
... ziemlich sicher zu recht. Aber wer "leiht" ihnen denn die Papiere, die sie dann "short" verkaufen ? Doch die, die welche haben, also Porsche und das Land Niedersachsen. Wenn dem so ist, könnten diese beiden Grossaktionäre das Spiel doch beenden, bevor es überhaupt begonnen hat. Ich vermute, das "Spielcasino" hat nicht nur die Hedge Funds als Spieler !

Weder hat VW dadurch irgendeinen Schaden davon getragen, noch hat das irgendeine reale direkte negative Folge. Allerdings könnte der psychologische Effekt für Deutschland und die Märkte positiv sein, da hier über den DAX, der diesmal als Indikator für die Aktienmarktlage nicht funktionierte, bessere Zeiten angedeutet wurden, als sie tatsächlich da sind. Insgesamt hat der DAX von diesem Theater profitiert, einige Leerverkäufer haben heftig verloren - und eventuell verdienten Porsche und andere (womöglich auch das Land Niedersachen), die den Leerverkäufern die Aktien geliehen hatten, daran recht heftig. Das Problem am DAX ist allerdings, daß er ein Performance-Index ist - der bereits konzeptionell die Lage im Vergleich zu reinen Kursindizes (wie DJ etc.) schön färbt, da in ihm alle Dividendenzahlungen gespeichert werden. Auch wenn ich in 30 Jahren keine solche Sache erlebt habe - ich glaube mich zu erinnern, daß es eine Zeit lang Regeln gab, daß bei zu heftigen Kursausschlägen der Handel erst einmal eingestellt werden musste, bis die Lage überschaubar wurde. Durch die enormen Verluste bei Hebelspekulationen durch die DAX-Indexverzerrung kann ich mir auch vorstellen, daß es noch juristische Nachspiele gibt.

Wieso wird VW dafür gestraft, das Spekulanten ihr Geld mit VW Aktien machen wollten? Wenn Hedge-Fonds durch Leerverkäufe Geld verdienen wollen und dabei auf die Nase fallen ist dies OK für mich. Leerverkäufe gehören verboten.

Da geht es im arabischen Souk mit Abstand seriöser zu. Der Schaden für die Börse Frankfurt und den Finanzplatz dürfte beträchtlich sein.