Enttäuschte Anleger in Immobilienfonds demonstrierten im Herbst 2007 vor der ...

Deutsche Immobilien

Die Preise sinken seit 30 Jahren

Viele Deutsche halten ihre Immobilie für eine sichere Geldanlage. Doch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) kommt zu einem ganz anderen Ergebnis: In den vergangenen 30 Jahren sind die Preise für Wohnimmobilien ständig gefallen. Von Jens Friedemann

Lesermeinungen zum Beitrag

10. Mai 2008 13:13

Differenzierung notwendig

Andreas Noreikat (derherold)

Die schuldenfreie eigengenutzte Immobilie ist selbstverständlich die beste Altersvorsorge. "Altersarmut" wird die Immobilieneigentümer eher weniger stark treffen, zumal das "Vom-Mundeabsparen für das eigene Haus" wohl eher zu anderen Generationen paßt als zum Wertekanon der heute <60-Jährigen. Ansonsten ist das meiste vorhersehbar: der demographische Wandel verhindert einen preisrelevaten Nachfragesog - die Armutseinwanderung weniger Qualifizierter der Jahre 1975-95 würde das auch nicht ändern ... und es gibt regionale Differenzierung. "Wachstumsregionen" werden wohnungswirtschaftl. Investitonen anziehen und dort werden die Preise steigen - in weniger begünstigten Städten und Gemeinden droht ein satter Leerstand. Auch wenn gerne die "Not und Elend-Nummer" gesungen wird, sollte man nicht vergessen, daß die (Miet-)Preisstagnation auch ihre pos. Seiten hat: Noch nie war in Deutschland relativ so wenig für "Wohnen" auszugeben wie heute. Darüber sollte sich gerade die geknechtete und hungernde Mittelschicht freuen. ;-)

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09. Mai 2008 14:43

Und der Blick in die Zukunft?

Claus Behrens (chipin)

Der Ausblick einer Stabilisierung ab 2010 - das ist in 18 Monaten und Stabilität heißt doch nur, dass die Preise auf dem niedrigen Niveau verharren! Deutschland hat im internationalen Vergleich schon eine ausgesprochen niedrige Eigentumsquote, hinzu kommen gestrichene staatl. Hilfen und die in den 80igern eingesetzte Landflucht kehrt sich bereits wieder um (Infrastruktur, Ärztemangel, etc.) ... Wer der Werbung glaubt und in die Rente aus Stein investiert, hat bei Renteneintritt zwar eine (dann hoffentl. schuldenfreie) Immobilie, wenn aber eine weitergehende Altersabsicherung - schließlich wurde für das Haus gespart - fehlt dann droht die durch VL und WoPrä geförderte Altersarmut erst richtig. Soll die Immobilie dann doch versilbert werden, weil man vom Mauerwerk allein nicht satt wird, stellt man fest, dass aufgrund des Bevölkerungsschwundes und fehlender Zuwanderung der Markt potentieller Nachfrager noch kleiner geworden ist! Entweder hat dieses Problem bisher kaum einer erkannt oder man lebt ganz einfach besser damit, es zu ignorieren.

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09. Mai 2008 13:11

"Das Gefühl des Aufschwungs"?

Michael Menzel (Galenos)

das Gefühl des Aufschwungs ist ein Märchen für die immer ärmer gemachten Bürger. Als MdB kann man märchenhafte Summen monatlich abräumen, für ein paar Stunden dummes Gequatsche und interparteiliche Intrigenspiele. Also möglicherweise glauben DIE selbst daran, daß so etwas wie ein Aufschwung stattfindet. „Die Sorge vor dem Arbeitsplatzverlust hat 2007 abgenommen; doch hat das Gefühl des Aufschwungs die Köpfe der Menschen noch nicht erreicht“ Der Aufschwung kann die Köpfe nicht erreichen, wenn er nicht die Geldbörse erreicht - NEIN, er war nie da und wird voraussichtlich für die heute lebenden Menschen auch nie mehr erlebt werden können. Das erinnert an eine Geschichte von Till Eulenspiegel: Till saß in einer Wirtschaft und hatte schlimmen Hunger aber kein Geld. Also begeisterte er sich am Duft der guten Speisen. Dann kam der Wirt und fragte, was er wolle. Till sagte Danke, er sei schon vom Duft der Speisen satt geworden. Darauf der Wirt: Dann müsse er trotzdem bezahlen, weil er satt geworden sei. Till ließ eine klingende Münze auf den Tisch fallen. Ob das der Wirt gehört habe. Ja, - dann sei es ja gut. Er sei vom Geruch satt geworden und habe nun mit dem Klang der Münze bezahlt. So sollten wir Steuern bezahlen - für Nichts.

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