
in den Kommentaren wird immer wieder dargestellt, das die Landwirtschaft subventioniert wird und auf der anderen Seite fordern die Bauern kostendeckende Preise! Ist das nicht ein Widerspruch an sich und Betrug am Verbraucher, da der Verbraucher doppelt bezahlt, auf der einen Seite wird mit den Steuern die Agarsubventionen bezahlt und dann darf der Verbraucher noch höhere Preise im Laden bezahlen! Es gibt zwei Lösungen, entweder Subventionen rauf und Preise runter oder umgekehrt, d.h. wir machen Marktwirtschaft auf dem Agrarbereich - streichen die Subventionen komplett und der Verbraucher zahlt höhere Marktpreise! Allerdings müssten die eingesparten Subventionen dem Verbraucher in Form von Steuerentlastungen, niedrige Mehrwertsteuer auf Agrarprodukte zurückgegeben werden!

Es sagt ja niemand mehr, dass es den Bauern gut geht. Ich denke auch, dass die Landwirtschaft nicht dem freien Markt unterworfen werden kann. Bei der Landwirtschaft geht es ja auch um die Landschaftspflege und -kultur. Auf der anderen Seite wird ca. 30% der Subventionen der EU für die Landwirtschaft ausgegeben. Für einen Wirtschaftszweig, der gerade einmal ca. 3% der Beschäftigten in der EU stellt. Das finde ich schon fragwürdig. Da ist es schon ein Ansatz, in der Landwirtschaft Kostenpreise zu verlangen. Entgegen den anderen Marktbereichen, wo Marktpreise gelten. Insofern finde ich die Forderung der Bauern für einen fairen Preis von 40 Cent o.k. Allerdings nicht die Aktionen. Der Zweck heiligt nicht alle Mittel. Ein wertvolles Lebensmittel wegzukippen geht für mich nicht. Und die rechtswidrigen Blockaden sind einfach Nötigung und damit kriminell. Auch die Landwirte haben sich an die Gesetze zu halten. Dann sollen sie sich legale und kreative Protestformen überlegen.

Verkaufen die Milchbauern ihre Milch auf Kommissionsbasis? Absurd!

die man ständig immer nur melken und melken kann. Schön, das sich die Bauern mit den Molkereien einigen können, aber die Verlierer werden die Verbraucher sein. Klar brauchen die Bauern ordentliche Preise - die Kritik richtig sich an die Molkereien und den Handel, die gleich überall wieder draufschlagen und ihre Gewinnmargen erhöhen. Wenn man es umgerechnet, kostet der Liter Milch mehr als ein Liter Bier, jedenfalls bei Lidl und Co. Aber wir haben ja Fussball-Europameisterschaft, da ist der Bierpreis sowie wichtiger als der Milchpreis. Man könnte ja während der Fussball-EM zum Boykott der Märkte aufrufen und keine Milch mehr kaufen und stattdessen Bier!

Aus Japan ist bekannt, daß die Kühe regelmäßig sanft massiert werden und Bier zu trinken bekommen. Da stellt sich doch die Frage, welcher Teil der Preiserhöhung im Supermarkt eigentlich bei der deutschen Kuh ankommt ?

... und Rückagen zu bilden, dass es nur noch so raucht, dann ist das vollkommen gerechtfertigt, weil das ist "der Markt" , der das erfordert. Wenn die Kalkulazioun so aussieht dass, man für Milch 3ct/l mehr verlangt, die man an die Bauern nicht durchreicht, um den Medion-PC oder die Goldbären mit minimalem bis gar keinem Gewinn zu verkaufen, dan ist das auch O.K., weil das ist der Markt. Wenn aber 70% Bauern "im Göllegdiv" feststellen, dass sie bei diesen Preisen alle pleite gehen, dann ist das "Schiebung". Und der Einzelhandel hat mit seinen Preisen recht. Is klar. Gehen Sie doch zu ALDI und kaufen Sie sich zm Frühstück mal ein USB-Laufwerk. Ich wünsche dann guten Appetit. Lalala lass Dich nicht verarschen... und sei vor allem nicht "zu geil" für unsere Bauern. Wenn die weg sind, wird's teuer. Und dann würden wir feststellen, dass Geiz überhaupt gar nicht "geil" ist, sonden einfach nur unglaublich dumm.

Damit hat der Einzelhandel kein Problem. Und der Staat bekommt auch wieder mehr Märchensteuer. Milch ist ja wohl nicht gleich Milch. Wenn man 0,3 % H.Milch kauft, dann ist das eigentlich nur noch weißes Wasser, Proteinarm und Fettarm, also der Abfall der Vollmilch aus dem wirklich nicht mehr rauszuholen ist als bereits geschehen. Wenn die Bauern von Milch reden, dann geht es um VOLLMILCH aus der alle anderen Milchprodukte wie Butter und Käse, Joghurt, Milchpulver etc. hergestellt wird. Es ist also wieder einmal glatter Betrug am Käufer, wenn die Discounter, - von den kleinen Einzelhändlern garnicht zu reden - wenn z.B entrahmte, entfettete und Proteinreduzierte H-Milch ebenfalls um bis zu 20% verteuern. Da hängen sich jetzt alle dran und geben den Bauern die Schuld an grotesk überproportionalen Erhöhungen. Viel Geld für weißes Wasser - auf Kosten des Verbrauchers.

.... ob ein Bauer aufgeben muss, weil er für seine viel Milch einen derart geringen Literpreis bekommt, der nicht mehr auskömmlich erscheint oder ob dieser Bauer von seiner vielen Milch zum hohen Kartellpreis nur so viel verkauft, dass sein Einkommen ebenfalls nicht auskömmlich ist? Der Versuch, die auf dem "Arbeitsmarkt" probaten Mittel der Kampfmaßnahmen und Kartellpreise auf einen Gütermarkt zu übertragen, kommt doch eher einer Milchbubenrechnung gleich.

dann sind es doch wohl unsre Bauern. 10 Ct. mehr pro Liter ist noch zu wenig, ich finde sie hätten mindestens 20 Ct. verdient. Und wenn es eine Branche verdient hat von Protektionismus zu profitieren, dann sind das ebenfalls unsre Bauern. Sie liefern unser täglich Brot. Mit harter Arbeit, nebenbei bemerkt. Wir sollten das nie vergessen.

Die ganze Geschichte hat zwei Seiten. Zum einen zahlen wir hohe Subventionsbeiträge an die Landwirtschaft. Und zum anderen sind wir nicht bereit bei jedem landwirtschaftlichen Produkt den eigentlichen Marktpreis zu bezahlen. Was eine vollständige Öffnung der Landwirtschaft zu marktüblicher Produktion und marktüblichen Preisen bringt, kann aber auch niemand abschließend erklären. Keine Werbung! Wer mehr über die Probleme und die Anforderungen an die heutige Landwirtschaft wissen will, der sollte Agrarzeitschriften lesen. Zum Beispiel die "Top Agrar". Die Landwirtschaft ist viel komplexer als die meisten von uns ahnen.

...weil die Nachfrage sinkt und Unmengen Bauern pleite gehen, weil sie nichts mehr absetzen können. Mir tun die Bauern ehrlich Leid, aber wir leben nunmal in keiner Planwirtschaft und ich sehe nicht, wieso die Bauern stärker geschützt werden sollten als andere Berufe, bei denen die Marktkräfte genauso und stärker zu Umwälzungen führen. Wenn wir hier weiter in so einem komplexen, letztendlich nicht effizient extern steuerbaren System herumpfuschen, haben wir am Ende wieder die gleichen Probleme - Verbraucher genauso wie Bauern. Nur dass uns die ganze Chose im Endeffekt deutlich mehr kosten wird, als wenn man den Markt Angebot und Nachfrage gleich regeln lassen würde und sich, so Leid mir das tut, die Kinder von Bauern genauso wie vor einiger Zeit die von Bergarbeitern nunmal zu anderen Professionen orientieren müssen - im dritten Sektor, nicht den ersten beiden. Das ist ein natürlicher Vorgang, den die Gesamtwirtschaft schon lange vollzogen hat und gegen den sich auch die Bauern nicht weiter stemmen können. Ich will damit nicht sagen, dass die Preise fair sind: Aber dann wird der Markt sie mittelfristig wieder nach oben treiben, bis das Ganze rentabel ist - mit weniger Bauern insgesamt, dafür mehr Versicherungsmaklern u.ä.