich in Deutschland Politik und Gewerkschaften mit der Globalisierung auseinandersetzen und gemeinsam mit der Industrie zukunftssichere Konzepte entwickeln, die der heutigen Zeit gerecht werden. Das bedeutet auch: REFORMEN, REFORMEN, REFORMEN

ist meist nur Schwarz & Weiß aber so schattiert die realen Folgen für die Arbeiter von Nokia sind ist leider kein Lehrbuch und damit auch nicht die einseitige Wahrheit von Herrn Knop. Er hat recht aber eben nur auf seinen Schulbuch-Fokus aus dem Grundstudium Controlling. Langfristig & konjunkturell wird sich die Produktion von Massenartikeln in DE & EU nicht halten können, was früher oder später auch unsere subventionierte KFZ-Industrie ereilen wird. Auch wird sich der heute so hoch gelobte Maschinenbau im Zeitraum von 10 Jahren verlagern... es liegt nicht am Produkt!! - es liegt am Innovationsgrad, welchen gesellschaftlichen Luxus sich eine Nation in Zeiten der Globalisierung & der Transparenz leisten kann. Aber lieber Herr Knop. In der Wirtschaft gibt es nicht nur das Fach Controlling. Da gibt es auch noch die Grundsätze der Unternehmensführung, das Wirtschaftsrecht & Codes of Conduct & eben Politiker. Losgelöst von Nokia & Co haben die nun einen anderen Fokus. Sei es Wahlkampf oder eben die Aufgabe, in dieser Zeit der schweren Einzelschicksale & Existenzängste dafür zu sorgen, dass den Betroffenen wenn auch nur scheinheilig zugehört wird. Unverständlich bleibt der EU-subventionierte Bau in Rumänien (Wirtschaftspolitik).

NOKIA verhält sich doch absolut vertragsgerecht. Unsere Gr0K0, Gott erhalte sie möglichst bald, sorgt doch für eine ständige Verschlechterung der Standortbedingungen in Deutschland.
Die Steuern werden heraufgesetzt, die Umweltauflagen verschärft, die Sozialabgaben steigen, und dann wundert sich noch jemand, dass ein gewinnorientiertes Unternehmen dorthin geht, wo das meiste Geld unter dem Strich winkt ?
Das ist doch Heuchelei.

,wenn man dort neue Betriebe baut.Man sollte nicht ueber so heuchlerisch in Deutschland ueber Armut in der Welt sprechen und Mehl oder gebrauchte Schuhe schicken,um sich besser zu fuehlen.Wenn man eine bessere Welt will,wo alle normal ohne Hunger und Armut leben,ist nur eine rapide wirtschaftliche Entwicklung die einzige Loesung-und nicht diese laecherliche Spendeaktionen fuer arme Volker,die weiter arm bleiben sollen,weil wir ihre Wirtschaft nicht aufbluehen sehen wollen.
Man sollte endlich mit diesem chauvinistischen Denken aufhoeren.

In seltener Einigkeit zeigen nun Politiker aller Farben, Gewerkschaften und Verbände auf Nokia. Es ist sicher nicht von der Hand zu weisen, daß die Schließung eines mit Subventionen errichteten Standortes, zumal so plötzlich, große Betroffenheit, Ärger und Wut auslößt. Aber warum hat sich Nokia zu diesem Schritt entschlossen? Sicher nicht, weil die Löhne und Gehälter im Vergleich so niedrig sind, oder weil die Energiepreise mit Links zu schultern wären. Trotz Subventionen aus Steuermitteln blieb der Standort wegen der hohen Kosten letztlich zweite Wahl, aber die Politik fragt nicht nach der eigenen Schuld. Warum mußten die Energiepreise durch Ökosteuer und die Erhöhung der Mehrwertssteuer künstlich erhöht werden?, Warum ist es der Bundesregierung trotz gegenteiliger Ankündigungen noch immer nicht gelungen, die Lohnnebenkosten deutlich zu senken. Im Gegenteil wird schon wieder über die Anhebung der Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung spekuliert. Die deutsche Politik hat auf dem Gebiet der Lohnnebenkosten und der Energiepreise ordnungspolitisch versagt und beschuldigt die Wirtschaft für den folgenden Verlust von Arbeitsplätzen. Sind die Ziele Haushaltssanierung und Klimaschutz auch ohne Arbeitsplätze erreichbar?

Hallo Herr Nett,
ich hoffe darauf, daß Sie dann auch konsequent genug sind auf Produkte von Anbietern zu verzichten, die nicht in Deutschland produzieren. Allerdings vermute ich das Gegenteil, da so etwas praktisch kaum möglich sein dürfte.
Mit Verlautbarungen wie "ich habe mein Abo gekündigt, weil mir die Berichterstattung zu kapitalistisch ist" o. ä. begeben Sie sich auf das gleiche billige Niveau wie Ihr geliebter "Arbeiterführer" Rüttgers. An Heuchelei und Selbstverleugnung ist das ja wohl kaum noch zu überbieten.
Vielleicht finden Sie ja im "Neuen Deutschland" oder in der "Jungen Welt" eine neue leserische Heimat.
Die Verantwortlichen in diesem Land haben sich dafür entschieden, einem seit Jahren wirtschaftlich erfolgreichen internationalen Großkonzern unser sauer verdientes Steuergeld hinterherzuwerfen. Als Gegenleistung wurde offensichtlich veinbart, dass dieser mindestens 5 Jahre am Standort bleiben muß. Diese Zeit ist nun um, der Vertrag ist erfüllt. Warum da nun noch schäbig nachgetreten werden muss, ist mir unklar.
Dass die Mitarbeiter vor einer riesigen Herausforderung stehen, ist mir völlig klar. Viele haben auf die vermeintliche Sicherheit des großen Namens NOKIA verlassen und fühlen sich nun verlassen.

sowohl der verwirrte Leser, der kündigte, als auch Dr. Rüttgers (bzw. sein Vorgänger Clement). Wie auch immer. Es ist doch so, daß dummerweise der Staat in seiner "grenzenlosen Ahnungslosigkeit" wider jeglichem wirtschaftlichem Sachverstand Steuergelder in bodenlose Fässer steckt (Subventionen für nicht wettbewerbsfähige Branchen). Auch dummerweise ist dies politisch leider zu sehr erfolgreich für das politische Ansehen der Akteure, weil zu viele Wähler, wie z. B. der vorgenannte Ex-FAZ-Leser, auf solche Aktionen "total abfahren" und schon wieder "ein falsches Kreuzchen" setzen und obendrein sich wichtiger Informationsquellen - aus Protest - freiwilig entziehen, sprich z. B: FAZ kündigen. Ich habe selten so gelacht.
Liebe FAZ: ich habe in den letzten 12 Monaten viele Zeitungen aufmerksam gelesen u. geprüft. Die FAZ bringt es auf den Punkt. Sie ist einer freiheitlichen Ordnung/Denken, wie sie einem Ludwig Erhard vorschwebte u. er sich darum sehr mühte, näher als viele andere deutsche Blätter. Daher habe ich vor wenigen Wochen erstmals das FAZ-Abo bestellt. Der Kommentar bestätigt mich in der Richtigkeit meiner Entscheidung!
Kennen Sie noch die alte FAZ-Werbung? Hinter dieser Zeitung ist ein kluger Kopf.
:-)

Zunächst ist meinem Vorredner (der Begriff der Servilität trifft es hervorragend) zuzustimmen.
Weiterhin ist es schier unverständlich, wie der Autor allen Ernstes behaupten kann, dem Kunden sei es egal, wo sein Handy hergestellt werde. Fakt ist: Der Kunde hat die Wahl einfach nicht, er kann für Geld und gute Worte kaum noch ein Produkt aus diesem Bereich erwerben, welches nicht aus dem Land der aufgehenden Sonne kommt, aber dafür den Preis hat, als wäre es in einer hiesigen Manufaktur handgedengelt.
Anscheinend ist der kleine miese Endkunde ja auch egal, bis auf die Tatsache, dass er mit seiner Geldleistung an das Unternehmen als schafsblöder Parteigänger einer Markenchimäre bitteschön für die Zufriedenheit der großen Aktionäre zu sorgen hat. Wäre ja auch frech, wenn es bei denen nicht in der Kasse klingelte.
Am schlimmsten ist aber, dass man auf solche Gedanken kommt, auch wenn man nicht mit dem Kommunistischen Manifest unter dem Kopfkissen schläft.

Liebe MitarbeiterInnen der FAZ. Wie in dem Beitrag über die Produktionsverlagerung von Nokia richtig bemerkt wurde, geht es um mehr Profit in einem Billiglohnland. Weshalb man da Verständnis hat mit einem Arbeitsplatzvernichter, verstehe ich nicht. Bedenken Sie, daß man auch eine Zeitung heutzutage global herstellen kann. Layout im deutschsprachigen Südafrika, Druck in Indien, Lieferung über die neue 4. Landebahn, Redaktionsbeiträge werden von outgesourcten ehemaligen festangestellten Mitarbeitern geliefert im Billiglohnverfahren. Wovon wollen Sie dann leben ? Haben sie dann auch noch so viel Verständnis für die Globalisierung?

Subventionen dienen unter anderem dazu, Anreize zu schaffen, dass sich Unternehmen und Konzerne durch die Installation von Produktionsstätten an Orten ihrer Wahl niederlassen. Es ist schon merkwürdig genug, dass es mittlerweile einen solchen "Automatismus" gibt. Dennoch gibt es Vorteile für alle Beteiligten (Arbeitsplätze, Entwicklung der Infrastruktur, Wachsen der Kaufkraft, verstärkte Einnahen der Region durch Gewerbesteuer unter Berücksichtigung/Einräumen besonders moderater Gewerbesteuersätze).
Und wenn es schon nicht anderes geht, dann sollte mit der Gewährung von Subventionen mindestens auch eine Barriere installiert werden, die wie folgt aussehen könnte: Subventionen ja, sehr gerne sogar! Aber wenn Du wieder gehst, ist Zahltag und die dir gewährten Subventionen werden wieder zurückgezahlt.
Zur Erinnerung: Subventionen sind die Gelder, die aus Mitteln der steuerzahlenden Bundesbürger großzügig von Politikern gezahlt werden.
Insofern kann ich die Haltung des Verfassers des Beitrags nicht ganz nachvollziehen.

Herr Nett läßt sich hier von Herrn Rüttgers hinters Licht führen. Einzelne Länder und die EU bieten Unternehmen Geld dafür an, daß sie ein bestimmtes Verhalten zeigen. Worum es dabei genau geht, wird vertraglich festgehalten. Nokia folgte dem Angebot und errichtete ein Werk in Deutschland.
Viele Jahre später gibt es offenbar gute Gründe, die Standortwahl zu überdenken, und man folgt wiederum einem Angebot, für einen Wechsel nach Rumänien Geld zu bekommen.
Wer ist nun dafür verantwortlich? Nokia? Oder vielleicht doch die Politik, die unser Geld verschenkt, um sich toller Kurzfristerfolge rühmen zu können? Bitte Leute - und Herr Nett - fallt nicht auf das beliebte Haltet-den-Dieb-Verfahren herein. Nicht das FAZ-Abo sollten Sie kündigen, sondern als CDU-Mitglied dem schwarz angemalten Lafontaine in Düsseldorf die Gefolgschaft! Und von den staatstreuen Sendern, die mit den Wölfen heulen, ist hier auch nichts zu erwarten.
TF

Nokia hat nach eigenem Bekunden "markt- und kapitalorientiert" über den deutschen Standort negativ entschieden und die Politik ist "ethik-orientiert" empört. Eine Entscheidung, die "unanständig" wäre, empört sich NRW- Ministerpräsident Rüttgers. Aus Wettbewerbsgründen will nämlich der finnische Handy-Weltmarktführer das Ruhrgebiet anscheinend "fluchtartig" verlassen, die Bochumer Betriebstätte sogar ohne Ersatz stilllegen, und die Produktion in ein anderes EU-Land, nämlich Rumänien, verlagern. Und dies alles, obwohl Nokia von NRW und Bund 88 Mio. Euro Subventionen erhalten hatte und und der Konzern neben dieser Förderung noch selbst einige Hundert-Millionen Euro in Gebäude und Geschäftsausstattung investierte. Egal wie man es betrachtet, die Verlagerung nach Rumänien bedeutet auch für Nokia zunächst einmal eine "Kapitalvernichtung". Oder spekuliert Nokia mit der anvisierten Standortpolitik nur darauf, noch weitere staatliche Unterstützung zu erhalten, um dem EU-Land, nämlich Deutschland, dann eben nicht - gänzlich oder nicht so schnell - den Rücken zu kehren ? Mir scheint dies aktuell viel eher der Fall zu sein. Denn auch in Rümäinien werden sich die Kostenstrukturen "markt- und staatsorientiert" entwickeln.

Ich kann das Verhalten von Nokia verstehen. All das ist normales Geschäftsgebahren für Großkonzerne in einer globalisierten Welt, Zeiten offener Märkte etc.!
Kennen solche weltweit agierenden Konzerne überhaupt noch Staaten oder gar Bundesländer? Sind Subventionen an solche weltweit agierenden Großkonzerne angebracht?
Ich behaupte nein: Steuermittelverschwendung. Viel mehr sollte mit dem Geld Gründer und Mittelständler in innovationsträchtigeren Technologiezweigen und Innovationen (z.B. im Bereich Maschinenbau) mit günstigen Krediten über KfW gefördert werden. Zweige in denen Deutschland - trotz internationalem Wettbewerb - Spitzenreiter sein kann. Oder aber auch in Bildung und Forschung. Die Schlagzeile für Politiker viele allerdings etwas kleiner aus.

Das hilft der FAZ nicht und dem Ex-Leser auch nicht.
Nokia hat systemimmanent wohl richtig entschieden ('Kollateralschäden' durch ungeschickte öffentliche Bemerkungen sind in der ungeheuren Nachrichtenflut nicht zu befürchten). Der Einzelne, das einzelne Unternehmen, die einzelne Volkswirtschaft können dem globalen Wettbewerbsterror nicht entkommen.
Leider reicht der Horizont der Politiker nicht so weit, das ihren Wählern einzugestehen und zu erklären. Es ist in doppelter Hinsicht lächerlich, wenn Politiker aus Parteien, die sich dem marktwirtschaftlichen Konkurrenzprinzip verschrieben haben, plötzlich von 'Subventionsheuschrecken' reden: es läuft sowohl ihrer ökonomischen Theorie wie ihrem praktischen Handeln entgegen.
Da hat Carsten Knop vollkommen recht. Deshalb sollte Leser Franz-Josef Nett der FAZ die Treue halten :-).

Vielen Dank an Carsten Knop,
anscheinend hat sich der Großteil der Gesellschaft vom kapitalistischen System so weit entfernt, dass niemand mehr rational begreift, weshalb ein Unternehmen in Deutschland Werke schließt. Dieser Artikel zeigt wiederholt die Sonderrolle und Überlegenheit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gegenüber dem Rest der deutschen Presse.
Man sollte nicht hinterfragen, weshalb NOKIA das Werk schließt, sondern überlegen, ob nicht die Politik die Zahlung der Subventionen an bestimmte Bedingungen hätte knüpfen sollen oder noch besser die Rahmenbedingungen (Steuern, Löhne usw.) hätte verbessern sollen.
Mfg
Emre Akyol

Sehr geehrte Damen und Herren,
<br>ich habe heute mein Abo der FAZ gekündigt, weil ich solche industrieservilen Kommentare nicht mehr ertragen kann. Schlimmer als die Subventionsheuschrecken (richtig, Herr Rüttgers!) sind die journalistischen Hofsänger eines rücksichtslosen Kapitalismus!