
Fünf Milliarden ist keine grosse Summe, die USA haben schon für Irak allein Hunderte Mrd. verschwendet. Ob aber das Israel-Problem durch Geldgiessen lösen lässt, muss aber noch als unbewiesen gelten. Die USA haben schon früher mit diesem Verfahren keine sehr gute Erfolge errungen.
Dass die heutige Regierung der USA "blöd und verrückt" ist, ist wohl etwas undipomatisch ausgedruckt, verfehlt aber nicht die Wahrheit. Die Hegemonialposition der USA wurde von den Vorgängern von Bush aufgebaut, die kopflose Politik der Bushies hat schon einen Teli davon demontiert.
Christer Nykopp

dann wundert es mich, dass die Köpfe des Islamismus ausgerechnet aus den reichen arabischen Ölstaaten kommen.
Herr North hat allerdings recht, das es einen Entwicklungsunterschied zwischen den westlichen Industriestaaten und der islamisch geprägten Welt gibt. Der findet sich allerdings nicht zuerst in der Form der Unternehmungen wieder, sondern vielmehr in der Frage der Trennung von Religion und Politik. Die christliche Kirche musste lernen, dass sie nur über ihre Gläubigen Einfluss auf die Politik nehmen kann. Von diesem Lerneffekt sind die islamischen Mullahs noch sehr weit entfernt. Sie nutzen die Macht, die sie über die Gläubigen haben, zum Teil schamlos aus und predigen Hass gegen den Westen. Und solange es keine geschlossene Front im Islam gegen Gewalt und Terrorismus gibt, wird es auch kein Ende des Terrors geben.
Wo bitte sind die Islamprediger, die den Terrorismus und den Hass gegen Israel öffentlich brandmarken und so weiteres Unheil verhindern? Der Westen kann noch so viel Geld in den nahen Osten pumpen, am Ende wird der gefütterte Hund doch in die Hand des Gebenden beißen!

Dort kann jeder seinen eigenen Islam interpretieren , wie er selbst es will.
Für Herrn North gilt der alte Satz:"Schuster , bleib bei Deinen Leisten".!!!
Daß natürlich Herrn North krude Ideen ganz besonders in Deutschland ankommen, wen wundert das; schließlich ist man hier für jede Phantasterei zu haben.

Das Interview des "Theoretikers" sind - wie offensichtlich seine gesamte Theorie- ein Sammelsurium aus Wunschträumen, nicht durchdachten Vermutungen und von ihm selbst gleich wieder in Frage gestellten Postulaten:
Herr North gibt gleich selbst zu, daß es nicht möglich ist, ganze Bevölkerungsgruppen zu Wohlverhalten zu verpflichten. Welche Erkenntnis! Ja,auch im Christentum gab es Fanatismus und die Überzeugung des unbedingten Vorrangs der Religion. Nur: Diese Phase ist lange,lange her und wurde wohl kaum dadurch abgelöst, daß alle Anhänger dieser Religion zu Millionären gemacht wurden.
Vor allem kann der Herr Wissenschaflter - wie er im Interview selbst sagt- nicht erklären,daß sich die Führungssichten des islamistischen Terrors ohne Ausnahme -von Al Quaida bis zur Hisbollah - aus gut ausgebildeten, aus wohlhabenden Verhältnissen stammen, die ihre Ausbildung zum Teil im Westen genossen haben und alle Vorteile eines gehobenen Lebenstandards genossen/genießen.
"Im Westen habe ... die Kirche dafür gesorgt, daß sich ... Wohlstand durchgesetzt habe (wirklich?). Im Islam gibt es das nicht.Ja,Herr "Wissenschaftler",ganz einfach:Im Islam gibt es gar keine Kirche,also keine Institution zur religiösen Bündelung.

...hat das Problem nicht verstanden!"
Frei nach dem weisen englischen Minister (der das über Irland gesagt hat) Lyod.
Religiöse Konflikte (und nichts anders ist der Nahost Konflikt) lassen sich nicht rational lösen, da Religion metaphysisch und nicht rational ist.

Herr North mag ein hervorragender Wissenschaftler und brillianter Geist sein; Realpolitiker ist er nicht. Ich stimme ihm zu, daß die Maxime "erst gib und etwas zu essen und dann lehr uns die Moral" nahezu überall gilt - also die Basis zu Veränderungen auf einer Bevölkerung beruht, die nicht jeden Tag im Überlebenskampf steckt (incl. der Notwendigkeit zu überindividuellen Strukturen in Wirtschaft und Politik) - aber Geld geben alleine reicht nicht. Die Köpfe der Terrororganisationen sind reich, oft unvorstellbar reich. Terror jeder Art dient zum Machterhalt - egal ob er auf familiären ("Mafia"), religiösen oder wirtschaftlichen Glaubensprinzipien beruht. Dort liegt das Problem - Strukturen, die auf machtorientierten Minderheiten beruhen, aufzubrechen. Hätte man Hitler das Geld des Marshallplanes gegeben, so wäre daraus kein Friede entstanden - und nur der als Virus tätige Geist der französischen Revolution / Frankfurter Paulskirche war der Boden, auf dem dann eine "verbesserte Version von Weimar" wuchs. Das sehe ich alles in vielen Krisengebieten von Israel bis Kongo nicht. Also ist weiterhin die Balance aus Nutzung von Macht zum Eigenschutz und Förderung positiver Entwicklungen angeraten - und viel Geduld.

Ich denke die Argumentation von Herrn North ist plausibel und vernünftig. Natürlich könnte man sich nun über Detailfragen auseinandersetzen. Aber darum geht es Herrn North nicht.
Aber sympathisch an dem Vorschlag finde ich zunächst das Bekenntnis, daß Krieg immer die schlechteste Lösung ist. Außerdem ist es auch ein recht konstruktiver Vorschlag. Darüber hinaus ist ein finanzieller Ansatz auch nicht zwangsläufig das falsche Mittel.
Im Gegenteil: Herr North betont ja die Bedeutung informeller/formeller Institutionen und daraus auch resultierender Anreizwirkungen. Wieso also nicht das Geld dazu verwenden, die Entwicklung eben solcher Institutionen zu fördern? Wieso nicht Frieden und das konstruktive Element betonen, um diesen Entwicklungsprozess zu unterstützen?
Und man kann Herrn North auch nicht Worte in den Mund legen, er sei "naiv". Ich denke, er hat eines der Hauptprobleme für einen solchen Entwicklungsprozess doch genannt, oder? Es ist eben ein sehr schwieriges Unterfangen, die jeweiligen Parteien auf eine Handlungsregel verbindlich zu verpflichten...

Erste Grundvoraussetzung für eine Kooperation ist: Den anderen (Libanesen - aus Ihrer Sicht) nicht immer nur Schlechtigkeit zu unterstellen.
Sollte es eine Möglichkeit gegeben, die Lebensbedingungen in diesen Ländern zu verbessern, müssen wir diese wahrnehmen. Hier durch kann den radikalen Strömungen in beiden Ländern, die Argumentationslinie strittig gemacht werden.
Ein erstes Zeichen wären die Entlassungen der vielen politischen Gefangenen in Israel, die oft wie in Guatanamo ohne Gerichtsverfahren festgehalten werden und die Anerkennung der Hisbollah als offizielle politische Partei, die die Waffen niederlegt.
Alte Denkmuster wurde zur Genüge im Nahen-Osten erfolglos umgesetzt, es ist Zeit für neue Gedanken!

Bei allen Konflikten dieser Erde geht es um Geld. Um Besitz. Unser Menschtum wird erst durchdringen, wenn die Besitzfrage keine mehr ist.

Was will uns Douglass North sagen?
Daß sich alle Probleme der Welt mit Geld lösen lassen?
Daß "juristische Personen" die Lösung von Wirtschaftsproblemen sind?
Daß Eigenverantwortung, wie im Islam üblich, nicht taugt?
Daß Zwang zwar irgendwie schlecht, aber effektiv ist?
Liebe Karen Horn,
bitte denken Sie über einige Dinge noch einmal nach.
Mit freundlichen Grüßen
gez.
Ihr
Stefan Sedlaczek

... ist jemandem zu glauben, der Absicht von anderen als Grund vom eigenen Krieg angibt.

... und damit den zweiten auch. Noch 1948 wäre so etwas auch eine Lösung im Nahen Osten gewesen. Danach ist aber zu viel passiert, so daß wirtschaftliche Verflechtung nicht mehr genügt. Interessant ist, daß Herzls Plan, in seinem Buch "Der Judenstaat" zu lesen und in der Politik Israels bis heute zu erkennen, genau das Gegenteil ist: die einheimische Bevölkerung von der Wirtschaft der einwandernden Kolonisten auszuschließen, sie zur Armut zu führen, bis sie das Land verlassen.

Man wundert sich wer "blöd" oder "verrückt" ist, wenn man dieses Interview gelesen hat. Douglass North? Das Nobelpreiskommittee? Oder vielleicht doch die FAZ für das Abdrucken jeder politisch genehmen naiven Rede eines Ex-wissenschaflters.

Die Worte von Herr North sollten in allen Parlamenten verteilt und verlesen werden - nicht weil er Bush titulierte, sondern weil seine Worte schlichtweg WAHRHEIT sind.
Der Lösungsvorschlag für Israel und Libanon mit einer Art "Marshall-Plan" zu unterstützen macht Sinn.
Die Finanzierung dürfte kein Problem darstellen, wenn sämtliche Nationen ihre Waffenlieferungen und sonstige militärische Unterstützung als Geldmittel in diesen Fond einbringen. Sinnvoller wäre es, wenn auch Israel einen erheblichen Geldmittelanteil beisteuern würde, anstatt in Aufrüstung zu investieren.
Der Frieden könnte nachhaltig gesichert werden, mit einem positiven Nebeneffekt - die wirtschaftliche Verflechtung mit Israel und mit der ganzen Welt.
Das ist des Pudels Kern.