Rekordhoch

Ölpreis steigt über 132 Dollar

Der Höhenflug des Ölpreises geht weiter: Händler zahlten am Mittwoch für die amerikanische Ölsorte WTI in der Spitze bis zu 132,08 Dollar pro Fass. Zugleich kostete Diesel an den Tankstellen erstmals deutschlandweit so viel wie Benzin.

Lesermeinungen zum Beitrag

22. Mai 2008 09:27

Wie könnte es in zwanzig Jahren aussehen

Jörg Paßlack (del64)

Vielleicht so. Die Arbeitsplätze befinden sich in der Nähe der Wohnorte der jeweiligen Angestellten, das gab es schon mal. Der öffentliche Nahverkehr ist so gut ausgebaut, daß man mit ihm auch wirklich zu seiner Arbeitsstelle kommt. Die Haltestellen befinden sich dort wo die Leute wohnen und dort wo die Arbeitsplätze sind. Sicher fahren wir weniger mit dem Auto und mehr mit dem Fahrrad oder mit den ÖPNV. Die Versorgungseinrichtungen befinden sich wieder im Ort und nicht irgendwo in der Pampas. Es werden nicht mehr so viele Güter durch die halbe Welt transportiert. Es wird viel mehr dezentralisiert sein (Energieerzeugung, Produktion, Handel), regionale Netze werden neu entstehen, sicher auch mit überregionalen Verflechtungen. Sicher ist die Entwicklung zur Zeit ein Problem. Aber wo Probleme sind ergeben sich auch neue Chancen. Das derzeitige Jammern und Zähneklappern ist für die Nation der Erfinder, Ingenieure, Techniker und Facharbeiter schon traurig. Wenn wir Probleme haben, dann müssen wir sie lösen. Unsere Vorfahren haben ihre Probleme gelöst, hätten sie nicht getan, dann wären wir ein Entwicklungsland. Und wir haben auch die Pflicht unsere Probleme selbst zu lösen.

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22. Mai 2008 00:01

Öl wird so oder so knapp

Thomas Fürbringer (tommie11)

Selbst wenn die OPEC "mauert" und wirklich noch genug Öl da ist, so wird spätestens dann eine Knappheit eintreten, wenn der Individualverkehr in den Schwellenländern eklatant ansteigt. Angenommen 200 Mio. Chinesen kaufen sich Autos. Die Börse jubelt, Autofirmen und Zulieferer sind umso mehr. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass die dafür benötigten 150 Mio Barrel/Tag (?) jemals gefördert werden können. Wenn doch, dann werden wir eben alle längst den Hitzetod im Treibhaus erleiden ... Lang lebe die Klimaanlage ;-) Tom.

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21. Mai 2008 21:54

Quatsch/1

Dariusz Badura (DariuszB)

Dass der Ölpreis astronomische Höhen erreicht hat, hat nichts mit Spekulation zu tun, auch nichts mit endlichen Ölvorräten. Der wahre Grund liegt darin begründet, dass Öl exportierende Staaten begriffen haben, dass Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage den Preis bestimmt. Bei knappem Angebot konkurrien alle Nachfrager um knappe Ressourcen. Das beste Beispiel hierfür wäre ein Wohnungsmangel: Sagen wir 2 % der deutschen Bevölkerung hätte keinen Dach unter dem Kopf. Stellen Sie sich vor, welchen Preis so ein Wohnungsloser zu zahlen bereit wäre um eine Wohnung zu haben. Auch jeder der eine Wohnung hätte, würde überhöhte Wohnungsmieten akzeptieren, da fürchten müssten durch einen zahlungswilligen Wohnungslosen ausgetauscht zu werden. Erdöl exportierende Länder haben aus der Vergangenheit gelernt, dass sie das Angebot an Öl knapp halten müssen, damit: siehe Beispiel mit den Wohnungsmangel. So lange das Öllkartel zusammenhält, handelt es sich um ein echtes Monopol. Ein Monopolist ist ja ein Gewinnmaximierer. Und dies erreicht er dadurch in dem er die Öl-Menge steuert. Öl-Preis reagiert sehr alastisch auf die Menge. Wäre zu viel da würde der Ölpreis falle, wäre zu wenig Öl auf dem Markt würde die Wirtschaft kollabieren.

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21. Mai 2008 21:54

Quatsch/2

Dariusz Badura (DariuszB)

Die angebotene Ölmenge Förderqoten liegt irgendwo dazwischen. Und sie liegt in dem Bereich in dem sich ein maximales Gewinn realisieren lässt (Preis Absatz Funktion) Dass der Ölpreis vor weniger Jahren auf etwa 10 Dollar abgefallen war, war dadurch verursacht, dass zwar knappe Fördemengen fesgesetzt und zugeteit wurden, aber JEDER einzelne Anbieter wollte heimlich mehr verkaufen und dies auch tat. Durch erhöhtes Angebot sind die Preise zurückgegangen. Um sinkende Gewinne zu kompensieren musste JEDER noch mehr Öl verkaufen, um Vorjahres bzw. versprochene Gewinne einzufahren, dies hätte so weit gegehen können bis wir in Öl ertrankten. Als sich das Kartell neu aufgestellt hat, wurde dem Treiben ein Ende gesetzt. Seitdem wird das Öl knapp gehalten und wird auch durch psychische Manipulation knapp gehalten. Auch der psychische Druck: "Öl geht zu Ende bla bla bla... " soll beim Verbraucher Angst auslösen: "Morgen" haben wir kein Öl mehr bzw. ist es unbezahlbar also muss ich "Heute" noch kaufen egal zu welchem Preis. Menschen bewerten, das was heute ist mehr als das, was morgen ist. Auch der konstante "langsame" Preisanstieg mit vielen Ausreden: "Wie koppeln den Ölpreis nur an den Dollar....." soll den Verbraucher an hohe gewöhnen.

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21. Mai 2008 21:12

Die deutsche Politik hat versagt

Dariusz Badura (DariuszB)

Sämtliche Forschungsintensitäten zur Verbesserung der Steinkohleverflüssigung sind in Deutschland aufgrund der mangelden Fachkenntnis der Politiker eingestellt worden. Öl haben wir in Deutschland in Überfluss zwar in fester Form aber dafür zu Kosten von etwa 15 bis 20 Euro pro Barrel. Steinkohle besteht ja nicht aus Kohlenstoff, sonder aus aneinander gebundenen Benzolringen. Na ja, so lange die Steuergelder reichlich sprudeln, sind unsere Politiker mit dem Geld-Zählen ja reichlich beschäftigt. Was wollen wir da noch erwarten.

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21. Mai 2008 20:46

Jetzt muß die Regierung hart bleiben

Michael Menzel (Galenos)

Es geht doch nicht, daß der Finanzminister die Wahnsinns Steuern auf den Sprit erniedrigt. Eher friert die Hölle ein oder die gesamte Volkswirtschaft, die nur auf Mobilität aufbaut, kommt zum Erliegen. Aber das ist nicht so schlimm. Mit Hilfe dieser Regierung und der davor haben DIE es dann geschafft. Deutschand ist im A..bgrund.

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21. Mai 2008 19:10

Und wie geht es danach weiter

Friedrich Reese (Oscar_Schaf)

Ob man den Zahlen glaubt oder nicht, sie sicher dahingestellt. Immerhin ist klar, dass der Preis des Öls immer von Produzenten und zunehmend von Interessengruppen durch verschiedene Spekulationen (an der Börse oder in den Medien) getrieben wird. Die Frage, wie ein Szenario mit wenig Öl und ohne Atomkraft in den kommenden 10-20 Jahren aussehen soll, hat bis heute noch keiner schlüssig beantwortet. Denn wenn der Ölpreis weiter steigt, wird auch der Transport von Kohle aus Übersee teurer, so dass zur Energiegewinnung letztlich nur noch Gas und sogenannte regenative Energien bleiben. Mit den dann abgeschalteten Atommeilern und der Reduktion der Stromerzeugung durch Kohle ergibt sich ein ganz neues Szenario. Wie das aussehen kann, ist heute schon in vielen Entwicklungsländern zu betrachten.

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21. Mai 2008 14:09

Von Propheten und Prophezeihungen

Engelbert Kühlwetter (wallibelli)

Hier schaukelt sich ein gefährliches Gemengelage hoch.Wahrscheinlich weiß keiner, was wirklich Sache ist. Jeder redet mit, obwohl er weiß, daß er nichts weiß. Die Goldmann Sachs-Leute haben die 200 Dollar Diskussion im Herbst letzten Jahres ins Rollen gebracht (bis ca.2018). Vor ein paar Wochen hieß es aus dem geichen Hause bis etwa 2010. Vor wenigen Tagen die Meldung schon im kommenden Jahr. Man kann die Preise auch herbeireden.Spätestens in ein paar Wochen,wenn im Golf von Mexiko der erste Hurrikan aufzieht, heißt es: 200 Dollar bis Jahresende. Wenn's nicht reicht, steht uns anschließend ein kalter Winter bevor. Die 200 will der Markt jetzt sehen. Noch dieses Jahr. 2007 ist der Preis um 100 % gestiegen. Dann schafft er es auch 2008 wenn nötig mit inflationärer Propheterie und aufkommender Hysterie. Selbsterfüllende Prophezeihungen nennt man das.Was über 200 Dollar kommt ist offen. Vom Wirschaftskollaps bis zum Wirtschaftskrieg. Denn was der Ölpreis alles nach sich zieht, erfahren wir gerade in diesen Wochen.

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