Pharma

Stada investiert Millionen und schafft 100 Stellen in Bad Vilbel

Von Thorsten Winter

27. März 2008 Die Stada AG will noch in diesem Jahr mit dem Bau eines Laborgebäudes am Stammsitz in Bad Vilbel beginnen und rund 15 Millionen Euro investieren. Dies teilte Vorstandschef Hartmut Retzlaff am Donnerstagvormittag bei der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt mit. Einschließlich des für das neue Hochregallager in Florstadt benötigte Personals beabsichtigt der Hersteller von Nachahmerarzneimitteln (Generika) und anderen Gesundheitsprodukten nach den Worten Retzlaffs, 100 bis 125 Arbeitsplätze zu schaffen.

Damit wird sich die Zahl der Mitarbeiter in Deutschland wieder erhöhen. Zu Anfang März dieses Jahres beschäfigte Stada gut 1040 Mitarbeiter, nachdem es im Vorjahr durchschnittlich 1184 und 2006 noch 1104 gewesen waren; konzernweit standen zuletzt 8425 Frauen und Männer auf den Lohn- und Gehaltslisten. Das zwischenzeitliche Minus in Deutschland resultierte aus dem Abbau von rund 230 Stellen im Generika-Außendienst von Stada-Pharm. Dies wiederum ist der Tatsache geschuldet, dass wegen der Rabattverträge, die auch Stada mit Krankenkassen abgeschlossen hat, Besuche von Pharmavertretern bei Ärzten mit Blick auf die Produkte, die unter die Kontrakte fallen, überflüssig geworden sind.

13. Rekordjahr in Folge geplant

Zum Geschäftsverlauf in diesem Jahr äußerten sich Retzlaff und Finanzvorstand Wolfgang Jeblonski zuversichtlich. Das erste Quartal werde besser als der gleiche Vorjahreszeitraum, sagte der Vorstandschef. Stada erwartet laut Jeblonski beim Umsatz wieder ein prozentual klar zweistelliges Wachstum, auch das Ergebnis soll letztlich zweistellig zulegen, allerdings beurteilt der Vorstand die Aussichten etwas zurückhaltender als bei den Erlösen.

Im vergangenen Jahr hat Stada zum zwölften Male in Folge den Umsatz und den Gewinn gesteigert. Die Erlöse erhöhten sich im Konzern um 26 Prozent auf 1,57 Milliarden Euro, wobei das Auslandsgeschäft, das zwei Drittel der Umsätze beisteuert, mit 30 Prozent wuchs. Das operative Ergebnis kletterte um Sondereffekte wie Abschreibungen und Kosten im Zuge von Stellenstreichungen um 33 Prozent auf 248,8 Millionen Euro. Unter dem Strich blieb ein um 14 Prozent gesteigerter Überschuss von 105,1 Millionen Euro (unbereinigt) oder 146,8 Millionen Euro (bereinigt). Die Dividende soll um 15 Prozent auf 71 Cent je Aktie steigen. Dies entspricht einer Dividendenrendite von knapp 1,6 Prozent gemessen am aktuellen Aktienkurs.



Text: FAZ.NET
Bildmaterial: dpa

 
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