Professor Eckhard Freise
Ein neues Haus (I)
Auch sieben Jahre danach ist Eckhard Freise sein Rate-Coup im Fernsehen immer noch ein wenig peinlich. Dass er überhaupt ein einziges Mal eine Anfrage an RTL richtete, war purer Zufall und nur einer Wette mit seinem Sohn zu verdanken. Dass er für einen Intellektuellen so viel nutzloses Zeug wusste, konnte er in der Fernsehshow "Wer wird Millionär?" nur mäßig verbergen. Und dass er am Ende mit bloß einer Dreiviertelstunde Kopfarbeit eine Million (in D-Mark) mit nach Hause genommen hat, gehört sich für einen konservativen Denker nun wirklich nicht. "Ich will doch nicht mit Geld um mich werfen", sagt Freise bescheiden. Der Wuppertaler Geschichtsprofessor, der eigentlich in Münster lebt, hatte daher auch nichts Eiligeres zu tun, als das viele Geld schnell wieder unter die Leute zu bringen. Eine beträchtliche, vermutlich sechsstellige Summe hat er gespendet, der Rest floss in seine Doppelhaushälfte.