
erst machen sie alles billig und klauen die arbeitsplätze, und dann machen sie alles teuer und klauen uns das Öl, pöse, pöse, pöse. Nur stimmt das so nicht, die Anteil der Arbeitsplätze die durch Verlagerungen der Produktion von Deutschland nach China (und andere Schwellenländer) entstanden sind, beträgt ca 3-5%. Die Mehrheit der weggefallenen Arbeitsplätze entstand durch allgemeine Umstrukturierungen die auch ohne die Schwellenländer stattgefunden hätte. Es ist ein Märchen für den kleinen Mann auf der Strasse, dass die Arbeitsplätze "gestohlen" werden. Ist im Zweifel ja auch leichter als zu hohe Löhne, zu hohe Steuern und zu unflexible Arbeitsmärkte als Problem zu benennen. Was wir im Zeitalter der Globalisierung erleben dürfen ist (so bleibt zu hoffen) das Entstehen einer globalen Zivilgesellschaft. Das ganze Gerede über soziale Ungerechtigkeit, Entsendegesetze und ähnliches, ist nichts anderes als der lächerliche Versuch sich der Wucht einer globalen Historischen Veränderung entgegenzustellen, ohne diese wirklich verstanden zu haben oder teilweise wirklich verstehen zu wollen. Und dann müssen wir noch den Mars kolonisieren.....nur um die ängstlichen Kleingeister unter den Lesen so richtig zu verschrecken.

Schon die Überschrift des Artikels verrät, dass es in erster Linie um Stimmungsma-che im Sinne eines Boulevardjournalismus geht und nicht um eine ausgewogene Berichterstattung für ein fachlich interessiertes Publikum. Hinter der Vermischung von PR und Information steckt entweder manipulative Absicht oder Unkenntnis der tieferen wirtschaftlichen Zusammenhänge oder beides. Jedenfalls trennen diesen Artikel Welten von der Qualität der Publikation von Prof. Dr. Rolf J. Langhammer "Der lange Marsch zur Wirtschaftsmacht", die fast zeitgleich im China-Spezial der FAZ veröffentlicht wurde.

Irgendwann werden Puppen- und Schuhhersteller,die Textilfabrikanten und Musikinstrumentebauer,die Chip- und Spielzeugfabriken wieder nach Europa,nach Deutschland und in die USA zurückkehren.Nämlich dann,wenn der ganze Aufwand,im Ausland zu produzieren auch nicht mehr viel billiger ist als auf dem Ursprungsmarkt.