Sie haben ja recht, daß ich Ihre Frage nach der Medianhöhe wiederholt habe. Allerdings hat hier schlicht die Latenz des Erscheinens der Beiträge zugeschlagen: als ich meine Fragen formuliert habe, hatten Sie zwar Ihre schon geschrieben, sie war aber noch nicht "erschienen". Das mag manchen anderen auch so gegangen sein, was dann die Vorwürfe etwas relativiert.
Wikipedia zeigt diesen Median unter dem Stichwort "Nettoäquivalenzeinkommen"
Liebe FAZ-online-Leute: Offenbar werden neuerdings die Absätze aus den Beiträgen herausgefiltert? >>> Das Ergebnis sind m.E. schlecht lesbare "Text-Klopse", ohne Struktur und Gliederung. >>> Was soll das, die Browser-Fläche kostet Euch doch nix!? >>> Gruß, Bernd Michalski
Eigentlich hatte ich mit meiner ursprünglichen (einfachen?) Frage nach dem Höhe des Medians von dem ein oder anderen Forumsteilnehmer oder gar dem Autor eine Antwort erhofft. Davon abgesehen, dass die Frage wiederholt wurde, zeigte es mir nur, dass bei Foren wohl mehr darum geht seine Meinung, manchmal mehr manchmal weniger populistisch kund zu tun, als weiterführend zu diskutieren. Schade.
Der Fall Transrapid ist ein Beispiel dafür, wie dieses Land seine Zukunft verspielt: Statt vorausschauend in neue, wegweisende Technologien zu investieren, werden diese verhindert. Damit gehen Marktchancen und Zukunftsperspektiven den Bach hinunter. Das Budget verschwindet schließlich im allgemeinen Staatshaushalt und ist weg. Die prognostizierten ca. 8 Mrd (!) Betriebsgewinn über 30 Jahre werden nicht erwirtschaftet (-3 Mrd Invest = 5 Mrd Gewinn), dieses Geld steht dann auch für Kindergärten, Schulbücher oder Seniorenheime nicht zur Verfügung. Und von nicht gemachten Umsätzen kann auch keiner leben. Am Ende hat sich nichts bewegt im Land. Die Presse und die Politik versagen gleichermaßen. Statt nach vorne zu blicken muß zwangsläufig die Angst vor dem Abstieg umgehen. In diesem Fall stehen Gewinner und Verlierer klar fest: Verlierer ist Deutschland, die Wirtschaft, der Staat, letztlich in Konsequenz die Bürger, ganz besonders die Mittelschicht. Gewinner ist Alstom, deren Hochgeschwindigkeitszug (wie jedes Rad-Schiene-System) mehr Strom braucht, mehr Krach macht, und einen schlechteren Fahrkomfort hat. Zu viele Bürger waren dagegen. Sie wollten einfach ihre Chance nicht sehen. Jetzt haben sie angst.
1.Alle Armuts- und Unterschichtsdebatten der vergangenen Jahre beruhen auf dem einen geheiligten Organisationsprinzip unserer Gesellschaft: der Erwerbsarbeit. Diese immer fragwürdiger werdende Fixierung auf die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung erzeugt erst die hermetisch gegeneinander abgeschotteten sozialen Gruppen, befördert zumindest die Selbstwahrnemung vieler Betroffener als arm und wertlos, weil ohne Arbeit. In diesem Diskurs ersticken Politk und Wirtschaftsforschung damit jegliche Motivation, sich auf das Eigentliche des heutigen sozialen Daseins einzulassen: sich nämlich als Teil einer modernen Bürgergesellschaft zu verstehen, die in ihrer ökonomischen Fundierung zwar immer noch auf dem Prinzip der "Leistungsgerechtigkeit" basiert, darüber hinaus aber zunehmend andere Tätigkeiten (z.B.Bürgerarbeit) ermöglicht und dieser auch dringend bedarf.2. Bei aller Sorge um wachsende Unterschichten sollte nicht vergessen werden, daß Armut und Reichtum soziale (und individuelle) Konstruktionen sind, also keine Fragen von Geldbeträgen, sondern von wiederum sozial vorgegebenen Lebensstilen und Ansprüchen. Auf den Begriff "Unterschicht" sollten wir also gänzlich verzichten, da er keine Unterscheidung "materiell/ideell" zuläßt.
Neben den erheblichen Schwächen dieser Statistik, die hier bereits vielfach bemängelt wurde und die damit begrenzten Aussagekraft der Daten, wäre ein Vergleich mit den Bildungsabschlüssen der hier Untersuchten über die Zeit eine notwendige Ergänzung für eine Interpretation und für zu ziehende Konsequenzen. Ich vermute, daß sich der ausgewiesene Trend bei höchstens gleichgebliebenen Ausbildungsniveau zeigt. Ich vermute weiter, daß nur bei stetig wachsendem Ausbildungsniveau das sog. Schrumpfen der Mittelschicht gestoppt werden könnte. Auch ein Effekt der zunehmenden Globalisierung. Diese bedeutet, daß immer mehr Menschen in der Welt Anteil haben am wachsenden Wohlstand und nur der, der qualifizierter ist als andere Chancen hat seine relative Position zu halten oder zu verbessern. Konsequenz für Deutschland: MASSIVE Investitionen in Bildung und Ausbildung auf allen Ebenen.
Wenn man das System der Armutsmessung kennt, wird man wissen, dass es keine Messung der Armut, sondern eine Messung der Einkommensspreizung in einer Gesellschaft ist. Wenn alle nichts haben und der Durchschnitt null Einkommen ist, gibt es nach diesem System keine Armen. Kommt einer hinzu, der etwas Einkommen hat, sind alle anderen plötzlich Arme, weil der Durchschnitt etwas gestiegen ist. Wenn aber in der BRD in den letzten Jahrzehnten Kapital aufgebaut worden ist, und dies die Einkommen bestimmter Gesellschaftsschíchten erhöht, dann ist es doch zwingend, dass die Einkommensspreizung zunimmt. Denn wo entsteht dieses Kapital? Doch sicher nicht bei den Transfereinkommenbeziehern. Wenn man aber diese Entwicklung der Kapitalbildung verhindern will, wieviel Steuern muss der Staat nehmen bei 8 % Durchschnittsverzinsung des vorhandenen Kapitals? Kann es überhaupt Sinn des Staates sein, allen die sparen das Ersparte wegzunehmen? Diese Entwicklung setzt sich über Generationen fort. Bildung ist im Übrigen auch eine Form des Kapitals und kann erworben, gekauft werden. Bereits heute werden Erträge des Eigentums und höhere Einkommen überdurchschnittlich besteuert (Abgeltungssteuer ab 2009. Reicht das denn immer noch nicht?
Das Nettoäquivalenzeinkommen wird errechnet, indem das Markteinkommen, also das Bruttoeinkommen aus unselbständiger Arbeit, aus selbstständiger Tätigkeit und aus Vermögen einschließlich des Mietwerts selbstgenutzten Wohneigentums, zuzüglich laufender Transfers und abzüglich der Pflichtbeiträge zur Sozialversicherung und Steuern durch die Summe der bedarfsgewichteten Haushaltsmitglieder geteilt wird. Um die Einkommen international vergleichbar zu machen, wird auf europäischer Ebene wie auch im Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesrepublik das Nettoäquivalenzeinkommen nach der Skala der OECD ermittelt. Nach der OECD-Skala ist der Gewichtungsfaktor für den Haupteinkommensbezieher 1,0. Alle übrigen Haushaltsmitglieder von 14 und älter erhalten den Gewichtungsfaktor 0,5 und Personen unter 14 Jahren den Gewichtungsfaktor 0,3. Bei einer Familie mit 2 Kindern unter 14 Jahren würde das Haushaltseinkommen damit beispielsweise nicht durch 4 - wie bei einer gleichwertigen Pro-Kopf-Gewichtung - sondern durch 2,1 geteilt. Quelle Bundeszentrale für politische Bildung PS: Median ist robuster gegenüber Ausreißern und bei solchen Vergleichen der übliche Vergleichswert.
Es wäre auch in vielen Fällen eine Frage der Ehrlichkeit!. Z.b. glauben viele offenbar immer noch, daß die Wiedervereinigung zum Nulltarif zu haben war. Eine derartig gewaltige Last muß wohl von mehr als einer Generation geschultert werden. Die so oft geäßerte Meinung die Älteren (Rentner) würden auf Kosten der kommenden Generation leben ist eben absurd. Aber immer mehr Rentner rutschen wegen der politischen Untätigkeit in die Armut. Ein anderes Problem ist der Umweltwahn besonders in Deutschland. Was dort an Werten verpulvert wird (ohne den geringsten Effekt) ist kriminell und muß wohl von irgend jemandem bezahlt werden. Die abenteuerlichen Spielchen von Banken und Börsen charakterisierte ein Freund von mir so: Das Geld ist ja nicht weg, es hat jetzt nur ein anderer! Und die Politik macht überall maßgeblich mit. Z.b. wird immer wieder propagiert, daß die Bürger einen privaten Anteil als Altersvorsorge schaffen sollen. Tun sie es schlägt der Staat sofort wieder zu mit der Zinsbesteuerung. Was dann noch übrig bleibt, gleicht nicht einmal mehr die Inflation aus. Diese Beispiele, die endlos fortgesetzt werden könnten, deuten an, wo die Werte bleiben, die früher den Mittelstand schufen.
Ein interessanter Artikel, aber keine Neuigkeiten. Man hört z.Zt. einfach zuviel derartiger Endzeit-Beiträge. Die Welt (Deutschland) wird nicht untergehen. Wir müssen ganz einfach akzeptieren, dass "ein paar mehr" Menschen heute am globalen Markt teilnehmen als noch vor 10 Jahren. Das ist deren gutes Recht! Was sich ändern muss, ist das Verständnis der Menschen in Deutschland. Es ist eben nicht mehr zwingend genug, einen Hauptschulabschluss zu machen. Eine Ausbildung allein ist in einigen Jahren wahrscheinlich auch nicht mehr genug, um auf Dauer am Arbeitsmarkt erfolgreich zu sein. Das Studium an sich wird immer wichtiger, wobei die neuen Bachelor-Programme (wenn sie denn mal ein paar Jahre und Verbesserungen hinter sich haben) die ideale Plattform für junge Menschen darstellt, die nicht zwingend halbe Jahrzehnte und mehr an Universitäten zubringen möchten bzw. (finanziell) können. Also machen wir uns nichts vor: Wir leben in einem freien Land und jeder Mensch, (fast) egal welchen familiären Hintergrund er hat, kann etwas aus sich machen. Die wichtigste Aufgabe, die ich sehe, ist es den jungen Menschen klar zu machen, dass sie durch harte Arbeit einen bestimmten sozialen Status - über dem der Unterschicht - erreichen können.
Leider geben die Autorinnen zu einem wesentlichen Punkt keine Info.. Zur Mittelschicht zählen also alle Einkommem in Höhe von 70% bis weniger als 150% des Medians aller Einkommensschichten. Schön und gut. Interessant wäre doch zu benennen wie hoch dieser Median (in Euro) aller Einkommensschichten überhaupt ist! Diese Angabe würde auch die Berechnung der Einkommensstarken ( >150% des Medians) und der Armutsgefährdeten (<70% des Medians) Schichten sowie der Armutsschwelle (<60% des Medinans) ermöglichen. Ohne die Angabe des Medians aller Einkommensschichten bleibt somit die Bandbreite der jeweiligen Einkommen in den benannten unterschiedlichen Schichten im nebulösen. Schade.
Und wo liegt der Einkommensmedian quantitativ? Auf welches Einkommen bezieht er sich: Netto- oder Bruttoeinkommen einer Familie, oder pro Person gerechnet? Oder ist das "frei verfügbare Einkommen" gemeint, nach Abzug der Steuern, Sozialversicherungsabgaben, Mite, Strom, Heizung, ...?
Ich erkenne in diesem Bericht einiges an sozialem Sprengstoff, der sich in der Gesellschaft ansammelt. So ganz von ungefähr kommt der Erfolg der Linkspartei jedenfalls nicht. Die Antwort der Politik: Hartz IV, 19% Mehrwertsteuer, Kürzung der Pendlerpauschale, Elterngeld für Wohlhabende, ... Es wird nicht mehr lange dauern und der VW Polo eines Arbeitnehmers kostet diesen mehr als der BMW X5 seines Chefs. Oder ist das etwa jetzt schon so? Gut, jetzt werden mich wieder einige in diesem Forum einen Linken oder Sozi schimpfen. Sollen Sie doch, wenn es ihnen Spaß macht. Doch Vorsicht: die SPD sitzt mit in dieser Regierung! Es gibt auch nicht wenige unter rot-grün beschlossene Gesetze, die überwiegend oder ausschließlich einkommensschwächere Bevölkerungsteile treffen. Neben Hartz IV fällt mir da z.B. das Gesetz zur arbeitnehmerähnlichen (Schein-) Selbstständigkeit ein. Aber warum klage ich denn? Mit ihrem fortgesetzten Weg in den Schuldenstaat und der ungebremsten Zerstörung ökologischer Lebensgrundlagen schafft die Politik Tatsachen, die zukünftige Generationen sicher noch beschäftigen werden. Ist unsere Politik böse? Nein, in der Demokratie bekommt der Bürger genau das, was er verdient.
und was macht unsere KANZLERIN, fährt in der Welt spazieren, die Nöte des größten Teils ihrer Landsleute scheint sie nicht zu interessieren. Und die Medien malen sie immer schön, die bösen sind immer nur die GROßE KOALITION