Reis

Ein Lebensmittel mit politischem Sprengstoff

Bildergalerie Die Knappheit am wichtigsten Nahrungsmittel für Millionen Menschen hat in mehreren Ländern blutige Unruhen ausgelöst. In Haiti ist deshalb die Regierung gestürzt worden. Indien macht dafür den Westen und dessen Förderung von Biokraftstoffen verantwortlich. Und die Preise steigen weiter.

Lesermeinungen zum Beitrag

14. April 2008 10:43

Ein Überschuss an Ideologie!

Herold Binsack (Devin08)

Zwei Dinge springen ins Auge: Erstens, dass die Verknappung eines einzigen Lebensmittels (Reis) sofort zu Hungerrevolten führt, und zweitens, dass es eben nur die Angst vor diesen Hungerrevolten ist, die die kapitalistische Welt hysterisch reagieren lässt. – Sogar die Weltbank zeigt Flagge! Ganz offensichtlich befand sich auch vorher schon der „Erfolg gegen den Hunger“ auf Messers Schneide (ab wann wird dieser eigentlich statistisch relevant? – der Hunger!) und damit befindet sich das ganze – auf der Macht des Kapitals beruhende - Regime ebenso auf „Messers Schneide“! Das ist sie nun die Bilanz nach 500 Jahren! Der einzige Überschuss, der mir da evident zu sein scheint, wäre der an Ideologie.

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13. April 2008 17:41

Geschäft mit dem Hunger

Jerry Thomas (initial)

Ich empfinde die Berichterstattung hier oft ähnlich wie Herr Jahnz. Als ob die Inhalte über die Nahrungmittelpreise/-knappheit im Finanzressort nichts mit den Berichten über die Hungerbedrohung durch eben selbe Faktoren im Ressort Tagesgeschehen zu tun hätten.
Fehlen nur noch konkrete Empfehlungen wo man gerade investieren sollte und sich markttechnisch am besten verhält, damit man sich sich daheim am PC freudig die Hände reibt, wenn der Preis für Nahrungsmittel weiter fein nach oben geht. Vielleicht springen ja auch einige Regierungen und Hilfsorganisationen ein, um das größte Leid zu mindern und zahlen die hoch getriebenen Preise. Macht so Geschäfte machen Spaß?
Vielleicht lohnt es sich aber auch in Deutschland mal wieder für den ein oder anderen Bauern eher, etwas anzubauen statt Flächenstillegunsprämien von der EU zu bekommen.
Außerdem kann man derzeit mal wieder schön sehen, wie sich Patentierung von Saatgut auswirkt und die tollen Versprechungen der Gentechnik auf ein realistisches Zukunftsbild extrapolieren.
Der Zentralismus im Kapitalismus (das meiste in die Hände Weniger) ist eins seiner Kernmotivationen und gleichzeitig vielleicht seine größte eigene Gefährdung.

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12. April 2008 14:07

Der Öko-Unfug ist aber eben nur ein Teil der Wahrheit!

Rolf-Dirk Maehler (RDMAEHLER1)

Auch den Wirtschaftsführern in USA und Europa sei ins Stammbuch geschrieben, daß u.a. mit den Chinesen nicht nur Geschäfte zu machen sind. Vielleicht sollte denen mal irgendjemand sagen, daß sie nicht nur alle Märkte von Rohstoffen und Nahrungsmitteln leerkaufen können. Sie hängen eben davon ab, Zugang zu unseren Märkten für ihre Podukte zu haben. Zum erfolgreichen Wirtschaften gehört aber eben auch eine gute Balance im eigenen Land zu halten. Vielleicht sollte man den Chinesen das eben einmal deutlich vor Augen führen indem man ihnen den Zugang zu unseren Märkten nur erlaubt, wenn auch sie Disziplin halten. Aber ich persönlich glaube auch, daß westlich Kapitalisten so gewinngeil sind und ausgewogenheit keine Rolle mehr spielt.

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11. April 2008 23:36

An die Redaktion

Christoph Jahnz (scu84)

Ich finde es irgendwie pietätlos von der Redaktion, dass in diesem Artikel der hohe Preis für Reis zur Sprache kommt, wodurch sich mit Berücksichtigung des Artikels über die Auswirkung der Preise ein erschreckendes Bild darbietet. Die hohen Preise kommen, meiner Meinung nach, duch Spekulationen zu stande, da sich viele Spekulanten auf den klassischen Märkten wohl in Zurückhaltung üben und in "alternative" Anlageformen, abseits der klassischen Aktie flüchten.
Ich finde es pietätlos, dass es in dem Artikel darunter um die Explosion des Mais-Preises geht, und erklärt wird, wie man auf "den Zug aufspringen kann". Mais ist ein Grundnahrungsmittel, vor allem in Mittelamerika. Da finde ich die Platzierung des Artikels weniger gelungen.

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11. April 2008 23:23

Stoppt den Öko-Wahnsinn,

Michael Menzel (Galenos)


Getreide und Raps als Treib-und Brennstoff anzubauen! Wenn die letzten Felder nur noch Pflanzen für "Bio"- Sprit, Alkohol oder Diesel Ersatz produzieren, dann können unsere Kinder vielleicht noch Autofahren aber sie werden sich entscheiden müssen zwischen Hungern oder "Mobilität".

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