
Ich dachte die werden alle nach Leistung bezahlt! Wenn der Ackermann in der Nase rumpopelt, dann sinds ca. 200-300 € für diese Leistung. Muss er mal für grosse Jungs, dann können es locker 1T€ sein. Dann noch die Hin- und Rückfahrt zur Arbeit, ein paar Analysen die die Zukunft betreffen (im Investmentbanking ist die Zukunft alles eine Frage von Stunden - denn da gehen die Uhren ja bekanntlich viel schneller) - schon sind weitere 10T€ + Spesen verdient. Aber ich muss auch sagen, dass das Zählen des Geldes anderer Leute keine gute Idee ist. Denn jeder verdient das was er bekommt. Arbeitet man ehrlich, dann ist man halt der Dumme. Lässt man bei der Deutschen Bank den Server abstürzen, wenn die Kurse nicht so gut stehen, dass ist man einfach schlau. Dass ist nämlich kein Betrug - die BaFin hat bei sowas noch nie ermittelt. Also Herr Ackemann. Wenn Sie das nächste mal eine neue Wahnsinsidee haben wie sie die EK-Rendite auf 1000% schrauben können, dann berücksichten Sie doch bitte in ihrer Planung wenigstens nicht das Geld des Staates bzw. der Steuerzahler zu verbraten.

wenn endlich die Gehälter der sogenannten Eliten und "Leistungsträger" begrenzt werden. Die auch in Deutschland gezahlten Vergütungen sind jenseits von Gut und Böse und mir kann kein Mensch erklären, warum ein "angestellter" Manager, der überhaupt kein finanzielles Risiko trägt, 290 Mal mehr bekommt als ein studierter Angestellter in der Finanzbranche. Ich habe 40 jahre als Wirtschaftswissenschaftler in diversen Branchen gearbeitet - in keiner davon wird soviel Geld an die Manager bezahlt wie in der Finanzbranche. Wie entstehen diese hohen Gehälter? Im Investmentbanking scheint es Usance zu sein, große Ertragsteile eines "Geschäfts" an die Mitarbeiter auszuzahlen ohne die langfristige "Güte" dieses Geschäfts zu betrachten. Wenn ich also risikolos mein Einkommen erhöhen kann dann gibt es -leider- viele Menschen, die dies auch tun. Herr Lutzmann, das falsche Anreizsystem dieser Branche hat zu dem Finanzdesaster geführt, auf das wir seit Monaten atem- und verständnislos blicken. Ich wage die These, dass man gefahrlos die erste Riege einer jeden Bank nach Hause schicken könnte und die bisherige zweite Riege -die sowieso die ganze Arbeit macht- das Geschäft nicht schlechter erledigt - zu einem Zehntel der bisherigen Personalkosten.

Na, da haben wir doch den nächsten Schritt ... hin zum glorreichen Sozialismus. In linker Logik ist der bösartige Kapitalismus ja nur eine übergangserscheinung, hin in die absolute Freiheit. Was zum Teufel haben Managergehälter mit der aktuellen Finanzkrise zu tun? Eigentlich recht wenig - und selbst wenn, es ist immer noch Angelegenheit der Eigentümer über die Vergütung ihrer Manager zu entscheiden. Aber, die Rolle des allumsorgenden Vater Staates sei erwähnt. Manager erhalten einen Grossteil der Vergütung in Aktien und Optionen. Die Steuerpflicht entsteht im Jahr der Zuteilung. Das diese Aktien und Optionen heute wesentlich weniger Wert sind als zum Zeitpunkt der Zuteilung - das interssiert die Steuervögte der sozial gerechten Umverteilungsstaaten recht weniger. Hauptsache, man kann einmal mehr antikapitalistische Phrasen schwingen.